Auf Einladung von Kreisdechant Norbert Hörter trafen sich Vertreter:innen der fünf katholischen Seelsorgebereiche der Stadt. Diese sollen auf Vorschlag des Kölner Erzbistums zu einer „pastoralen Einheit“ zusammengelegt werden, oder sich für den Zusammenschluss mit anderen Bezirken entscheiden. Hintergrund ist eine geplante Strukturreform des Erzbistums Köln. Sie soll die Organisation der Kirche u.a. wegender steigender Austrittszahlen verschlanken.

Weniger Gläubige, weniger Priester, schlankere Struktur: Als Reaktion auf die rapide steigenden Kirchenaustritte, die sinkenden Einnahmen sowie die abnehmende Zahl an Priestern hat sich das Erzbistum Köln eine Strukturreform verpasst: Aus 178 Seelsorgebereichen sollen künftig 64 sogenannte Pastorale Einheiten werden.

Infos zum Prozess #ZusammenFinden, Hintergründe und eine Gebietskarte stellt das Kreisdechanat auf seinen Webseiten bereit.

Für Bergisch Gladbach könnte dies bedeuten: Die fünf städtischen Seelsorgebereiche werden zusammengelegt. So zumindest der Vorschlag aus dem Erzbistum.

Ob sich die Bereiche der Stadt St. Laurentius, St. Joseph und St. Antonius, Bensberg/Moitzfeld, Bergisch Gladbach-West und St. Johann Baptist indes zu einer Pastoralen „Einheit Bergisch Gladbach“ zusammenschließen wollen, darüber sollen sie nun diskutieren.

Die fünf Seelsorgebereiche der Stadt Bergisch Gladbach sollen auf Vorschlag des Erzbistums Köln zu einer Pastoralen Einheit zusmmengefasst werden. Die Bereiche sind nun aufgefordert, dazu Stellung beziehen und gfls Alternativen vorzuschlagen, Grafik: Kreisdekanat Rheinisch-Bergischer Kreis

Für einen ersten Austausch in der Sache trafen sich vergangenen Samstag 80 Vertreter:innen aus den fünf städtischen Seelsorgebereichen. Eingeladen hatte dazu Kreisdechant Norbert Hörter.

Entscheidung bis Oktober

Noch vor den Sommerferien solle es einen weiteren Austausch mit weiteren Engagierten sowie den Gremienvertreter:innen geben. „Bis Oktober haben wir Zeit, ein Votum zum Vorschlag abzugeben“, so Kreisdechant Hörter zu den weiteren Schritten.

Vertreter:innen der fünf Seelsorgebereiche der Stadt bei der Debatte über die Zusammenlegung vergangenen Samstag, Foto: Kreisdekanat Rheinisch-Bergischer Kreis

Monsignore Markus Bosbach, Leiter der Hauptabteilung Entwicklung Pastorale Einheiten im Erzbischöflichen Generalvikariat, erläuterte den Teilnehmer:innen den Prozess. Im Fokus stehe die Frage, ob die Zusammenlegung der fünf Seelsorgebereiche der richtige Zuschnitt sei, um zukünftig gemeinsam das kirchliche Leben zu gestalten.

Hintergrund: Unter dem Hashtag #ZusammenFinden plant das Erzbistum Köln eine große Strukturreform. Ein Projektteam hat die Zusammenlegung der 178 Seelsorgebereiche auf 64 sogenannte Pastorale Einheiten vorgeschlagen. Aktuell diskutieren alle Seelsorgebereiche im Erzbistum den Vorschlag über den räumlichen Zuschnitt.

Nach Angaben des Kresidekanats nehme die Zahl der Katholiken ab, es gebe immer weniger Engagierte in den Gemeinden, die Finanzkraft und auch die Zahl des
pastoralen Personals gehe zurück. Bis 2030 werde der Anteil der Gottesdienstbesucher um 70 bis 90 Prozent sinken. Die Zahl der Pastoralen Dienste (Priester, Diakone und Pastoral- oder Gemeindereferent:innen) werde sich in diesem Zeitraum halbieren.

Dabei geht es zunächst „nur“ um den Zuschnitt der geografischen Einheiten. Die Seelsorgebereiche könnten durchaus auch Vorschläge äußern, die vom Entwurf des Erzbistums abweichen, und für den Zusammenschluss mit anderen, benachbarten Bereichen votieren, heißt es beim Dekanat.

Wie die Seelsorgebereiche dann zusammenwachsen, darüber wird später entschieden: Der Prozess der Zusammenlegung werde in einem nächsten Schritt beraten, nachdem die Grenzen der Pastoralen Einheiten festgelegt worden seien.

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Redaktion

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