Maik Außendorf tritt für die Grünen bei der Bundestagswahl im Wahlkreis 100 (Rheinisch-Bergischer Kreis) an
Maik Außendorf tritt für die Grünen bei der Bundestagswahl im Rheinisch-Bergischer Kreis an

Die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen im Rheinisch-Bergischen Kreis haben Maik Außendorf zum Direktkandidaten für die Wahl zum Bundestag im September nominiert. Der 49-jährige IT-Unternehmer und erfahrene Kommunalpolitiker will die nachhaltige Wirtschaft in den Mittelpunkt stellen. 

„Klimaschutz, eine innovative Wirtschaft und Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit und Chancengleichheit“ – mit diesen Kernanliegen geht der Bergisch Gladbacher Maik Außendorf in den anstehenden Wahlkampf. Mit 91 Prozent der Stimmen nominierte ihn die Mitglieder des Kreisverbands Rhein-Berg am 20. März bei einer digitalen Versammlung zum Direktkandidaten.

„Die Zukunft der Wirtschaft ist klimaneutral. Wenn wir die Wirtschaft nicht nachhaltig und sozial ausrichten, haben wir keine Chance, die Klimakrise zu stoppen“, sagt Außendorf. Er ist seit 2008 bei den Bergisch Gladbacher Grünen aktiv und nach elf Jahren im Stadtrat mittlerweile Fraktionsvorsitzender. 

„Ich bin während der Weltwirtschaftskrise bei den Grünen eingetreten, weil es mich erschreckt hat, dass die Klimakrise plötzlich vergessen war und nur noch über die Wirtschaft geredet wurde. Dabei müssen beide Krisen zusammen gedacht werden, die eine kann ohne die andere nicht gelöst werden. Wirtschaftspolitik ist der Schlüssel zur Klimakrise und Klimapolitik der Schlüssel zur Wirtschaftskrise. Die Grünen haben das, anders als die meisten anderen Parteien, schon lange verstanden und gute Konzepte, das auch umzusetzen,“ erläutert der Kandidat. 

Eine vielversprechende Möglichkeit, Wirtschaften nachhaltiger zu gestalten, sieht Außendorf in der Digitalisierung. Als Mitbegründer und Geschäftsführer einer erfolgreichen IT-Firma mit dem Schwerpunkt Open Source weiß der studierte Mathematiker, wie viele Chancen die Digitalisierung für zukunftsweisende Innovationen  bietet. 

Auf kommunaler Ebene setzt sich Außendorf seit vielen Jahren insbesondere für die Verkehrswende ein. Im Bundestag möchte er sich auch weiterhin für eine Stärkung des Radverkehrs einsetzen, ein Thema, das im Rheinisch-Bergischen Kreis Vielen ein Anliegen ist. Der Vater von fast erwachsenen Zwillingen kennt die hiesigen Herausforderungen für Fahrradfahrer und bringt aus seiner Heimatstadt Münster eigene Konzepte zur Verbesserung mit. 

Seine Chancen für die Bundestagswahl schätzt er gut ein: „20+x Prozent und ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Direktmandat im Kreis – das ist unser Ziel“, sagt Außendorf. Dass das möglich ist, habe die Kommunalwahl im vergangenen September gezeigt.

Die Kreismitgliederversammlung fand virtuell statt. Angesichts steigender Infektionszahlen hatte sich der Vorstand des Kreisverbands dazu entschieden, auf die ursprünglich geplante Präsenzveranstaltung im Bergisch Gladbacher Stadion zu verzichten. 

Die digitale Mitgliederversammlung lief trotz einer langen Tagesordnung und vielen Abstimmungen reibungslos ab und erfreute sich eines großen Zulaufs. Die Mitglieder müssen die Wahl in den kommenden Tagen per Briefwahl bestätigen. 

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5 Kommentare

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  1. Herr Boschen
    Ich verstehe nicht was Sie aus meinem Schrieb heraus gelesen haben. Für junge Familien setze ich mich seit 1974 ein. Wenn Sie so wollen auch in Familien eigenen Interesse. Meine Tochter muss mit meinen Enkeln in München wohnen weil Sie auf Ihrem Land hier in Berg. Gladbach nicht bauen darf. Wenn dann die Grünen dafür sind, dass 80 m von mir entfernt auf Bauplätzen Bienen freundliche Blumenwiesen angelegt werden und ich meine Enkel nur einmal im Jahr sehen kann, dann finde ich das nicht so lustig.

  2. @Günther Humbach
    Dass Klimaschutz wahnsinnig viel Geld kosten muss, ist ein Klischee das immer gerne bemüht wird um einfach nichts zu tun – weil man es sich ja nicht leisten könne.
    Das Grünen-Wähler/Mitglieder/Politiker alle wohlhabend (oder eben „erfolgreiche Geschäftsleute“) sind, ist ein weiteres Klischee, das in die selbe Kerbe schlägt: „DIE können es sich ja leisten!“.
    Außerdem wundere ich mich über Ihre Aussage zum Bauland, da Sie sich selbst vor wenigen Tagen noch an anderer Stelle über Innenverdichtung beklagt haben. Da fällt es schwer Ihnen jetzt abzunehmen, dass Sie sich wirklich für die „jungen Familien“ interessieren, die gerne in unserer Stadt sesshaft werden würden…

  3. Sehr geehrter Herr Außendorf, dass Sie als erfolgreicher Geschäftsmann Ihr Heil bei den Grünen suchen muss kein Stilbruch sein. Aber Ihr Glaube, nur die Grünen hätten die Konzepte unsere Zukunft Klima gerecht zu gestalten, halte ich für nicht haltbar. Bestes Beispiel ist die zur Zeit laufende Aufforstung der durch den Borkenkäfer geschädigten Wälder. Hier muss in die Tasche gegriffen werden und wenn nichts drin ist, wachsen auch keine neuen Bäume. Ich will damit sagen, ein gesundes Klima bekommen wir nur über gesunde Brieftaschen. Das Bewusstsein scheint in Ihrer Partei noch nicht angekommen zu sein. Aber Sie haben es ja jetzt in der Hand etwas zu ändern. Zum Beispiel kann das Anlegen von Bienen freundlichen Wiesen auf Bauland wo viele junge Familien gerne sesshaft würden, doch nicht zur Politik der Grünen gehören.

  4. Ob bei der Aufstellung auch Fragen wie in Berlin gestellt wurden?
    „Warum glaubst du, bist du besser als eine Frau mit Migrationsgeschichte?“

    Ich hoffe, dass Herr Außendorf sich vorher das neue Wahlprogramm durchgelesen hat. Wenn er 100% hinter diesem steht ist er in meinem Ansehen sehr tief gefallen.
    Seine Arbeit im Rat war eigentlich immer gut, aber für ein solches Programm anzutreten? Da könnte ich nicht mit ruhigem Gewissen in den Spiegel schauen.

  5. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg lieber Maik Aussendorf, allein das Ergebnis von jenseits 90 Prozent überrascht. Für die Bundestagswahl viel Erfolg.