Foto: Screenshot aus einem Erklärvideo der kita-testung-koeln.de

Die so genannten Lolli-Tests lösen ab dem 10. Mai die bisherigen Corona-Testverfahren an Grund- und Förderschulen ab. Ab heute sollen die Kommunen die Test-Kits in den Laboren abholen und an ihre Schulen ausliefern. Ob sie in allen Schulen rechtzeitig ankommen ist noch offen.

Der Lolli-Test ist für kleine Kinder deutlich besser zu nutzen als die üblichen Tests, die einen Abstrich in der Nase oder im Rachen bzw. ein Spucken erfordert. Zudem sind sie genauer: „Diese Testmethode ist sensitiver als die Antigentests und identifiziert Infektionen auch bei niedriger Viruslast und damit wahrscheinlich geringerer Infektiosität”, teilte das NRW-Schulministerium mit.

Zuletzt galt es hierzu noch Logistikprobleme zu lösen. Wie nun bekannt wurde, übernehmen die meisten Kommunen als Schulträger den Transport der Tests zwischen Schule und Laboren selbst oder durch externe Dienstleister. Städte und Kreise, in denen der Transport mangels Zusage des Trägers noch unklar ist, starten am 17. Mai.

Wann in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis welche Schulen beliefert werden, ist noch offen – und davon hängt auch ab, ob sie am 10. oder 17. Mai starten können. Die Koordinierung und Routenplanung der Auslieferungen hatte der Kreis übernommen, Klarheit soll es am Donnerstag geben.

Die Auslieferung der Test-Kits soll seit heute durch die Labore erfolgen, heißt es beim Schulministerium. Schulen sind angehalten, im Falle von Wechselunterrichts entsprechende Pools bei den Lerngruppen zu bilden und die Test-Kits zu konfektionieren, um alle Kinder mit dem Test zu erreichen. 

Die Lolli-Tests sind ein Pool-Testverfahren: Alle Proben einer Gruppe werden gesammelt auf Corona-getestet. „Kinder, die zu einem positiven Pool gehören, können am kommenden Tag nicht in die Schule gehen, sondern werden noch einmal – jetzt anhand einer individuellen Probe – mit der PCR-Methode getestet”, erklärt das Ministerium in der Schulmail vom 3. Mai. „Sie gelten als Corona-Verdachtsfälle. Die Eltern nehmen sie in häusliche Isolation.” Die Rückkehr in die Schule ist nach einem negativen PCR-Test möglich. 

Informationen und Unterstützungsmaterial zu den Lolli-Tests stellt das Ministerium im Internet bereit. 

Aufgrund bestehender Lieferverpflichtungen werden die Grund- und Förderschulen noch weiter mit den bisher genutzten Antigentests beliefert. Diese sollen nach Angaben des Ministeriums bevorratet werden, eine Umverteilung an andere Schulen ist geplant. Das Lolli-Testverfahren ist zunächst bis zu den Sommerferien geplant.

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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