Schüler:innen der Otto-Hahn-Realschule führten am Montagmorgen unter Anleitung einer Lehrerin die Selbsttests durch. Foto: Feuerwehr GL

Am 31. Mai endet für viele Schulkinder in NRW der Wechselunterricht. Fünf Wochen vor den Sommerferien. Wir listen die wichtigsten Eckpunkte für die Rückkehr zur Präsenz auf. Die Regelungen sind überschaubar und lassen ein wenig Gefühl von Normalität aufkommen. Das gilt auf für die Abschlussfeiern.

Eltern, Lehrer und Schüler:innen wird es mitunter freuen: Die letzten fünf Wochen vor den Sommerferien finden in Präsenzunterricht statt – eine stabile Inzidenz von unter 100 vorausgesetzt. Das ist im Rheinisch-Bergischen Kreis derzeit der Fall.

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Welche Regeln zu beachten sind, oder welche Eckpunkte für die Rückkehr zur Präsenz gelten, sind in der aktuellen Schumail vom 19. Mai 2021 beschrieben. Wir listen die wichtigsten Punkte daraus für Sie auf:

Wo und wann gilt die Rückkehr zum Präsenzunterricht?

Ab Montag, 31. Mai 2021, kehren alle Schulen aller Schulformen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Inzidenz von unter 100 zu einem durchgängigen und angepassten Präsenzunterricht zurück. In Rhein-Berg ist dieser Zustand ab dem 21.5. offiziell erreicht.

Was geschieht wenn die Inzidenz über 100 steigt?

Bei einem durchaus denkbaren Wiederanstieg der Sieben-Tage-Inzidenz über 100 (oder gar über 165) ist eine erneute Rückkehr in den Wechsel- oder gar Distanz-Unterricht nicht gänzlich ausgeschlossen.

Laut Infektionsschutzgesetz des Bundes ist Präsenzunterricht ab einer Inzidenz unter 100 gestattet. Mehr als die Hälfte der Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen weisen nach Angaben des Landes derzeit eine stabile Inzidenz von unter 100 auf. Die Landes-7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 75.

Gibt es Ausnahmen vom durchgängingen Präsenzunterricht?

In Schulen, in denen in den kommenden Wochen noch schriftliche sowie mündliche Prüfungen erfolgen, ist es an einzelnen Tagen mit Prüfungsgeschehen vertretbar, dass für bestimmte Klassen und Jahrgangsstufen der Präsenzunterricht nicht in vollem Umfang erteilt wird.

Gilt weiter die Maskenpflicht?

Ja, die bestehenden strikten Hygienevorgaben gelten weiter. Dazu gehört auch, dass das Tragen einer medizinischen Maske auch am Sitzplatz im Unterricht weiterhin verpflichtend ist.

Bleibt es bei den Schnelltests?

Die Regelungen, die seit den Osterferien gelten, werden beibehalten: Schüler:innen und alle an der Schule Beschäftigten werden zwei Mal pro Woche einem Antigen-Schnelltest unterzogen. In Grundschulen, Förderschulen und einem Teil der Schulen mit Primarstufe ist dies der so genannte Lolli-Test.

Corona-Tests gehören weiter zum Schulalltag – auch nach der Öffnung am 31. Mai

Wie läuft der Lolli-Test im Detail?

Grundschulen führen die Tests bislang abwechselnd mit halben Klassenstärken durch: Montags ist Gruppe A an der Reihe, dienstags Gruppe B usw.

Ab dem 31. Mai wird gewechselt – dann mit vollen Klassen. Die Eingangsklassen der Stufen 1 und 2 sollen montags und mittwochs getestet werden, die Klassen 3 und 4 jeweils dienstags und donnerstags. So bleiben zwei Tests pro Kind und Woche gewährleistet.

Bleibt der Präsenzunterricht auf den Klassenverband begrenzt?

Nein, über den Unterricht im Klassenverband hinaus kann eine Mischung von Schülergruppen im Präsenzunterricht erfolgen, zum Beispiel für Fremdsprachenunterricht.

Welche Regelungen gelten an Berufskollegs?

Es gilt Präsenzunterricht. Bei besonderen organisatorischen Gegebenheiten und pädagogischen Bedarfslagen kann die Schulleitung auf der Grundlage eines Erlasses abweichende Einzelfallregelungen treffen. Diese sind der Bezirksregierung anzuzeigen.

Der Präsenzunterricht in Abschlussklassen des dualen Systems der Berufsausbildung ist drei Wochen vor dem Prüfungstermin zu beenden. Der Unterricht ist ab diesem Zeitpunkt als Distanzunterricht weiterzuführen.

Erforderliche Kapazitäten für Prüfungsräume können durch Distanzunterricht geschaffen werden.

Gibt es wieder Angebote der Offenen Ganztagsschule – OGS?

Sofern sich eine Schule im regulären Präsenzunterricht befindet und genügend räumliche und personelle Kapazitäten vorhanden sind, können offene und gebundene Ganztagsangebote und Betreuungsangebote wieder aufgenommen werden.

Die Umsetzung kann wieder mit Unterstützung der Partner erfolgen, dies soll lokal geregelt werden.

Wichtig: Die Zusammensetzung der Gruppen in den Ganztags- und Betreuungsangeboten ist, wie auch im Unterricht, zu dokumentieren, um bei Bedarf Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Die Umsetzung auch jahrgangsübergreifender Ganztagskonzepte ist wieder möglich.

Bleibt die bisher erfolgte pädagogische (Not-)Betreuung bestehen?

Nein, da die Betreuung wieder per Schule bzw. OGS oder Ganztagsangebot erfolgt, fällt dieses Angebot weg.

Wie erfolgt der Sportunterricht?

Sportunterricht soll grundsätzlich im Freien erfolgen, ohne Maskenpflicht. Bei Prüfungen oder schlechtem Wetter können Ausnahmen mit Hallensport gemacht werden, allerdings mit Maske.

Der Schwimmunterricht soll stattfinden.

Können Abschlussfeiern geplant werden?

Angesichts der sich derzeit stetig verbessernden Infektionslage hält das Schulministerium Planungen für Abschlussfeiern zum jetzigen Zeitpunkt für verantwortbar.

Genaue Rahmenbedingungen für die letzten Schultage stehen derzeit indes noch nicht fest.

Holger Crump

ist freier Journalist und vielseitig interessierter fester Mitarbeiter des Bürgerportals.

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8 Kommentare

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  1. Liebe Irene M.,
    unabhängig vom Inhalt wären respektvoller Umgang, Ton und Wortwahl auch in Kommentarzeilen angemessen. Stellen Sie sich vor Sie stehen der Person, die Sie ansprechen, persönlich gegenüber.
    LG

  2. @Susanne: Sie lügen, und schwafeln Mist nach. In dem Bereich gibt es seit Jahrzehnten (!) Termine frühestens mit mehreren Monaten Wartezeit verbunden.

  3. Danke Sofia, so ist es.
    Die tatsächliche Gefahr für die Kinder geht von den Maßnahmen aus, die sie nun seit so langer Zeit aushalten müssen – die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind überfüllt, aufgenommen wird teilweise nur, wer akut suizidgefährdet ist. Für Kinder u. Jugendliche mit „nur“ Depressionen ist kein Platz mehr vorhanden. Hier kommt es also tatsächlich zur Triage, nicht wie prophezeit auf den Intensivstationen. Es wird Zeit die Dinge wieder nüchtern zu betrachten. Sehr lesenswert hierzu auch folgende Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie:
    https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-kinder-in-der-covid-19-pandemie-2020-02-05/

  4. Richtig Melanie!!!
    Wer die Erkrankung und die Sorgen mitgemacht hat, wer in Quarantäne war usw weiß wie furchtbar diese Krankheit und die Folgen sind
    5 Wochen vor den Ferien warum?
    5 Wochen, 6 Wochen Ferien, ältere Kinder impfen und nach den Ferien mit Konzept durchstarten

  5. Richtig Melanie!!!
    Wer die Erkrankung und die Sorgen mitgemacht hat, wer in Quarantäne war usw weiß wie furchtbar diese Krankheit und die Folgen sind
    5 Wochen vor den Ferien warum?
    5 Wochen, 6 Wochen Ferien, ältere Kinder impfen und nach den Ferien mit Konzept durchstarten

  6. An Frau Melanie:

    Die psychischen und sozialen Folgen, die mehr als 1 von 1000 (bei Covid Spätzfolge, die Sie nennen) jetzt schon treffen und als Spätfolge eine ganze Generation verfolgen werden, sind auch nicht zu unterschätzen. Wenn wir warten, dass alles auf Covid-Null bzw. die Zahlen runterkommen, dann haben Sie etwas nicht verstanden. Das Virus wird gar nicht richtig weggehen. Wir müssen lernen damit zu leben und der richtige Schritt ist die Kinder in die Schule zu schicken. Wenigstens für die restilchen fünf Wochen vor den Ferien. In manchen Familien läuft es nicht so harmonisch Zuhause, wenn man es vorsichtig ausdrucken darf. Hinzu kommte es, dass die Kinder sich sowieso privat treffen. Der Diszanunterricht ist nicht auf gutem Niveu, allerdings hat da Deutschland komplett versagt. Dafür können die Lehrer/innen bzw. die Schule nichts.
    In diesem Sinne, warten Sie ruhig auf niedrige Zahlen. Die kommen bestimmt, aber die Probleme der Kinder hat man gnadenlos vergessen und später wird versucht alles richtig herzurichten. Ob es dann wohl nicht zu spät wird…Spätfolgen!

  7. Nein, das freut nicht alle Eltern und zwar die nicht die wissen das Corona eine Gefäßerkrankung ist im Körper Persistiert und somit niemand sagen kann wie die Spätfolgen einer Erkrankung sein werden. Was man bisher weiß, das diese Erkrankung auch für Kinder nicht ohne Risiko ist, 1 von 1000 landet mit PIMS im Krankenhaus! Longcovid haben mindestens 7% der milden Verläufe!
    Trotzdem werden die Kinder zur Teilnahme am Unterricht gezwungen, einige Bundesländer haben die Präsenzpflicht aufgehoben aber NRW Haut mit dem Knüppel drauf wenn Eltern ihre Kinder Zuhause lassen. Wir halten diesen Psychoterror nicht mehr aus, erst Fallzahlen runter,richtig runter dann können Kinder sorgenfrei und gesund zur Schule und nicht so!