Mit der Drehleiter wurde eine Person aus dem brennenden Obergeschoss gerettet. Fotos: Feuerwehr GL

Am Freitagmorgen stand in Schildgen ein Haus in Flammen, in dem die Stadt Obdachlose untergebracht hat. Die Feuerwehr rettete eine eingeschlossene Person und löschte den Vollbrand. Zwei Bewohner wurden schwer verletzt, drei weitere leicht.

Per Notruf war die Feuer- und Rettungsleitstelle um 9:18 Uhr über ein Brand in einem Wohnhaus im Hoppersheider Busch in Schildgen informiert worden, berichtet die Feuerwehr Bergisch Gladbach. Da sich offenbar noch Personen in der Obdachlosenunterkunft befanden wurden die Besetzung der beiden hauptamtlichen Feuerwachen sowie die Freiwillige Feuerwehr in Schildgen und Paffrath in Marsch gesetzt, 70 Einsatzkräfte in 23 Fahrzeugen.

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Das Obergeschoss des Hauses stand in Flammen, in einem Fenster im zweiten Obergeschoss rief eine Person um Hilfe, schildert die Feuerwehr die ersten Eindrücke. Die Person wurde rasch mit einer Drehleiter gerettet; auch ein Sprungtuch war vorsorglich in Stellung gebracht worden.

Vier Bewohner hatten sich bereits selbständig ins Freie gerettet. Zunächst war unklar, ob sich noch weitere Personen im Gebäude aufhielten – das war aber nicht der Fall.

Zwei der Betroffenen wurden schwer verletzt behandelt und in Krankenhäuser gebracht. Drei weitere Bewohner wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst an der Einsatzstelle betreut.

Insgesamt seien in der städtischen Unterkunft 15 Personen registriert, zehn waren aber zur Brandzeit nicht vor Ort.

Am Gebäude hinterließ das Feuer schwere Schäden, auf Fotos sind deutliche Risse im Obergeschoss zu sehen. Daher wurde ein Statiker zu Rate gezogen, der eine Einschätzung zur weiteren Nutzung des Gebäudes vornehmen wird. Vorerst ist das Gebäude unbewohnbar.

Mitarbeiter der Stadt aus den Jugend und Soziales sowie Immobilienbetrieb waren vor Ort, die erneut obdachlos gewordenen Wohnungslosen sollen in anderen Objekten der Stadt unterkommen.

Gegen Mittag wurde der Einsatz der Feuerwehr beendet. Fachkräfte der Polizei haben mit der Ermittlung der Brandursache begonnen.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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