Durch die Energiepreis-Pauschale haben die Kirchen mehr Steuern eingenommen. Aus diesen Mittel stellt das Erzbistum Köln drei Millionen Euro zur Verfügung. Für Einzelfallhilfen, für Beratung und für Unterstützung von Gemeinden, Vereine und Gruppen, die in der Not helfen – auch über die katholische Kirche hinaus.

Im Winter werden die hohen Energie- und Lebensmittelpreise viele Menschen mit geringen und niedrigen Einkommen in Not bringen, warnt die Leitung des Erzbistums in einem Brief an die Gemeinden – und stellt Hilfe in Aussicht. Insgesamt sollen drei Millionen Euro weitergegeben werden, die den Kirchen über die Kirchensteuer auf die Energiepreis-Pauschale im September zufließen.

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Finanzhilfe für Wärmestuben, Essensausgaben und andere Angebote

Neben den Einzelfallhilfen sollen 250.000 Euro an Kirchengemeinden, -verbände sowie Vereine und kirchliche Gruppen gehen, die bereits „Initiativen und Aktionen zur Abmilderung der Armutsfolgen“ anbieten.

Dazu zählt die Ausweitung von vorhandenen Angeboten, wie beispielsweise Wärmestuben, Essenausgaben oder auch Tauschbörsen. Gleichzeitig werden neue Aktionen gefördert, die warme Räume schaffen.

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„Es schmeckt“ in der der Suppenküche von St. Laurentius

Eine warme Mahlzeit – die gibt es an vier Tagen die Woche, 52 Wochen im Jahr, in der Suppenküche von St. Laurentius in der Stadtmitte. Das zieht vor allem die Alten und Einsamen an, deren Bedrängnis weit vor der Wohnungslosigkeit beginnt. Die Suppenküche ist zugleich ein gutes Beispiel, wie Kirche abseits von Skandalen ohne großes Aufhebens ganz selbstlos für Menschen da ist.

Für die Umsetzung wird auf das Netzwerk der Aktion Neue Nachbarn (ANN) zurückgegriffen, das Kirchengemeinden und katholische Einrichtungen dabei unterstützt, pastoral-karitative Projekte zu initiieren und umzusetzen.

Einladung an alle Kooperationspartner

Im Rheinisch-Bergischen Kreis lädt die Aktion Neue Nachbarn aber auch alle  Kooperationsorganisationen und -initiativen ein, die Fördermöglichkeiten des Erzbistums zu nutzen, sagt Gabriele Atug-Schmitz, die Integrationsbeauftragte der ANN. Für Informationen stehen sie persönlich bereit, es gibt sie aber auch auf der Homepage der Aktion.

Dort sind die konkreten Förderkriterien sowie die Antragsformulare zu finden, mit denen ab sofort und wie gewohnt schnell und unkompliziert Fördergelder für Initiativen beantragt werden können, um Armutsfolgen abmildern zu können.

Einzelfallhilfe und Beratung wird vorbereitet

Für die Einzelfallhilfe und die Beratungsangebote sind die Caritas Rhein-Berg und derDiözesancaritasverband im Moment dabei, neue Strukturen zu schaffen. Bis es dazu konkrete Informationen gibt wird es wohl noch bis Anfang Dezember dauern, sagt Taug-Schmitz.

Die direkte Energiekostenzuschüsse sollen auch an Haushalte gehen, die aus der Ukraine geflüchtete Menschen aufgenommen haben.

Bei der Beratung soll es auch darum gehen, zu klären, auf welche Hilfen vom Jobcenter, vom Sozialamt oder von der Wohngeldstelle man zurückgreifen kann.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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