Nicht nur im Impfzentrum, auch in den Krankenhäuser und Pflegeheimen wird geimpft. Foto: EVK

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat zum ersten Mal genauere Zahlen vorgelegt, wieviele Impfungen im Rheinisch-Bergischen Kreis bislang durchgeführt worden sind. Dabei zeigt sich: Der Kreis liegt unter dem Landesdurchschnitt.

Insgesamt wurden zum Stichtag 26. März 2021 exakt 33.381 Impfungen im Rheinisch-Bergischen Kreis durchgeführt. Das geht aus Tabelle der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) hervor, die das Bürgerportal vielfach angemahnt, aber jetzt zum ersten Mal erhalten hat.

Von der Gesamtzahl entfallen 23.864 auf die Erstimpfungen. Das ergibt eine Impfquote von 8,4 Prozent für die Menschen in Rhein-Berg. Damit liegt der Rheinisch-Bergische Kreis sowohl unter dem bundesweiten Wert (10,0) als auch dem Wert für NRW (9,3).

Die KVNO hat lediglich die Zahlen zum Stichtag 26.3. veröffentlicht, eine Beurteilung des Impffortschritts ist daher nicht möglich. Auf eine Anfrage des Bürgerportals, auch die Daten für die Vorwochen zur Verfügung zu stellen, hat die Kassenärztliche Vereinigung bislang nicht reagiert.

Kreis nennt tägliche Zahlen

Der Rheinisch-Bergische Kreis, der sich ebenfalls um aussagekräftige Zahlen der KVNO bemüht, veröffentlicht seit gestern eigene Angaben über die Zahl der täglich im Impfzentrum: gestern waren es 1179 Impfungen, heute 1140. Dabei differenziert der Kreis nicht nach Erst- und Zweitimpfungen.

Von den Impfungen entfallen nach KVNO-Angaben 6.670 auf den Impfstoff von Astra Zeneca, der vor allem bei bestimmten Berufsgruppen wie Rettungsdienst, Lehrer:innen und Erzieher:innen eingesetzt wird. 16.937 der Impfungen wurden mit dem Stoff von Biontec Pfizer, durchgeführt, der bislang für die Altersgruppe der Über-80-Jährigen reserviert ist. Zudem wurden 257 Impfdosen von Moderna verimpft, wahrscheinlich vor allem an medizinisches Personal.

Zweitimpfungen nur mit Biontech Pfizer

Zweitimpfungen sind bislang bei 9.517 Menschen erfolgt. Damit verfügen bislang lediglich 3,4 Prozent der Einwohner des Kreises über einen Vollschutz. Landesweit liegt der Wert laut Robert-Koch-Institut bei 4,1 Prozent. 

Bei den Zweitimpfungen kam bislang ausschließlich der Impfstoff von Biontech Pfizer zum Einsatz. Astra Zeneca und Moderna sind noch nicht eingesetzt worden. Hier spielt sicherlich der einstweilige Impfstop bei Astra Zeneca eine Rolle.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
    ich danke ihnen sehr für ihre Berichterstattungen hinsichtlich der Coronabekämpfung im RBK. Wie es aussieht, gestaltet sich diese nach wie vor einfach nur desaströs. Die Gemeinde Kürten hat entsprechend ihren Recherchen, wie auch lt. Auskunft des Kreises keine Teststation. Nicht einmal die einzigste ansässige Apotheke in Kürten, bzw. Bechen fühlte sich von dieser Ausnahmesituation angesprochen um sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Allerdings soll sich sich dieser Zustand nächste oder übernächste Woche ändern. Nun ist zu lesen, dass der RBK auch bei Impfen die “Rote Laterne” hält und die KVNO einem im Sinne des Bürgers berechtigten Informationsbedürfnis erst nach mehrmaliger Aufforderung reagiert und sparsamst stattgibt. Dieses bornierte Abhängigkeitsgehabe gegenüber dem Bürger läßt verständlicher Weise Unmut und Kritik gegenüber Institutionen wie KVNO, Politik, Impfmittel- , Testherstellern und nicht nachvollzieh- und erklärbaren Beschlüssen wachsen. Der Bürger wird einfach nur für dumm verkauft und bevormundet. Man braucht ihn ja wieder erst bei der nächsten Wahl! Ihren Artikel: “Knapp 24.000 Menschen….” habe ich zum Anlass genommen und einmal an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sotiales geschrieben. (siehe Anlage) Mal schauen ob und wie man sich regt.

    https://in-gl.de/2021/03/26/knapp-24-000-menschen-in-rhein-berg-bisher-geimpft/

    Sehr geehrter Herr Minister Laumann,
    sehr geehrte Damen und Herrn,

    der eingans eingefügte Link fügt dem ohnehin bereits leidigen Thema Coronaimpfung noch ein Sahnehäubchen hinzu. Ich bitte Sie, diesen Bericht des Bürgerportal Bergisch Gladbach vom 26.03.2021 einmal zu lesen. Vielleicht haben Sie als verantwortliche Institution für NRW eine Erklärung für
    1. das bornierte Verhalten der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein indem diese ein seitens des Bürgers bestehenden berechtigtes Imfomationsbedürfnis lange verweigert und dann nur dürftig beantwortet befriedigt? und
    2. warum sich der RBK mit dem bereits verbesserungswürdigen Impfmanagement noch schwerer tut schlechter dasteht als andere Kreise und Gemeinden?
    Wenn ich die Zahlen lese und die visuelle Berichterstattung verfolge kann es unmöglich an Überlastung liegen; und bitte auch nicht schon wieder am Impfstoffmangel.
    Ich glaube für einen Großteil von Bürgern zu sprechen wenn ich Sie bitte, sich dafür einzubringen, den Amtsschimmel weniger wiehern zu lassen und dafür Sorge zu tragen, einmal im Sinne der Bürger und Wähler dieses/ihres Landes zu handeln um die immer deutlicher werdenden desaströsen Zustände abzustellen..
    Mit freundlichen Grüßen