Die neue Schnellteststelle am S-Bahnhof in Bergisch Gladbach. Rechts Unternehmensgründer Yanick Ast

Eine komplett digitale Abwicklung verspricht eine neue Corona-Schnellteststelle, die seit Donnerstag am S-Bahnhof in Bergisch Gladbach arbeitet und ebenfalls die kostenlosen Bürgertests anbietet. Dahinter stehen zwei junge Digitalunternehmer.

Eigentlich sollte auf dem Grundstück am S-Bahnhof längst das neue Stadthaus gebaut werden, jetzt stehen auf dem provisorischen Parkplatz zwei Holzbuden, die ein weiteres kleines Testzentrum beherbergen. Täglich von acht bis 20 Uhr werden hier kostenlose Corona-Schnelltests angeboten.

Hinweis der Redaktion: Insgesamt gibt es gut 20 dieser Teststellen in Bergisch Gladbach, mehr als 60 im ganzen Rheinisch-Bergischen Kreis, die kostenlose Corona-Tests anbieten. Die Adressen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.

Die zentrale Lage am S- und Bus-Bahnhof und an der Fußgängerzone ermögliche es Nutzer:innen des ÖPNV ebenso wie Besucher:innen der Innenstadt, fast im Vorbeigehen einen Schnelltest zu machen, erläutert Janick Ast, einer der beiden Betreiber.

Damit die Abwicklung möglichst schnell und ohne nachträgliche Wartezeiten funktioniert, setze dieses Testzentrum vollständig auf ein digitales System. Wer sich testen lassen will könne online (bis zu vierTage im Voraus) über die Website www.testen.gl einen Termin buchen. Bei freien Kapazitäten gehe das auch direkt vor Ort.

Der Check-In zum Terminbeginn funktioniert dann über einen QR Code, der an der Teststelle gescannt wird. Nach dem Abstrich muss man nicht warten, denn das Ergebnis wird nach 15 bis 20 Minuten digital übermittelt.

Hintergrund: Wer ein positives Ergebnis erhält muss sich sofort in Quarantäne begeben und mit einem regulären PCR-Test den Schnelltest überprüfen lassen. Fällt der negativ aus, ist auch die Quarantäne beendet. Auch nach einem negativen Test müssen die Abstands- und Maskenregeln beachtet werden. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Hinter dem Projekt stecken die beiden Jungunternehmer Janick Ast und Ludwig Groten. Ast hatte bereits im vergangenen Jahr für seine Stammbäckerei Pieper in Schildgen ein System entwickelt, mit dem die Kunden ihre Brötchen dort digital – und damit komplett kontaktfrei – kaufen können.

Inzwischen befindet sich Ast gemeinsam mit Groten in der Gründungsphase der DoThingsDigital GmbH i.G. – die genau das macht, was der Name andeutet: mittelständische Unternehmen mit digitalen Lösungen versorgen.

Zunächst hatten sie den Boom der Schnelltestzentren als Chance gesehen, den Betreibern digitale Lösungen anzubieten. Doch nun betreiben sie die Teststelle selbst, als Pilot- und Vorzeigeprojekt in eigener Sache.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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