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In den Sommerferien bekommen einige Straßen(-abschnitte) eine neue Fahrbahndecke. Dafür werden die Odenthaler Straße teilweise und die beiden Straßen „Braunsberg“ und „Straßen“ in Herkenrath voll gesperrt.

In den relativ verkehrsarmen Sommerferien werden einige Straßen in Bergisch Gladbach erneuert. Dazu gehört der Teilabschnitt der Odenthaler Straße zwischen der Kreuzung zur Alten Wipperfürther Straße und dem Hebborner Hof. Dafür wird die Ausfallstraße in Richtung Odenthal vom 4. bis 8. Juli komplett gesperrt, teilt die Stadt mit.

Eine Umleitung wird sehr weiträumig über Schildgen (Paffrather Straße, Kempener Straße, Altenberger-Dom-Straße, Bergisch Gladbacher Straße) ausgeschildert.

Deutlich länger, nämlich die gesamten Sommerferien, dauert die Sanierung der Fahrbahndecken der Straßen „Straßen“ und „Braunsberg“ in Herkenrath. Hier sei es erforderlich, die Oberfläche in einer Stärke von 10 cm abzutragen und neu aufzubringen. 

Für die schnelle und effektive Durchführung der Arbeiten sei die Vollsperrung der Straßen zwingend notwendig, in zwei Bauabschnitten für jeweils drei Wochen. Die geringen Straßenbreiten machten es nicht möglich, den Verkehr einseitig zu führen. Auch eine Ampellösung komme nicht in Frage.

Der erste Bauabschnitt wird zwischen der Kreuzung Ball und Braunsberger Feld (27. Juni bis 16. Juli), der zweite Abschnitt zwischen Braunsberger Feld und Silberkauler Weg gebildet (18. Juli bis 9. August 2022).

Bauabschnitt 1: 27.6. bis 16.7.
Kreuzung Ball bis Braunsberger Feld

Bauabschnitt 2: 18.7. bis 9.8.
Braunsberger Feld bis Silberkauler Weg

Die Umleitung für beide Bauabschnitte erfolgt über die K41 (Herweg / Ehrenfeld /Löhe/Löher Straße), L284 (Lindlarer Straße/Haus Thal), L284 (Sülztalstraße), L298 (Oberselbach/Dürschtalstraße), L286 (Wipperfürther Straße).

Es werde eine großräumige Umleitung über Dürscheid und Immekeppel eingerichtet. Sobald die Deck- und Binderschicht abgefräst wurde, sei es den Anwohnenden im jeweiligen Abschnitt nicht mehr möglich, mit dem PKW zu ihren Grundstücken zu gelangen.

Für betroffene Gewerbebetriebe würden provisorische Rampen hergestellt, so dass zumindest diese möglichst lange mit Lkw angefahren werden können. Bevor asphaltiert wird, informiere die beauftragte Baufirma noch einmal gesondert. Die Anwohner wurden mit Hauswurfsendungen über die bevorstehende Maßnahme in Kenntnis gesetzt.

Während der Bauzeit trage die Baufirma dafür Sorge, dass Rettungswagen, Feuerwehr jedes Haus erreichen können. Zudem werde es den Anwohnenden möglich sein, jederzeit zu Fuß zu Ihrem Haus zu gelangen. An den Müllabfuhrtagen kümmere sich das Unternehmen auch darum, dass die Mülltonnen geleert werden können. Dafür müsse es die Tonnen unter Umständen an einen Sammelplatz bringen und wieder zurückstellen.

Die Maßnahme werde durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Für die Anliegenden fallen keine Kosten an.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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23 Kommentare

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  1. Könnte man die Baustellen und Umleitungen vielleicht mal mit einer Karte auch für Ortsunkundige wie mich, die gerade mal die nötigsten Wege kennen, verdeutlichen?

  2. Zunächst einmal fände ich es hilfreich, wenn die Kommentare kontinuierlich ins Portal gestellt würden, wenn das möglich ist. Ich meine, dass das früher so war.

    Vom Hören-Sagen kommen wir jetzt also zum Fahren-Hören. Zu behaupten, man könne sehen und hören, wie schnell ein Auto fährt, ist schlichtweg blanker Unsinn. Verließe sich die Polizei auf solche Kaffeesatzleserei, würde in die Kassen der Stadt so viel Geld fließen, dass man nicht mehr die „weißen Flecken“ bebauen müsste.

    „Fahrradfreundliche Stadt“, der Traum von einem Stockholm am Rande des Bergischen Landes, ließe sich nur realisieren, würde man GL komplett abreißen. Das kann man schon an den verzweifelten Versuchen der Stadt ablesen, ein paar 100 m ausschließlich den Farrädern zu überlassen, die da aber gar nicht fahren wollen. Es geht eben nicht, nach 100 Jahren Auto mit all den in dieser Zeit entstandenen Gebäuden und Straßen in 10 Jahren eine „fahrradfreundliche Stadt“ zu murksen. Dies erreicht man nur mit Konsens und nicht, wenn man ständig und gnadenlos auf den MIV einschlägt und inzwischen nicht mal vor Fußgängern (Migenda in Schildgen, wenn die Fußgänger über einen PArkplatz an der Kirche gehen müssen, weil der Fhrradweg den Platz benötigt: Das muss auch mal so gehen!) halt macht. Das Zauberwort „Fahrradwege“, wer auch immer es in die Köpfe der Stadtplaner gepflanzt hat, konnte bisher nur Zwistigkeiten hervorrufen, wenn alle anderen Verkehrsteilnehmer nicht so wollen wie die Fahrradlobby.

    1. Die Antwortfunktion (sogar eingerückt) ist gut. Dass Sie nicht in der Lage sind, dies zu verfolgen, liegt an Ihnen.

      Was nützt ein Beitrag an oberster Stelle, wenn er sich auf einen weiter hinten liegenden Beitrag oder sogar aufkommende Diskussion bezieht.

      Es gibt Datum- und Zeitangaben, also ein bißchen Selbstinitiative.

    2. Ja, das war früher so, aber inzwischen wurde die Kommentarfunktion technisch verbessert. Tempora mutantur …

  3. Hinter dem lakonischen Begriff „Entfall der Fahrten der Buslinie 453“, den Herr Willi Schmitz benutzt, verbirgt sich die erschreckende Tatsache, dass ab nächsten Montag für 2 Wochen die busfahrenden Mitbürger der Stadtteile Oberkülheim und Bärbroich einschließlich etlicher Ortschaften in der Nähe von jeglicher Verbindung mit der Außenwelt abgeschnitten sind. Das heißt, sie können nur noch einkaufen oder einen Arztbesuch machen, wenn sie auf teure Taxifahrten mit Umwegen über Immekeppel oder Dürscheid zurückgreifen. Unglaublich! Was sagt denn unser Bürgermeister dazu?

  4. Mich würde brennend interessieren, wie man in der Zeit der Sperrung von Oberkülheim und Bärbroich mit der Linie 453 zum S-Bahnhof gelangt. Weder das Baustellenmanagement der Stadt noch die Wupsi konnten mir bisher eine Antwort darauf geben. Die Wupsi erklärte mir, sie sei über die Maßnahme bisher noch nicht informiert worden. Wer ist zuständig? Wer sorgt für rechtzeitige (Heute nur noch eine Woche vor der Sperrung!) Regelung dieser Frage?

    1. Sehr geehrter Herr Müller,

      die Homepage der Regionalverkehr Köln weist seit heute Vormittag auf Folgendes hin:

      27.06.2022 – 09.08.2022:
      Entfall der Buslinien 335 und 454 zwischen Kürten und Herkenrath/Ball sowie
      vom 27.06.2022 – 17.07.2022 Entfall der Fahrten der Linie 453 in Richtung Bärbroich/Oberkülheim.

      Weitere Infos siehe:
      https://www.rvk.de/fahrplaene-co/verkehrsmeldungen/linie/454

      https://www.rvk.de/fahrplaene-co/verkehrsmeldungen/linie/453

  5. Gute Morgen
    Meine Frage,
    sind von den Straßensperrungen in Herkenrath die Fußgänger- bzw. Radwege
    links und rechts der Straße auch betroffen?
    Wie komme ich, aus Richtung Kürten kommend, mit Bus oder PKW zum Seniorenzentrum „AGO Herkenrath“ Kirchgasse 1 ?
    Für eine Auskunft wäre ich Ihnen dankbar
    Viele Grüße
    Hans-Theo Cürten

    1. Sehr geehrter Herr Cürten, diese Informationen liegen uns nicht vor, Sie können sich aber direkt an das Baustellenmanagement der Stadtverwaltung wenden:

      Tel.: 02202 14-2588
      E-Mail: baustellen@stadt-gl.de

  6. Vermutlich wird bei beiden Maßnahmen die Verlegung von Glasfaserleitungen oder zumindest Leerrohren nicht vorgenommen.
    Das kommt dann irgendwann durch erneutes Öffnen der Fahrbahndecke.

    1. Telekommunikations- und sonstige Versorgungsleitungen werden regelmäßig nicht unter Fahrbahnen verlegt, sondern daneben. Der Grund dafür ist, dass dann bei Reparaturen oder weiteren Ertüchtigungen gerade nicht die Fahrbahndecke aufgerissen werden muss. Da wird also keine Gelegenheit verschenkt.

      Unter Fahrbahnen liegen in der Regel lediglich Entwässerungsleitungen, an die man nur sehr selten von außen heran muss.

      Außerdem wird, wie im Beitrag zu lesen ist, ohnehin nur an der Fahrbahndecke bis maximal 10 cm Tiefe gearbeitet, der Unterbau bleibt unangetastet.

  7. Liebes in-GL-Team,

    wisst ihr ob auf der Odenthaler Straße nur die Fahrbahn erneuert wird oder auch der marode Radweg?

    1. Nur die Fahrbahn. Da es sich um eine Landesstraße handelt ist der Landesbetrieb straßen.nrw zuständig.

      1. Das ist einfach unmöglich. Straßen.NRW muss an der Stelle auch die Radwege bedienen. Der Weg ist unzumutbar.

      2. Seien Sie froh, ein unbenutztbarer Radweg muss auch nicht benutzt werden. Da kann man dann in Zukunft sehr komfortabel auf der erneuerten Fahrbahndecke radeln.

      3. @Drucker: Ich bin nicht lebensmüde. Dort wird 70 km/h gefahren. Habe auch schon diverse Autos mit 100km/ heizen sehen… Wie gesagt, wenn der Radweg dann nicht ertüchtigt wird, muss man sich mal beschweren…

      4. Herr Brings – Sie scheinen ein Geschwinidigkeitsmessgerät zu besitzen, können deswegen genaue Geschwindigkeitsangaben machen. Könnten Sie dieses Gerät auch einmal anderen Bergisch Gladbachern Bürgern verleihen?

      5. Ich als Fußgänger und Radfahrer schätze innerorts die Geschwindigkeiten von PKW immer anhand der Zeit ab, die der PKW von Laternenmast zu Laternenmast benötigt. Sollte man hier tatsächlich einmal beobachten, dass es weniger als zwei Sekunden sind, wird es wahrscheinlich schon sehr kritisch. Aber zum Glück haben wir ja offenbar keine Probleme mit überhöhter Geschwindigkeit, sonst müssten ja mehr viel mehr und strenger kontrolliert werden und mehr Fahrverbote ausgesprochen werden. Auf Landstraßen bieten sich die Leitpfosten an. Die stehen auf gerader Strecke wahrscheinlich etwas weiter und in Kurven etwas enger als die Laternen.

      6. Wie dumm von der Polizei teure und hochwertige Messgeräte anzuschaffen, wenn das doch auch kostengünstig mittels visueller Laternenmastabstands- und Leitpfostenabstandszeitmessung möglich ist.

      7. @Lukas: Die Polizei nutzt solche geeichten Geräte, um Geschwindigkeitsübertretungen gerichtsfest belegen zu können. Zum Abschätzen des Tempos mit ein wenig Kopfrechnen und dem Sekundenzeiger der Armbanduhr braucht man sie tatsächlich nicht, wäre aber beim Versenden eines Bußgeldbescheids in Beweisnot.

        @Paul Brings: Die Gefahr wird in der Regel nur subjektiv empfunden. Unfälle mit Radfahrern kommen kaum auf gerader Strecke auf der Fahrbahn vor, sondern vorzugsweise dort, wo Radwege in Kreuzungen und Einmündungen rechts an Rechtsabbiegerspuren vorbei geführt werden. Das hat die BASt schon vor Jahren festgestellt, und eigentlich sind diese Konstruktionen schon auf den ersten Blick völlig absurd. Der Gelegenheitsradler scheint sich trotzdem auf solchen Wegen sicherer zu fühlen (und wenn er ein Nudelsieb auf dem Kopf trägt und eine Müllmannweste umgehängt hat, kann ja sowieso niemals nichts passieren).

    2. Der Landesbetrieb straßen.nrw hat sich bereits gemeldet. Demnach ist es richtig, dass der Radweg jetzt nicht mit saniert wird. Er sei jedoch Teil eines größeren Radwegabschnitts entlang der L270, den die Stadt Odenthal im Rahmen einer Vertragsvereinbarung mit dem Landesbetrieb sanieren werde. Wann das passieren soll, das weiß auch der Landesbetrieb nicht. Wir fragen in Odenthal nach.

      Wann diese Sanierung genau erfolgen wird, kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

      1. Danke, dass ihr nachgefragt habt.
        Auch wenn die Antwort ernüchternd ist.
        „Aufbruch Fahrrad“? So wird das nix.

      2. Super, vielen Dank fürs Nachhören! Das ist ja eine Antwort, die zumindest Sinn ergibt.

        Und@ Lukas: An ihrem Kommentar sieht man, wo wir in der Diskussion um eine fahrradfreundliche Stadt derzeit stehen. Wenn sie die Straße kennen und dort gelegentlich mal zu Fuß unterwegs sind, dann hören sie schlichtweg das Tempo jenseits der 50 km/h. Hinzu kommt daß die Straße extrem viel befahren ist. Als Radfahrer dort zu fahren ist komplett lebensmüde.