Nicht nur Senior:innen sind bei der Impfung auf Unterstützung angewiesen. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis / Joachim Rieger

Bund und Land machen weiter Druck beim Impfen. Nach Ostern soll der Impfstoff in den Hausarztpraxen verfügbar sein. Die Hausärzte können diesen flexibel einsetzen, müssen sich jedoch an den Vorgaben der Corona-Impfverordnung orientieren.

„Wir gehen davon aus, dass der Impfstoff spätestens am 7. April in den Hausarztpraxen vorliegt“, erklärt Monika Baaken vom Hausärzteverband Nordrhein gegenüber dem Bürgerportal. 

Welcher Hausarzt Impfungen anbieten werde, liege in deren eigenem Ermessen, ähnlich wie bei den Angeboten der PCR-Tests. Es sei jedoch davon auszugehen, dass ein Großteil der Ärzte beim Impfen unterstützen werde.

Kontakt durch Hausärzte

Da die Hausarztpraxen im direkten Kontakt mit ihren Patienten stehen, würden diese auch direkt auf potentielle Impflinge zugehen, heißt es zum Procedere. Sie würden die Beratungsgespräche und die Impfungen durchführen, die Praxisteams entsprechend termininieren. 

Dabei würden sich die Hausärzte grundsätzlich an der Impfverordnung orientieren, die eine Reihenfolge festlege. Innerhalb dieser Grenzen könnten die Hausärzte dann sachlich begründet individuelle Schwerpunkte innerhalb ihrer Patienten setzen. So könne ein Hausarzt z.B. einen jüngeren Schwerkranken früher impfen als einen gesunden 80-Jährigen. 

Zunächst max. 50 Impfungen pro Woche und Praxis

Anfangs werde ausschließlich der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer eingesetzt. Weitere Impfstoffe würden in den folgenden Wochen hinzukommen, so Baake.

Der Bund habe für die Hausärzte den Impfstoff zentral bestellt und gebe ihn in die Bundesländer weiter, heißt es zum PRocedere beim Verband. Zunächst werde etwa eine Millionen Impfdosen pro Woche für die Hausarztpraxen zur Verfügung stehen. Im April könnten so pro Praxisund Woche 20 bis 50 Patienten versorgt werden. „Ab Mai ist mit deutlich mehr Impfdosen pro Praxis zu rechnen“, sagt die Sprecherin des Verbandes. 

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. Na, endlich. Da gehören doch die Behandlungen von Krankheiten auch hin. Wenigsten habe ich in den vergangenen 85 Jahren noch nie den gelben Schein von einer Verwaltung bekommen.