Zum ersten Spatenstich für die neue Gemeinschaftsgrundschule Bensberg an der Karl-Philipp-Straße waren nicht nur Bürgermeister, Planer und Bauarbeiter gekommen – sondern auch Schülerinnen und Schüler. Einer von ihnen gab das Motto vor: „Wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber schon näher dran als gestern“. Bis zum Schuljahr 2025/2026 soll die Schule fertig sein.

Der erste Spatenstich ist getan, jetzt rücken die Bagger an: Am Dienstag gaben Bürgermeister Frank Stein und Stadtkämmerer Thore Eggert als zuständiger Schulbaudezernent das Signal zum Baubeginn der neuen Gemeinschaftsgrundschule Bensberg an der Karl-Philipp-Straße. Einige Kinder der GGS durften bei der kleinen Feierstunde einen Minibagger des Bauhofs (mit Hilfe des Baggerführers) selbst „steuern“ und so bei den Arbeiten zu ihrer neuen Schule symbolisch mitwirken.

Spatenstich und Bagger fahren

„Der Schulbau und die Schulsanierung sind vordringliche, aber auch finanziell extrem belastende Ziele der kommenden Jahre und Jahrzehnte“, erklärt Bürgermeister Stein beim Spatenstich. „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir nach mehreren Großprojekten bei den weiterführenden Schulen nun auch den Auftakt für einen Grundschul-Neubau feiern.“

Kämmerer Eggert ergänzt: „Das bauliche Konzept der künftigen GGS Bensberg ist sehr überzeugend, und ich bin sicher, dass hier über eine lange Zeit moderner Unterricht möglich sein wird.“

Neben dem Bürgermeister und dem Kämmerer brachten sich auch vier Kinder in die Veranstaltung ein. Unter dem Motto: Was verbinden wir als Schulgemeinschaft mit diesem Spatenstich, fassten die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken wie folgt zusammen:

„Wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber schon näher dran als gestern“

„Mut steht am Anfang des Handels. Glück am Ende“

„Heute ist ein wunderbarer Tag, um etwas Neues zu beginnen.“

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst. Es wächst in seinem Tempo.“

Spontan entschieden Frank Stein, Thore Eggert und alle anderen Anwesenden, dass diese Zettel bei der kommenden Grundsteinlegung mit in die Zeitkapsel gelegt werden soll, um auch an diesen wichtigen Schritt zu erinnern.

Die Schulkinder halfen dem Bürgermeister und dem Kämmerer beim offiziellen Spatenstich. Die Belohnung für die tatkräftige Unterstützung ließ auch manchen Erwachsenen wieder Kind werden: Alle Kinder, die wollten, durften einmal im Bagger Platz nehmen und unter Anleitung ein wenig im Sandhaufen baggern und eine 360 Grad Wende mit dem Führerhaus vollziehen.

Weiterer Verlauf der Baumaßnahme bis zur Fertigstellung

In den kommenden Wochen bis Ende April werden die Erdarbeiten stattfinden; es ist nicht zu vermeiden, dass in dieser Zeit die Anwohner der unmittelbaren Nachbarschaft durch den Abtransport des Bodens verstärkt mit Verschmutzungen ihrer Wohnstraßen leben müssen.

Das Bauunternehmen ist beauftragt, für die regelmäßige Reinigung der Fahrbahn zu sorgen. Für diese und auch weitere Belästigungen, die mit dem Neubau zu tun haben, werden die Anlieger um Verständnis gebeten. Ein entsprechendes Informationsschreiben wurde als Hauswurfsendung verteilt.

Im Anschluss soll Anfang Mai 2023 der Rohbau beginnen. Die weiteren Gewerke werden sukzessive in 2023 ausgeschrieben. Geplant ist die Übergabe des fertigen Gebäudes im ersten Halbjahr 2025.

Hintergrund: Langer Planungsprozess

Bereits seit Ende 2017 liefen die Vorbereitungen für den Neubau bei Hochbau-, Schul- und Jugendverwaltung der Stadt in enger Zusammenarbeit mit den Leiterinnen von Grundschule und Offenem Ganztag. Das Bergisch Gladbacher Architekturbüro Kniffler ermittelte zunächst die Grundlagen für den Neubau und erstellte erste Entwürfe.

Der Grundsatzbeschluss zum Neubau und die weitere Beauftragung des Architekturbüros Kniffler sowie der notwendigen Fachplaner bis zur Entwurfsplanung wurde im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr im Juni 2019 beschlossen.

Die Planung bis zur Entwurfsreife folgte dann im Eiltempo bis zum Herbst 2019; den Beschluss zur Umsetzung der Entwurfsplanung fasste der Fachausschuss daraufhin im Dezember 2019. Damals lag eine erste Kostenschätzung über 12,5 Mio. Euro zugrunde. Der Auftrag sollte an einen Generalplaner vergeben werden; die Unterlagen für die Ermittlung und Beauftragung wurden Anfang 2020 erarbeitet; das Vergabeverfahren begann daraufhin im Juli 2020 und endete im Dezember mit dem Zuschlag an das Planungsbüro hmp Architekten in Köln-Brück.

Veranschlagte Kosten: 18,5 Millionen Euro

Nach Vertragsschluss im April 2021 erstellte der Generalplaner u.a. eine Kostenprognose über 17 Mio. Euro, was auf die zwischenzeitlichen massiven Kostensteigerungen sowie Planungsanpassungen zurückzuführen war. Daraufhin fasste der Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft eine Kostenanpassung in Höhe von insgesamt 18,5 Mio. Euro, um auch Kostensteigerungen während der Bauzeit auffangen zu können.

Nach weiteren Planungs- und Abstimmungsprozessen mit Objektplaner, Fachplaner und Verwaltung wurde der Bauantrag für den Neubau im Januar 2022 gestellt. Die städtische Bauaufsicht erteilte die Genehmigung im Oktober 2022. Unmittelbar anschließend konnten die ersten Ausschreibungen – Tiefbau und Rohbau – europaweit ausgeschrieben und beauftragt werden.

Weitere Beiträge zu GGS Bensberg

Parallel dazu wurde der Abriss des Altbaus in Auftrag gegeben. Unter Federführung der städtischen Umweltabteilung erfolgte zunächst die Schadstoffsanierung, bevor das Gebäude mit schwerem Gerät dem Erdboden gleichgemacht wurde. 

Die Schülerinnen und Schüler von Grundschule und Offener Ganztagsschule sind schon zum Schuljahresbeginn 2021/2022 in ihre Interimsschule auf dem Gelände des Schulzentrums Saaler Mühle umgezogen. Hier nutzen sie seitdem einen Teil der Containerbauten, die für die Sanierung von Realschule und Gymnasium dort aufgestellt worden waren.

Wenn alles nach Plan läuft, ist diese Übergangsphase zum Schuljahr 2025/26 wieder beendet. Kinder und Pädagogen können dann die lang erwartete nagelneue Schule mit allen „Schikanen“, die zum zeitgemäßen Lernen hinzugehören, in Gebrauch nehmen.

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Pressestelle Stadt BGL

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1 Kommentar

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  1. Man rechne mal nach: Der Bedarf stand 2017 fest, bis zum Beginn der Maßnahmen sind das 6 Jahre. Das Schuljahr 2025/2026 beginnt nach den Sommerferien 2205. Das sind 9 Jahre, bis in GL begonnen werden kann, eine dringend nötige Schule zu bauen. Die CDU hat dabei den größeren Anteil der Versäumnisse, hat sie doch versäumt, ihrer Erfüllungsgehilfin namens Verwaltung Dampf zu machen.