Foto: Thomas Merkenich

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Die Feuerwehr Bergisch Gladbach ist mit den Erkenntnissen des „Warntags“ am Donnerstag zufrieden. Dank 1900 Rückmeldungen aus der Bevölkerung weiß sie nun ziemlich genau, wie weit Sirenen und Warn-Apps reichen. Und leitet daraus konkrete Empfehlungen ab.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach hatte zum Warntag die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bergisch Gladbach mit einer digitalen Umfrage um Rückmeldungen zur Wahrnehmung der Warnmittel gebeten.

„Wir sind überwältigt von der Anzahl der Rückmeldungen. Das digitale Formular wurde innerhalb von 24 Stunden genau 1.900-mal ausgefüllt und bietet uns nun eine optimale Grundlage zur qualitativen Bewertung des Warnmittelmix im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach“ erläutert Simon Schwab, Projektleiter bei der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

In Zusammenarbeit mit dem Geodatenservice der Stadt Bergisch Gladbach wurde ein Formular entwickelt, welches eine strukturierte und grafische Auswertung ermöglicht, um insbesondere bei den Sirenensignalen mögliche Schwachstellen ausmachen zu können.

Sirenen erreichen 92 Prozent der Bevölkerung

Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, dass die Sirenensignale subjektiv sehr gut zu hören waren, für 32 % waren die Sirenen leise zu hören und lediglich von 8 Prozent der Befragten waren die Sirenen nicht zu hören.

In den ländlichen Stadtteilen lag die Quote bei „nicht zu hören“ erwartungsgemäß leicht über dem Schnitt. Hier prüft die Feuerwehr Bergisch Gladbach nun weitere Maßnahmen. Rund 94 Prozent der Befragten gaben an, dass während des Probealarms die Fenster geschlossen gewesen waren.

Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass 92 Prozent der Menschen im Stadtgebiet mit den Sirenen erreicht werden können. Damit ist die Feuerwehr Bergisch Gladbach zufrieden. Die Topografie, die Bebauung sowie die Verhältnismäßigkeit der Kosten haben bei der Wahl der optimalen Sirenenstandorte eine Rolle gespielt. Hinzu kommen geeignete Gebäude und letztendlich auch die Wetterlage.

Warnung auf dem Handy erfordert modernes Smartphone

„Es muss jedem bewusst sein, dass wir nicht 100 Prozent der Bevölkerung über Sirenen
erreichen werden. Gerade aus diesem Grunde ist der Mix der unterschiedlichen Warnsysteme so wichtig. Mit Cell-Broadcast bekommen wir vom BUND ein neues, sehr
zuverlässiges Warnmittel zusätzlich an die Hand“ so Jörg Köhler, Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

Die Auswertungen haben ergeben, dass 62 Prozent der Befragten den Cell-Broadcast-Alarm
auf ihrem Smartphone angezeigt signalisiert bekommen haben. Diese Quote wird in den nächsten Jahren steigen, da dieses Verfahren aktuell nur bei moderneren Smartphones genutzt werden kann.

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Die Feuerwehr Bergisch Gladbach empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern auf den Mix der angebotenen Warnmittel zu setzen. Gerade dort, wo ggf. die Sirenensignale nicht optimal wahrzunehmen sind, sollte ggf. ein weiteres Warnmittel, wie z.B. die Warn-App NINA oder ein modernes Smartphone in Betracht kommen.

Die Warn-App NINA hat bei 67 Prozent der Befragten eine Warnung ausgegeben. Das in NRW eher unbekannt System KATWARN wurde lediglich in 19 Prozent der Befragten genutzt.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für die tatkräftige Unterstützung in Form der Rückmeldungen über das Online Tool oder über die Kommentarfunktion in den sozialen Netzwerken der Feuerwehr, wo ebenfalls über den Warntag berichtet wurde.

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Feuerwehr GL

Elmar Schneiders, Pressesprecher der Feuerwehr Bergisch Gladbach

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