Im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona“ der Stadt Bergisch Gladbach haben Kinder aus dem Wohnpark Bensberg und dem Platzer Höhenweg unter fachkundiger Leitung von Michael Müller und Barbara Steinrück gelernt, wie aus Obstblüten leckere Früchte werden. Und auch, warum man dazu manchmal eine Giraffe braucht.

Auf den Wiesen unterhalb des Kardinal Schulte Hauses in Bensberg fand ein Familientag für Familien und Kinder aus dem nahe gelegenen Wohnpark Bensberg und dem Platzer Höhenweg statt, bei dem sich alles um das Thema „Apfel“ drehte.

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Das Kardinal-Schulte-Haus beherbergt die Thomas-Morus-Akademie und dient als Tagungshotel des Erzbistums Köln. Foto: Thomas Merkenich

Unter fachkundiger Leitung des Obstbaumspezialisten Michael Müller vom Bergischen Streuobstwiesenverein gemeinsam mit Barbara Steinrück vom „Bauernhof im Koffer“ hatten die Kinder auf der Wiese im Halbschatten genug Muße, dem Summen der Bienen zu lauschen, die Blüten genau zu untersuchen und anhand der Kronenform schon zu erkennen, ob es sich um einen Birn- oder einen Apfelbaum handelt. Was für ein Blick, von unten in die Krone volle Blüten zu schauen …

Auch die Blätter sind ganz unterschiedlich, wie schnell festgestellt wurde. Die jungen kleinen Fruchtansätze, ließen dann keinen Zweifel mehr zu, um welchen Obstbaum es sich handelt.

Der Lebensraum Obstwiese stellte sich vor mit seiner Vielfalt an blühenden Wiesenkräutern, Insekten und Vögeln.

Nachdem vom „Bergischen Balkon“ der Blick auf den Kölner Dom in der Ferne ausreichend gewürdigt worden war, ging es zu Fuß durch den Bensberger Stadtgarten ins nahe gelegene Bergische Museum.

Foto: Helga Niekammer

Auch im Stadtgarten stehen Obstbäume, die teilweise noch blüten. Die herrschende Trockenheit war aber auch gut sichtbar – Risse im Erdboden zeigten an, dass es zu lange schon nicht geregnet hat. Für die Fruchtbildung ist das sehr nachteilig.

Im Bergischen Museum erwartete uns noch die Imkerin Petra Lebek mit interessantem Anschauungsmaterial zu Wild- und Honigbienen. Sie erlaubte den fachkundig begleiteten Blick in die Schaubeute des Museums. Da waren alle ganz leise und aufmerksam, um die Bienen nicht zu beunruhigen.

Das Bergische Museum am Burggraben in Bensberg

Und dann packte Michael Müller endlich auch seine Werkzeugkiste aus, um genau zu erklären und zu zeigen, wofür die unterschiedlichen Gerätschaften gebraucht werden. Ausprobieren inklusive, denn des musste doch der ein oder andere hochgewachsene Zweig mit der „Giraffe“ abgeschnitten werden …

So löste sich auch endlich das Rätsel, wofür die Giraffe auf der Obstwiese gebraucht wird – diese Giraffe ist eine scharfe Schere am Ende eines Teleskopstabes, mit dem vom Boden aus ohne Leiter hohe Äste und Zweige abgeschnitten werden können.

Dieser Tag gefüllt mit Sonnenschein, Kinderlachen und viel Bewegung an der frischen Luft – war wieder ein schönes Beispiel wie in unmittelbarer Nähe der Wohnorte lebensnah Umweltbildung betrieben werden kann – und wie nah Leckeres wächst.

Genau solche Aktionen sind es, die Michael Müller und Barbara Steinrück motivieren, sich beim gemeinnützigen Verein Ernährungsrat Bergisches Land zu engagieren.

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