Symbolbild: Pixabay

Krieg mitten in Europa – auch unsere Kita- und Schulkinder bekommen davon etwas mit. Verschweigen macht keinen Sinn. Wichtig für Eltern ist es vielmehr, die Ereignisse kindgerecht einzuordnen. Das Bundesfamilienministerium hat dazu eine gute Anleitung veröffentlicht.

Nicht nur Erwachsene entwickeln bei den Nachrichten aus der Ukraine Sorgen und Ängste. Auch Kita- und Schulkinder beschäftigt der Krieg. Eltern sollten mit ihren Kindern darüber sprechen, dabei möglichst folgende Punkte berücksichtigen:

Krieg in der Ukraine – mit wem kann ich über Ängste reden?
Kinder- und Jugendtelefon: 116 111
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Quelle: bmfsfj.de

1. Sachlich bleiben

Auch wenn Erwachsene selbst Sorgen haben: Sie sollten diese nicht verschweigen, sondern erklären. Wichtig dabei: Gefühle und Ängste nicht direkt weitergeben, um die Kinder nicht zusätzlich zu verunsichern.

2. Gefühle ernst nehmen

Äußern die Kinder Gefühle wie Trauer, Angst und Wut, sollten diese ernst genommen werden. Keineswegs beschwichtigen! Vielmehr sollten Eltern nachfragen: Was konkret bereitet dem Kind Sorgen?

3. Altersgerecht erklären

Ist die Ukraine für die Jüngsten ein Land, in dem es vielen gerade nicht gut geht, so kann man gegenüber Älteren vielleicht konkreter werden. Dabei lassen sich als Anhalt für die Detailtiefe auch kindgerechte Medien nutzen, wie die Kinderzeitung Duda oder der TV-Sender KIKA, der abends eigene Nachrichten extra für Kids bietet.

4. Aktiv werden

Die Aktion der Kita am Quirlsberg ist ein gutes Beispiel: Selbst aktiv werden zeigt den Kindern, dass ihre Gedanken ernst genommen werden und sie im Kleinen etwas gegen die Hilflosigkeit tun können. So können Eltern mit den Kindern auch eine Kerze ins Fenster stellen oder Bilder malen.

Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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