Die Markierung der Umweltspur an der Gohrsmühle gehört zu den Investitionen in 2021. Foto: Thomas Merkenich

Die Stadt kommt einer Forderung nach, die „Ausgaben für Bau und Erneuerung der Fahrradinfrastruktur transparent darzustellen“. Sie addiert für 2021 einen sechsstelligen Betrag, der 1,80 Euro je Einwohner:in entspreche. Das ist nicht besonders viel – und auch noch etwas schöngerechnet.

Der Auftrag war klar: Die Stadtverwaltung solle die „Ausgaben für Bau und Erneuerung der Fahrradinfrastruktur in Bergisch Gladbach transparent darstellen“, hatte der Fachausschuss gefordert. Am Dienstag legt die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr (ASM) eine entsprechende Aufstellung vor.

203.726,82 Euro seien 2021 ausgegeben worden, und damit 1,80 Euro pro Einwohner.

Zum Vergleich: Ausgaben je Einwohner für den Radverkehr in den sechs größten deutschen Städten und in Amsterdam und Kopenhagen (Stand: 2018)

Quelle: Statista

Allerdings sind darin auch knapp 58.000 Euro enthalten, die gar nicht zu den investiven, sondern den sogenannten konsumptiven Ausgaben gehören – bei denen kein realer Gegenwert entsteht.

Rechnet man das heraus verbleiben an investiven Ausgaben im engeren Sinne noch 1,33 Euro pro Kopf der Bevölkerung.

Allerdings macht die Aufteilung eher aus buchhalterischen denn aus fachlichen Gründen Sinn. Das zeigt sich an den Projekten Buddestraße und Laurentiusstraße.

Hier wurde im Vorfeld viel Geld für Gutachten ausgegeben, bei dem (vorerst gescheiterten) Projekt Buddestraße waren es 33.000 Euro, bei der Laurentiusstraße (bislang) 8000 Euro. Diese Kosten gelten als konsumptiv, obwohl sie für die geplanten Investitionen wichtig waren.

Nur die Markierungskosten an der Laurentiusstraße wurden den Investitionen zugerechnet. Jedoch nicht die der Buddestraße, die inzwischen wieder entfernt wurden.

Der Großteil der Investitionen entfällt auf ein einziges Projekt: knapp 120.000 Euro für „Rad macht Schule“ und hier insbesondere die Ausstattung der IGP mit Radstellplätzen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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6 Kommentare

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  1. Oh, wie peinlich wieder einmal. Mit wenig Geld könnte man sicher viele Radwege, die in gruseligen Zustand sind, asphaltierten und somit wieder ordentlich befahrbar machen. Unsere Stadt kriegt selbst das nicht hin, mickrige Investitionen in 2021. Peinlich, peinlich. Da helfen auch keine Fahrradstraße und in Gegenrichtung befahrbare Straßen für das grottenschlechte Image der Stadt Bergisch Gladbach im Hinblick auf die Bedeutung des Fahrradverkehrs.

  2. Auch die Laurentiusstraße ist eine Lachnummer. Gefährliche Schlaglöcher in der Radspur, wirre Fahrradsymbole, die Markierung an der Hornstraße hat sich zu 50 Prozent schon abgelöst. Und dafür über 20.000 € bezahlt?? Klasse Herr Stein!

  3. Wenn ich mich nicht irre, hatte die Ampel die Buddestraße bereits beschlossen, bevor u.a. die CDU heftig dagegen sprach und der Ampel eine Testphase abrang. Was dabei rauskam, wissen alle, dass dafür € 33.000 ausgegeben werden mussten, urteilt diese kopflose „Fahrräder first“- Politik an dieser Stelle als Schilda-Amts
    -Streich ab. Jeder mit ein wenig notmalem Denken hätte die € 33.000 der Stadt ersparen können.

  4. Das unnötige Gutachten zur Buddestrasse geht auf einen Beschluss der CDU zurück.
    Die 33.000.- Euro hätte man sich sparen können. Was hätte man mit dem Geld alles an sinnvollen Dingen tun können!

    1. Anders schien die Ampel nicht von dieser falschen Idee abgebracht werden zu können, daher eine gute Investition in das Wohl der Stadt.