Einige der gut 750 Flüchtlinge in Bergisch Gladbach und ihrer Gastgeber:innen sind in einen Engpass geraten: Ihr Geld können sie nicht umtauschen, die regulären staatlichen Hilfen können noch nicht fließen, einigen Gastfamilien geht das Geld für Lebensmittel aus. Daher starten wir mit der Aktion Neue Nachbarn eine kurzfristige Aktion – und bitten um Ihre Hilfe.

Zwei Drittel der Menschen aus der Ukraine sind in GL privat untergekommen. Die Ausstattung mit Sachspenden ist kein Problem, doch bei der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln gibt es einen akuten Engpass.

Hilfe aus dem Asylgesetz fließt, wenn die Stadt die Erfassung abgeschlossen hat; da hat sich im Moment aufgrund der Vielzahl der Fälle ein Rückstau gebildet. Viele Flüchtlinge hatten Bargeld mitgebracht, doch das können sie nicht umtauschen, es ist daher wertlos. Die Gastgeber, von denen einige sechs oder gar zehn Personen aufgenommen haben, kapitulieren vor den steigenden Lebensmittelpreisen.

Dabei handelt es sich um ein kurzfristiges Problem: Die regulären Leistungen der Stadt sollten bald fließen und werden rückwirkend ausgezahlt; zudem bereitet die Bethe-Stiftung eine Spenden-Verdopplungsaktion vor, auch die Tafel nimmt sich des Problems an.

Für die Überbrückung der nächsten Tage ist jetzt jedoch Ihre Unterstützung gefordert, um den Flüchtlingen mit kleinen Beträgen ein Stück weit zu helfen und die Gastgeber:innen etwas zu entlasten. Das geht ganz einfach:

Bitte kaufen Sie bei Rewe oder einem der anderen Supermärkte und Discounter der Stadt einen Einkaufsgutschein und stellen sie ihn der Aktion Gute Nachbarn (ANN) zur Verfügung, die für die schnelle Verteilung sorgt. Das geht ratzfatz und hilft sofort!

Die Details

Die Aktion Neue Nachbarn ist die Flüchtlingshilfe des Erzbistums Köln, wird hier vor Ort von Gabriele Atug-Schmitz geleitet und ist mit allen ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen und auch den evangelischen Kirchengemeinden sehr gut vernetzt. Mehr Infos auf der Website

Annahme und Verteilung: Die ANN nimmt die Gutscheine (per Mail oder über den Briefkasten) entgegen und verteilt sie bei ihren Willkommenstreffen, über ihre eigenen Kanäle sowie über die Flüchtlingsnetzwerke in den Stadtteilen. Auch evangelische Gemeinden sind beteiligt.

Überschuss: Sollten Gutscheine übrig bleiben werden sie an weitere Bedürftige in der Stadt vergeben. Die ANN und das Bürgerportal stehen dafür ein, dass jeder Euro bei den Menschen ankommen, die es brauchen.  

So können Sie sich beteiligen:

Gutscheine im Geschäft kaufen: Einkaufsgutscheine können Sie bei einigen Supermarkt-Ketten und Discountern an der Kasse kaufen, in unterschiedlichen Beträgen. Zum Beispiel bei Rewe, aber auch Aldi. Diese Gutscheine können Sie hier in den Briefkasten werfen:

  • Aktion neue Nachbarn, Pfarrbüro, Laurentiusstraße 4 (bitte mit Hinweis: Integrationsbeauftragte / G. Atug-Schmitz.
  • Bürgerportal in GL, Hauptstraße 257 (der Briefkasten befindet sich im Hauseingang rechts neben der Redaktion/Coworking).

Gutscheine online kaufen: Einige Geschäfte bieten ihre Gutscheine oder Geschenkkarten auch online an. Das heißt, Sie bestellen und bezahlen im Netz, erhalten dafür eine PDF-Datei, die sie einfach weiterleiten.

Bei Rewe funktioniert der Bestellvorgang reibungslos, man kann man gleich die Empfängeradresse eingeben. Die Gutscheine werden von der ANN oder den Empfängern ausgedruckt und im Laden eingelöst.

Möglich ist das zum Beispiel hier:

Rewe Geschenkkarte, 15, 25 oder 50 Euro. Kauf als Gast und direkter Versand an ANN (gabriele.atug-schmitz@krbk.de) möglich. Bezahlung erfolgt über Kreditkarte. Auch in den Geschäften erhältlich.

Aldi Geschenkgutschein, beliebiger Beitrag. Das Online-Verfahren ist nicht ganz unkompliziert. Registrierung erforderlich, nach Abschluss der Bestellung erhält man eine Rechnung, die zunächst per Überweisung bezahlt werden muss, dann erhält man eine PDF.

Edeka Gutscheinkarte, beliebiger Beitrag, nur in den Geschäften erhältlich.

Wenn Sie Fragen oder Hinweise haben, melden Sie sich bitte bei der redaktion@in-gl.de oder der Integrationsbeauftragten der katholischen Kirche: gabriele.atug-schmitz@krbk.de. Alle Kontakte in der Ukrainehilfe finden Sie hier.

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Die Flüchtlinge in meinem Haus

Sigrid Quest hat eine ukrainische Familie aufgenommen. Seither hat sich in ihrem Alltag einiges verändert. Über eine Refrather Wohngemeinschaft der besonderen Art.


Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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