In zweiter Reihe hinter bestehender Bebauung am Diepeschrather Weg (auf Höhe der Breslauer Straße) soll auf 1,5 Hektar Fläche eine lockere Einfamilienhaus-Bebauung entstehen. Foto: Google Maps

Am Diepeschrather Weg in Paffrath entsteht eine neue kleine Siedlung und damit verbunden auch ein Rückenhaltebecken – zum Schutz des Mutzbachs und um das Regenwasser in ganz Diepeschrath einzufangen. Dafür werden jetzt mehrere Bäume gefällt, darunter auch zwei 40 Meter hohe Pappeln. Um mögliche Fledermausvorkommen zu sichern sind umfangreiche Maßnahmen geplant.

Der Bebauungsplan Nr. 1521 aus dem Jahr 2018 sieht Neubauten auf Grundstücken entlang der Planstraße „Diepeschrather Wiese“ vor. Im Vorfeld der Erschließung ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens erforderlich. Das Becken dient dem ökologischen Gewässerschutz des Mutzbachs und hält das gesamte im Einzugsgebiet Diepeschrath anfallende Regenwasser zurück. Der Bau wird nun in Kürze im Auftrag des städtischen Abwasserwerks realisiert.

Für die Umsetzung des Bauvorhabens ist es erforderlich, mehrere Bäume zu fällen. Unter anderem müssen auch zwei ca. 40 Meter hohe Pappeln fallen. Die Stadt hat für die Planung deshalb einen landschaftspflegerischen Begleitplan aufgestellt, der beurteilt, wie groß der Eingriff durch die Baumaßnahme ist, wie man ihn reduzieren kann, wie man für den nicht reduzierbaren Teil einen Ausgleich schafft und welche Schutzmaßnahmen während der Bauzeit ergriffen werden müssen.

Für die Fällung der Pappeln und das nebenstehende kleinere Gehölz wurde eine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde eingeholt. Auflage in dieser Genehmigung ist unter anderem, dass die Bäume nur während der Fällperiode bis zum 28. Februar gefällt werden und vorher durch Fachpersonal auf Besatz mit Fledermäusen kontrolliert werden.

Hintergrund: Der Bau des Beckens auf Basis des B-Plans 1521 von 2018 war in März 2022 zunächst im Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt, Soziales und Ordnung (AIUSO) von der Ampel gestoppt worden, weil Grüne, SPD und FDP zunächst die Kosten überprüfen wollten; die waren von ursprünglich 700.000 Euro auf 3,6 Millionen Euro gestiegen. Im Mai gab der Ausschuss die Mittel dann frei. (Redaktion)

Eine weitere Auflage aus der naturschutzrechtlichen Genehmigung ist das Aufstellen eines Amphibienschutzzaunes parallel zur zukünftigen Erschließungsstraße bis zum Mutzbach. Dieser soll verhindern, dass Amphibien bei der Wanderung zwischen den Feuchtgebieten in das Baufeld geraten. Der Zaun wird im Vorfeld der Kanalbauarbeiten aufgestellt und nach Fertigstellung der Baumaßnahme zurückgebaut.

In den kommenden Wochen – Ende Januar/Anfang Februar – werden die Aufträge zur Fledermauskontrolle, für den Amphibienschutzzaun und zur Fällung der Bäume nun ausgeführt. Das Stammholz der Pappeln wird anschließend nicht einfach entsorgt, sondern im angrenzenden Wald als ökologisch wertvolles Totholz aufbereitet.

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