Rolf Ketan Tepel mit den Wächtern von Manfred Kielnhofer. photo © philipp j. bösel

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuyss kommt die „WeltFriedAkademie“ des Künstlers Rolf Ketan Tepel nach Bergisch Gladbach.  Bereits am Wochenende sind als Vorhut zwei „Wächter der Zeit“ im Park vor dem Kunstmuseum Villa Zanders eingetroffen.

Zwei riesige goldene „Wächter“ richten ihren Blick auf das „Friedensdenkmal“ im Park der Villa Zanders. Es fristet hier seit langer Zeit ein sehr unscheinbares, in Vergessenheit geratenes Dasein.

Das Friedensdenkmal im Park der Villa Zanders. Foto: Helga Niekammer


Durch die Kunstaktion im Zanders-Park  soll seine Bedeutung wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zurückgeholt werden, erläutern der Künstler Rolf Ketan Tepel und Gerd J.Pohl, der Intendant des Theaters im Puppenpavillon Bensberg.

Die Skulpturen des österreichischen Künstlers Manfred Kielnhofer sind die Vorhut der „WeltFriedAkademie”, die Ketan und Pohl ab Mai im benachbarten Forum-Park installieren wollen. Als Kunst- und Gesprächsangebot.

Mit der „WeltFriedAkademie“ komme ein „in mehrfacher Hinsicht großes Kunstprojekt nach Bergisch Gladbach – als Einladung an ALLE Menschen und Gruppen unserer Stadt, sich aktiv daran zu beteiligen und darüber in den Dialog zu kommen“, erläuterte Pohl. Zudem soll das Projekt ein Zeichen der Hoffnung setzen, für eine Zeit nach Corona. 

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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4 Kommentare

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  1. Sehr interessant dazu ist übrigens ein Interview mit Manfred Kielnhofer, dem Schöpfer der Skulpturen, anlässlich der SalzburgArt 2014 (das Interview kann man bei Youtube ansehen). Darin zeigt der Künstler durchaus Verständnis für Menschen, die die Wächter als unheimlich empfinden, erzählt sogar eine kurze Anekdote dazu, betont aber, dass er sie eher als Beschützer und auch als Glücksbringer sieht.

    Kielnhofer geht damit ziemlich locker um. Er weiß eben, dass Kunst sich auch in der Betrachtung durch Menschen und ihre Reaktionen auf die Kunst entfaltet und dass der Künstler einen Teil seiner Deutungsmacht einbüßt, sobald er die Kunst in die Betrachtung durch ein heterogenes Publikum entlässt.

    Ich habe nach dem Interview den Eindruck, dass der Künstler auf die Bezeichnung „satanisch“ ein wenig überrascht reagieren würde (mir ging es ähnlich), vielleicht auch amüsiert, aber im Zweifel eher gutheißen würde, dass seine Skulpturen eine so ungewöhnliche Wirkung entfalten, als wenn sie gar keine Wirkung hätten.

  2. “Satanisch”, “unheimlich”, “verstörend” werden die Skulpturen hier genannt, was ich merkwürdig finde. Kleine Kinder empfinden das anders: Sie lieben die Figuren, klettern auf ihnen herum, kriechen in sie hinein. Keine Spur von Furcht! Die Aussage der “Wächter der Zeit” gerade im Zusammenspiel mit dem Friedensmahnmal im Park der Villa Zanders ist ja genau das Gegenteil von satanisch: ausgesprochen lebensbejahend und eine friedvolle Grundhaltung anmahnend. Es wäre schön, über die unterschiedliche Wahrnehmung ins persönliche Gespräch zu kommen – allerdings nicht unter falscher Flagge, sondern mit offenem Visier, wie es sich unter anständigen Leuten gehört. Ketan und ich stehen als Dialogpartner von Herzen gerne zur Verfügung und sind ja fast täglich (und gerne auch nach Absprache) vor Ort.

  3. Ich traue diesen Gesichtslosen Figuren nicht. Sie wirken sehr verstörend und unheimlich. Für mich scheint es so als steckte hinter ihnen eine schlimme Geschichte. Schade das sich Bergisch Gladbach so mit satanischen Bildern selbst verunstaltet :( :O

    Hinweis der Redaktion: Aufrufe zum Vandalismus lassen wir nicht zu. Und dann auch noch von einem Kommentator, der sich hinter einem Pseudonym versteckt.