In der Wasseraufbereitung des Wasserwerks Refrath ist eine mikrobiologische Verunreinigung entdeckt worden. Daher fügt die Belkaw dem Trinkwasser eine minimale Menge an Chlor bei. Betroffen sind vor allem Bereiche in Refrath und Bensberg, aber auch Teile von Kürten und Overath.

Die Belkaw reagiert auf die Verunreinigung mit einer Vorsichtsmaßnahme und werde das Trinkwasser, das das Wasserwerk in Refrath verlässt, leicht chloren, teilt der lokale Versorger mit.

Dieses Wasserwerk versorgt die Stadtteile Asselborn, Bärbroich, Lückerath, Bensberg, Bockenberg, Kaule, Moitzfeld, Refrath, Alt-Refrath, Kippekausen, Frankenforst und Lustheide.

Außerdem sind die Kürtener Ortsteile Spitze sowie Dürscheid betroffen, in Overath sind es Klefhaus, Untereschbach, Immekeppel, Mitteleschbach.

Grund für diese Maßnahme sei eine „mikrobiologische Auffälligkeit“ in einem Teil der Trinkwasseraufbereitung des Wasserwerks. Im Wassernetz selbst seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises erfolge die Chlorung direkt am Werksausgang, bis die Ursache gefunden sei. Damit werde ein Schutzschirm direkt am Wasserwerk aufgespannt; die zugesetzte Chlormenge verteile sich aber sofort im Wasser, beim Verbraucher komme so gut nichts an, erläutert ein Belkaw-Sprecher auf Nachfrage.

Das Trinkwasser sei nach wie vor hygienisch einwandfrei und halte alle strengen gesetzlichen Anforderungen ein. Es könne weiterhin problemlos für alle Anwendungen und den menschlichen Genuss verwandt werden. Das umfasse auch die Zubereitung von Säuglingsnahrung, betont die Belkaw.

Chlor ist ein leicht flüchtiges Mittel zur Desinfektion von Trinkwasser und laut Trinkwasserverordnung zugelassen. Es sei bereits kurze Zeit nach Entnahme des Wassers aus der Leitung nicht mehr wahrnehmbar.

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Redaktion

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15 Kommentare

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  1. Ich möchte noch mal wiederholen, was schon Andere hier ganz richtig festgestellt haben: in vielen Teilen der (auch westlichen) Welt ist es ganz normal, dass das Trinkwasser gechlort wird. In den Städten hat es manchmal schon fast Schwimmbad-Qualität.

    Die Leute dort werden davon aber weder häufiger krank noch haben sie eine kürzere Lebenserwartung. Im Gegenteil wird in diesen Ländern trotz Chlor häufig viel mehr Leitungswasser getrunken als in Deutschland, wo wir bekanntlich Weltmeister im Wasserkasten-kaufen sind – trotz der besten Wasserqualität.

    Das Chloren ist auch nicht auf irgendein Versagen des Versorgers zurückzuführen sondern eigentlich eine Bestätigung für die Qualitätskontrolle. Ursache der Erreger ist dann nicht selten (sofern noch ermittelbar) z.B. Pfusch am Bau. Bei mir in der Gegend gab es mal eine Kontamination durch Mehl(!), womit Bauarbeiter die Dichtigkeit eines neuen Hausanschlusses testen wollten. Das ist in Deutschland aus gutem Grund streng verboten und sowas passiert ja zum Glück wirklich nur extrem selten.

    Und wenn das Wasser dann halt doch mal – für uns ungewohnt – mit Chlor versetzt werden muss, können wir uns damit trösten dass es nur vorübergehend ist.

  2. Herrlich der Kommentar der Redaktion „Und wie gesagt, Sie können das Wasser bedenkenlos trinken. Darum wird ja Chlor hinzugefügt, damit jede Gefahr ausgeschlossen werden kann“. Nach Chlor stinkende Wasser sollte man nicht trinken,das sagt der normale Menschenverstand.

  3. Ich habe seit einigen Wochen starke Magen-Darm Beschwerden und merkwürdigerweise teilte mir meine Ärztin vor ca. einer Woche mit, dass es vielen Menschen hier in BGL ebenso ergeht, Darmentzündung die sich 3-4 Wochen lang zieht. Den extrem stinkenden Geruch und Biofilm auf den Trinkflaschen unserer Kinder habe ich vor der Chlorung wahrgenommen. Könnte dies alles nicht doch etwas mit starken Verunreinigungen des Trinkwassers zu tun haben? Ich koche es jetzt immer ab!

    1. Das Trinkwasser wird in Deutschland sehr engmaschig kontrolliert, auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Wenn Sie Zweifel haben sollten Sie sich zunächst an das Gesundheitsamt des Kreises wenden, oder an die Belkaw.

  4. Also, das Wasser stinkt nicht nur nach Chlor bei der Entnahme (extrem stark) sondern wenn man es im Sodastream verarbeitet hat und ein paar Stunden stehen lässt stinkt es faulig. Das wird immer schlimmer und überschreitet die Ekelgrenze. Bitte teilen Sie uns doch einmal mit was da los ist.

  5. Also leicht gechlort ist ja wohl untertrieben. Selbst beim Duschen merkt man, bzw. riecht man, dass das Wasser gechlort ist. Man merkt es bevor man es trinkt.
    Und das war so ehe ich durch irgendeine Pressemitteilung davon gehört habe. Und ich finde es gehört sich mit zu teilen um welchen Erreger es ich handelt. Der war ja vorher schon in den Leitungen und kann sich durchaus schon in Thermen festgesetzt haben. Jeder der davon betroffen ist sollte informiert sein.
    Nur mit offenen Karten spielen schafft Vertrauen. So kann man in null komma nix das Vertrauen der Abnehmer verspielen. Es besteht also dringend Handlungsbedarf. Ich lasse mein Trinkwasser im Labor untersuchen. Jetzt und wenn es nicht mehr gechlort wird.

  6. Ich rieche das Chlor ganz stark auch länger nach der Entnahme. Mein Gefühl sagt mir : „Trink es NICHT!!“

    1. Kleiner praktischer Tipp

      Jeder sollte zu Hause einen sogenannten Notvorrat an Wasser vorrätig haben.
      Wenn z.b. Der Strom mal ganz lange ausfällt…

      Dieser Vorrat hat aber auch ein Ablaufdatum..

      Also den Schopfe bei der Gelegenheit packen und die alten Notvorräte trinken und durch neue länger wieder haltbare ersetzen.

      Man sollte das Ganze mal Positiv sehen

  7. Also unser Trinkwasser in Lückerath/ Bensberg riecht seit Tagen extrem nach Chlor ! Ich kann mir gar nicht vorstellen dass es gesundheitlich unbedenklich ist auch für Kinder ?! Zumindest ist es sehr eklig und hört auch gar nicht mehr auf ! Aber natürlich ist die Chlorung wichtig und gut , dass es erkannt wurde. Trinken würde ich es gerade nicht – leider – weil wir das Leitungswasser eigentlich trinken. Hoffe es geht bald vorbei. Danke

  8. Mittlerweile ist man auch längere Zeit nach der Entnahme deutlich über der Wahrnehmungsgrenze. Subjektiv hat auch die Bekömmlichkeit des Wassers abgenommen. Wir werden das Wasser zunächst nicht mehr trinken. Wie gesagt, alles subjektive Eindrücke.

    1. Vermutlich spielt dabei auch der Nocebo-Effekt eine Rolle, aber schön ist der Geruch natürlich so oder so nicht. Die Alternative – womöglich tausende Bürger mit Dünnpfiff durch verkeimtes Wasser – ist aber auch nicht allzu erstrebenswert, also werden wir da wohl durch müssen.

  9. Guten Tag schön wäre eine Information wie lange das Problem mit dem Trinkwasser und dem Chlor dauern soll da wir das Wasser auch trinken.

    1. Sobald die Belkaw Entwarnung gibt melden wir uns, aber Prognosen sind da nicht möglich. Und wie gesagt, Sie können das Wasser bedenkenlos trinken. Darum wird ja Chlor hinzugefügt, damit jede Gefahr ausgeschlossen werden kann.

  10. Wahrnehmbar ist das durchaus auch noch ein Weilchen nach der Entnahme. Aber es wäre schließlich auch keine Alternative, die Bevölkerung übers Trinkwasser zu verkeimen.

    Also warten wir wieder mal ab, bis der Geschmack zur gewohnten Qualität zurückkehrt.