Für die Digitalisierung sind die Schulen dringend auf einen Breitbandanschluss angewiesen. Bislang gibt es den nur in den Otto-Hahn-Schulen, nun sollen auch die anderen dran kommen. Foto: Thomas Merkenich

Mit einem formalen Spatenstich an der Integrierten Gesamtschule Paffrath startet jetzt auch die Telekom die Bauphase ihres Projekts Breitbandausbau. Als erstes sind nun alle 35 Schulen in Bergisch Gladbach dran, dann folgen die benachbarten Siedlungen und Gewerbegebiete.

Das im April 2020 gestartete kreisweite Förderprojekt, welches durch die Kreisverwaltung koordiniert wird und unterversorgte Haushalte, Unternehmen und Schulen in allen acht Kommunen mit schnellen Glasfaseranschlüssen versorgen soll, geht in die Bauphase.

Den Auftrag zum Ausbau mit dem schnellen Internet hatte nach einem aufwändigen Vergabeverfahren die Telekom Deutschland GmbH im April 2020 erhalten.

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Für den ersten Spatenstich kamen Landrat Stephan Santelmann mit dem Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach, Frank Stein, der Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann-Josef Tebroke MdB mit dem Landtagsabgeordneten Rainer Deppe MdL sowie der Leiter der Kölner Produktion der Deutschen Telekom, Falk Wieczorek mit dem Leiter für Infrastrukturvertrieb für NRW, Andreas Schulz und Dr. Richard Bulka aus dem Regionalbüro NRW des Projektträgers atene KOM GmbH, zusammen.

Nach einer aufwändigen Planungsphase beginnt der Netzbetreiber in der Stadt Bergisch Gladbach damit, alle 35 Schulen und Bildungseinrichtungen prioritär anzubinden. Damit wird knapp die Hälfte der 74 Bildungsinstitutionen im Rheinisch-Bergischen Kreis der gesamten Maßnahme zeitnah mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Der erste Spatenstich wurde an der Integrierten Gesamtschule Paffrath gesetzt.

Landrat Stephan Santelmann „Die Kreisverwaltung hat eine bevorzugte Anbindung der Schulen im Kreisgebiet erwirkt. Mit Blick auf unsere Bildungslandschaft und die Chancen, die digitales Lernen bietet, ist dies ein Projekt von großer Wichtigkeit. Nun freue ich mich, dass dieses Vorhaben in Zusammenarbeit mit der Telekom den entscheidenden Schritt nach vorn macht.“

In den Schulen wird der Breitbandanschluss dringend benötigt. Foto: Thomas Merkenich

Der Bergisch Gladbacher Bürgermeister Frank Stein freute sich, dass „die Zeit der Planung nun zu Ende ist und die Umsetzung ansteht. Der Breitbandausbau ist unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass digitales Lernen überhaupt möglich ist.“

Nach der Anbindung der Schulen werden die zugehörigen Siedlungsbereiche und Gewerbegebiete folgen. Der Bundestagsabgeordnete der CDU für den Rheinisch-Bergischen Kreis, Dr. Hermann-Josef Tebroke MdB, erklärte: „Wir haben auf Bundesebene die Kulissen angepasst, damit die Anbindung vorangeht. Nun freue ich mich schon darauf, wenn ich das nächste Mal an der IGP bin und Schülerinnen und Schüler einen schnellen Zugang zu digitalen Inhalten haben.“

Landtagsabgeordneter Rainer Deppe MdL, ergänzte: „Die Schulen im Kreis sind erst der Anfang. Hochleistungsfähige Internetverbindungen sind auch ein essenzieller Standortfaktor für die Wirtschaft und private Haushalte.“

Falk Wieczorek (Telekom), Andreas Schulz (Telekom), Frank Stein (Bürgermeister GL), Angelika Wollny (Schulleitung IGP), Rainer Deppe MdL, Stephan Santelmann (Landrat), Hermann-Josef Tebroke MdB, Marco Lohmeier, (Telekom) und Marco Andres-Gilles (Breitbandkoordinator RBK)

Auch in der Gemeinde Kürten soll noch im September mit den ersten Tiefbaumaßnahmen für die Verlegung der Glasfaserkabel begonnen werden. In den weiteren Kommunen sollen die Bagger dann mit Abstand von wenigen Wochen sukzessive anrollen. Für das gesamte Projekt wurde vertraglich eine Laufzeit von 36 Monaten vereinbart, womit der Projektabschluss für März 2023 terminiert ist.

„Jetzt geht es endlich los, die Bagger stehen bereit. Wir danken dem Kreis und seinen Kommunen für das Vertrauen in unsere Expertise beim Netzausbau. Wir freuen uns darüber, den Rheinisch-Bergischen Kreis dabei zu unterstützen, die digitale Leistungsfähigkeit von Kommunen, von Schulen, ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie Wirtschaft und Verwaltung auszubauen“, sagt Marco Lohmeier, Regiomanager der Deutschen Telekom.

Ohne die Unterstützung durch öffentliche Zuschüsse wäre ein Ausbau in den meist schwächer besiedelten und entlegenen Siedlungsbereichen für den Netzbetreiber unwirtschaftlich. Zur Versorgung der verbliebenen unterversorgten Bereiche hat der Rheinisch-Bergische Kreis bereits einen weiteren Förderantrag im Bundesförderprogramm für die Kommunen eingereicht.

Über das Geoportal des Rheinisch-Bergischen Kreises www.rbk-direkt.de können Interessierte in den kommenden Wochen umfangreiches Kartenmaterial einsehen, aus dem die genaue Lage aller Fördergebiete ersichtlich ist.

Daten & Fakten

Durch die Fördermittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 21 Millionen Euro werden nun fast 5.500 bisher unterversorgte Haushalte, mehr als 750 Unternehmen sowie 74 Schulen und Bildungseinrichtungen im Kreis mit Glasfaseranschlüssen versorgt. An den Kosten für den Ausbau beteiligen sich die Kommunen mit einem Anteil von 10 Prozent, sofern sie sich nicht in der Haushaltssicherung befinden.

Mit Abschluss des Projektes werden insgesamt rund 98 Prozent aller Haushalte im Rheinisch-Bergischen Kreis nicht mehr unterversorgt sein und mindestens 50 Mbit/s im Download zur Verfügung haben. Im Zuge des Ausbaus entstehen 176 neue Verteilerkästen, verlegt werden über 300 Kilometer Glasfaserkabel.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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