Seit mehr als zehn Jahren unterstützt die Dr. Jürgen Rembold Stiftung aus Rösrath Projekte rund um ehrenamtlicher Aktivitäten. Da geht es um Kultur, Soziales, Bildung und Wissenschaft, Umwelt- und Naturschutz. Mehr als 100 Initiativen hat die Stiftung in der Region bereits begünstigt. Stiftungsgründer Jürgen Rembold freut sich nach wie vor über frische Ideen.

Auch in Bergisch Gladbach ist die Stiftung aktiv, wenn auch bislang in kleinerem Umfang. So wurde gerade eine Produktion des jungen Ensembles am THEAS gefördert, aus Mitteln einer Fördermittelausschreibung der Stiftung.

„Mit dem Stück ‚Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner‚ greifen die ehrenamtlich engagierten Nachwuchskünstler und Mitwirkenden nicht nur ein gesellschaftlich wichtiges Thema auf, sie stiften damit auch ihre Zuschauer zu aktivem, bürgerschaftlichem Engagement an“, heißt es dazu in der Begründung der Stiftung.

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„Helfen Sie uns helfen!“ THEAS bringt bitterböse Benefiz-Satire

Mit dem Stück „Benefiz — Jeder rettet einen Afrikaner“ zeigt das THEAS Ensemble DéJE-vu eine bissige Satire über Wohltätigskeitsveranstaltungen. Das sehenswerte Kammerspiel entlarvt die Sorgen einer satten Welt, thematisiert die Fragen und Probleme von guter und sinnvoller Hilfe. Zu sehen ist das Stück im historischen Verwaltungsgebäude von Zanders.

Die Begründung macht klar, wo der Fokus der Stiftung liegt: Es geht um gemeinnützige Projekte und Initiativen, die gemeinwohlorientiertes Handeln anstoßen und unterstützen.

Fokus bürgerschaftliches Engagement

„Bürgerschaftliches Engagement“ ist Jürgen Rembold wichtig. Warum eigentlich?

„Das ist schwer zu sagen, nach vielen Gesprächen mit lokalen und bundesweit aktiven Einrichtungen kam ich zu dem Schluss, dass wir uns auf diese Weise sehr breit aufstellen können“, sagt Rembold im Gespräch mit dem Bürgerportal. „Ich bin einfach beseelt von dem Gedanken, dass Menschen etwas für Menschen tun,“ erklärt der promovierte Mathematiker.

Stiftungszweck der Dr. Jürgen Rembold Stiftung
Förderung gemeinnütziger Projekte und Initiativen
Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements und gemeinwohlorientierten Handelns
Hilfe zur Selbsthilfe im Fokus
Fördergelder für Projekte aus Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Wissenschaft und Forschung,  Umwelt- und Naturschutz

Über 100 Projekte

Und der Erfolg gibt ihm recht. Bereits über 100 Projekte hat die in Rösrath ansässige Stiftung des gebürtigen Kölners bereits realisiert. Vor allem regional, und auch in Bergisch Gladbach kann und soll es mehr werden. „Es sind meist relativ kleine Projekte, die wir fördern. Das ermöglicht die Förderung einer breiten Vielfalt an Initiativen“, sagt Rembold.

Bürgerschaftliches Engagement ist Stiftungsgründer und Vorstand Jürgen Rembold wichtig

Bislang hat er Mittel im deutlich sechsstelligen Bereich ausgeschüttet, mehr will er nicht verraten. „Aktuell planen wir die Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers“, wirft er einen Blick in die Zukunft, „die Expansion ist einer der Schwerpunkte in den kommenden Monaten.“ Die drei Minijobber und Ehrenamtler, welche die Arbeit der Stiftung unterstützen, werden weiter gut zu tun haben.

Formloser Antrag genügt

Rembold freut sich über Förderanfragen. Er berichtet im Gespräch von zahlreichen Projekten, die er demnächst unterstützen will, die er inhaltlich spannend findet. Wo er einen Impuls geben kann um das Gemeinwohl zu stärken.

Der Weg zu einer Förderung durch die Rembold Stiftung ist dabei relativ einfach: „Interessenten müssen lediglich einen formlosen Antrag stellen. Wichtig ist mir: Es muss sich um bürgerschaftlich Engagement handeln. Und die Projekte sollten Engagement fördern und fordern“, verweist er auf die Förderrichtlinien.

Förderkriterien
Mit bis zu 5000 Euro gefördert werden von der Stiftung Projekte, die möglichst viele dieser Kriterien erfüllen:
– Bürgerschaftliches Engagement
– Nachhaltigkeit
– Effizienz
– Sichtbarkeit im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit
– Regionalität

Die Schwelle ist niedrig, man kommt schnell mit der Stiftung in Kontakt. „Früher hatten wir keine Antragsformulare, da genügte ein Anruf. Jetzt ist daraus ein formloser Antrag geworden. So kann ich als Entscheider die Vergabekriterien besser prüfen“, erläutert Rembold das Vorgehen.

Engagementspreise

Und er sucht weiter nach frischen Ideen, um Projekte im Sinne der Stiftungsziele zu unterstützen. Ein Fokus liegt sicher in der Kultur. „Ein privater Schwerpunkt meiner Interessen“, sagt Rembold, der auf Reisen gerne mehrere Museen pro Tag (!) besucht.

„Interesse hätte ich an der Entwicklung eines Engagementspreises, um herausragendes bürgerliches Engagement mit einer Auszeichnung zu würdigen.“ Das wäre ein weiterer Akzent, mit dem er das Stiftungsziel vorantreiben könne.

„Als gebürtiger Kölner liegt mir zudem die Kölsche Sproch sehr am Herzen“, verrät er. Mit dem Kölsche Literaturwettbewerb trägt er der Leidenschaft bereits Rechnung. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge in einer Anthologie zu veröffentlichen, das wäre für ihn eine wunderbare Ergänzung.

Rembold sprüht vor Ideen. Und lässt sich gerne von Projekten überzeugen. Ein Antrag genügt.

Weitere Infos
Webseite der Stiftung
Kriterien und Richtlinien der Förderung
Förderantrag online oder formlos per Mail

Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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