Laura Oehms (links), Dettlef Rockenberg, Sandra Brauer und Ragnar Migenda

Die Neuausrichtung des Museums für Bergbau, Handwerk u. Gewerbe in Bensberg nimmt Fahrt auf. Für die Koordination des Projektes konnte die Stadt eine erfahrene Kraft gewinnen, die mit der Museumsleitung und der Bevölkerung ein neues Konzept erarbeitet.

Seit Anfang des Jahres laufen hinter den Kulissen des Bergischen Museums am Bensberger Burggraben die Vorbereitungen für das neue Museumslabor-Projekt, mit dem im Dialog mit den Menschen dieser Stadt ein zukunftsfestes und nachhaltiges Konzept für die Traditionseinrichtung entwickelt werden soll. Der Landschaftsverband Rheinland unterstützt das Vorhaben, das Ende August offiziell beginnen soll, mit 50.000 Euro.

Im Rahmen eines Pressetermins haben nun Ragnar Migenda, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz, und Dettlef Rockenberg, Fachbereichsleiter Bildung Kultur, Schule und Sport der Stadt Bergisch Gladbach, eine neue Mitarbeiterin begrüßt, die in diesem Prozess eine zentrale Rolle einnimmt: Als Projektkoordinatorin des Museumslabors sorgt die 40-jährige Kölnerin Laura Oehms dafür, dass es pünktlich zum Projekt-Auftakt mit den geplanten Aktivitäten losgehen kann. 

Glücksgriff mit exzellenter Vorgeschichte

Laura Oehms hat Volkskunde an der Uni Bonn studiert und anschließend verschiedene kulturelle Bildungsprojekte verantwortet. Die letzten zehn Jahre hat sie im Produktionsteam des Literaturfestivals lit.COLOGNE gearbeitet, dort hat sie unter anderem das inklusive Angebot des Festivals aufgebaut und weiterentwickelt.

Oehms freut sich auf die neue Aufgabe: „Die Möglichkeit, die Wünsche unterschiedlicher Zielgruppen an das Bergische Museum nicht nur in Worte, sondern auch in Taten umzusetzen, ist eine seltene Gelegenheit. Meine Vorstellung ist ein unverwechselbares Museumskonzept, um zukünftige Besucherinnen und Besucher zu gewinnen und so nachhaltig den Bestand der Einrichtung zu sichern.“

Verwaltungsvorstand Ragnar Migenda ist überzeugt vom Erfolg des Museumslabors und wünscht dem Team einen guten Start: „Frau Oehms ist ein Glücksgriff mit exzellenter Vorgeschichte, die die nötige Expertise mitbringt.“

Gut, aber nicht teuer

Zu seinem Anspruch an die künftige Ausgestaltung des Museums führt er die Qualität, aber auch den Kostenaspekt an: „Gute Konzepte müssen nicht zwingend teuer sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Museumslabor einen frischen Schub für die Attraktivität des Hauses bringt, ohne den finanziellen Rahmen aus den Augen zu verlieren.“

Das Museumslabor-Projekt findet im Rahmen der bereits 2017 vom Rat beschlossenen Neuausrichtung des Bergischen Museums statt, dessen letzte Überarbeitung zu Beginn der 1980er Jahre stattfand.

„Viele Menschen in Bensberg und Bergisch Gladbach haben schöne Erinnerungen an das Museum, das sie von Besuchen aus ihrer Kindheit kennen; mit dem Museumslabor wollen wir nun an diese enge Verbundenheit anknüpfen und die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess der Neugestaltung einbeziehen“; resümiert Museumsleiterin Sandra Brauer den Grundgedanken des Projekts.

Nicht nur die alten, auch die ganz jungen Besucherinnen und Besucher können dabei hilfreich sein, so Oehms: „Ein Mädchen, das vor kurzem mit ihrer Klasse hier war, zeigte sich ganz begeistert von den Holzschuhen. Toll fand die Gruppe auch die vielen unterschiedlichen Häuser auf dem Gelände.“

In den nächsten rund 12 Monaten wird ein abwechslungsreiches Programm an Veranstaltungen, Umfragen, Mitmach-Aktionen, Führungen und Werkstatt-Gesprächen angeboten werden. „Wir wollen wissen, von welchen Ausstellungsstücken die Menschen sich besonders angesprochen fühlen, welche Themen des Museums ihnen am Herzen liegen oder was ihnen schon immer an einem Besuch im Bergischen Museum gefehlt hat“, erklärt Oehms.

Inklusiv und barrierefrei

„Unser besonderes Augenmerk liegt darauf, das Projekt selbst und das neue Museum so inklusiv und barrierefrei wie möglich zu gestalten, damit unser Haus für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zugänglich ist“, ergänzt Brauer. Bei diesem Anliegen unterstützt der Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach und die Bergisch Gladbacher Servicestelle InBeCo für Inklusion in der Freizeit das Projektvorhaben nach allen Kräften.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Aktivitäten des Museumslabors werden auf einer eigenen Projektwebseite und über www.bergisches-museum.de zu finden sein. Die Projektwebseite findet sich noch im Aufbau. Das fertige Museums- und Ausstellungskonzept soll im September 2023 vorliegen.

Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich im Rahmen des Projektes zu engagieren, kann sich telefonisch oder per Email an Projektkoordinatorin Laura Oehms unter 02202 14 12 03 oder l.oehms@stadt-gl.de wenden.

image_pdfPDFimage_printDrucken

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.