Foto: Thomas Merkenich

Am Tag der Arbeit fällt die traditionelle Kundgebung des Gewerkschaftsbunds auf dem Marktplatz aus. Statt dessen will das DGB-Netzwerk Rhein-Berg am 1. Mai diejenigen „stillen Helfer“ aufsuchen, die auch am Sonntag ihren Dienst verrichten

GeMAInsam Zukunft gestalten! Das ist das Motto zum 1. Mai 2022 des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Gewerkschaften stehen für ein solidarisches Miteinander, auch in unruhigen Zeiten. Mit einer 1. Mai-Aktion wollen die Gewerkschafter*innen auf die Erfolge zurückblicken und gleichzeitig neue Ziele setzen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Dieses Jahr haben wir vom DGB-Netzwerk Rhein-Berg uns entschieden, auf eine Mai-Kundgebung zu verzichten und die Beschäftigten auf ihrer Arbeitsstelle aufzusuchen. „Wir bringen den 1. Mai zu den Beschäftigten“, erklärt Patrick Graf, der Sprecher des DGB-Netzwerkes Rhein-Berg. „Mit dieser Aktion wollen wir den stillen Helfer*innen in der Pandemie persönlich danken.“

„Stellvertretend für alle Pflegerinnen und Pfleger in der Betreuung und Eingliederungshilfe sowie in der Altenpflege geht unser besonderer Dank an das Kollegium des Hauses Hubertus in Bergisch Gladbach und der Odenthaler Pflege Wohngemeinschaft. Die Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen vor Ort haben in der stürmischen Zeit der Pandemie den Betrieb aufrechterhalten. Sie haben den Bewohnerinnen und Bewohnern trotz aller Schutz- und Isolationsmaßnahmen einen angenehmen Lebensalltag gestaltet. Gerade die Anpassung der ständig kurzfristigen Änderungen innerhalb der Corona-Verordnungen haben einen strukturierten Alltag massiv erschwert. Die Pfleger*innen waren für die Bewohner*innen oft der einzige Kontakt zur „Außenwelt“. Mit viel Kreativität und unglaublich großem persönlichen Einsatz haben sie es geschafft, den Bewohner*innen die Isolation und die schwierigste Zeit der Pandemie angenehm zu gestalten“, sagt der Sprecher des Netzwerks.

„Darüber hinaus möchten wir uns bei allen Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst für ihre Arbeit bedanken. Ein besonderer Dank geht an die Polizistinnen und Polizisten, die ihr Leben für unsere Sicherheit einsetzen.  Oft werden sie beleidigt, bespuckt oder sogar körperlich angegriffen. Sie erfahren viel zu selten den hochverdienten Dank. Das sei hier noch einmal – und nicht nur am 1. Mai – besonders betont“, so Patrick Graf.

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DGB

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bergisch Gladbach wird durch das DGB-Netzwerk Rhein-Berg in der Region Köln-Bonn vertreten. Website: koeln-bonn.dgb.de

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3 Kommentare

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  1. „Darüber hinaus möchten wir uns bei allen Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst für ihre Arbeit bedanken.“
    Ja, die hatten es im Home-Office ohne Ausrüstung wirklich schwer ;)
    Warum muss weiterhin ein Termin für das Bürgerbüro gemacht werden?
    2x Morgens & 2x Nachmittags mit Termin, den Rest des Tages ohne Termin.
    Man hat sich wohl gut eingelebt mit dieser maximalen Arbeitsbelastung nach Terminanzahl.

    Die Gewerkschaft wird wieder Erhöhungen für den gesamten öffentlichen Dienst fordern, anstatt einfach nur eine höhere Eingruppierung in der Pflege.

    Gut, dass den Gewerkschaften die Mitglieder weglaufen, bei deren Leistung.

  2. Sehr ehrenwert!
    Macht ja sonst keiner, da leider als selbstverständlich (an-)genommen.