Auf Höhe der Buchmühle ist die Durchfahrt nur für den Rad- und Lieferverkehr sowie für Rettungsfahrzeuge erlaubt.

Die CDU hatte die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße grundsätzlich abgelehnt, jetzt macht sie Front gegen den laufenden Verkehrsversuch. Sie hält Bürgermeister Frank Stein, den Grünen, der SPD und auch der FDP „pure Ideologie und Symbolpolitik“ vor, die zu Chaos führe. Daher verlangt sie von Stein den sofortigen Abbruch des Versuchs und ruft die Bürger:innen zu Protestmails auf.

„Pure Ideologie und Symbolpolitik haben Bürgermeister Frank Stein (SPD) gemeinsam mit Grünen, SPD und FDP unmittelbar nach der Kommunalwahl dazu veranlasst, eine Fahrradstraße Laurentiusstraße gegen unseren erbitterten Widerstand und den vieler Anlieger durchzusetzen“, schreibt die CDU Bergisch Gladbach in einem Beitrag auf Facebook. Sie fordert die Bürger:innen auf: „Machen auch Sie Ihrem Unmut über dieses Verkehrschaos Luft und schreiben Sie an Bürgermeister Frank Stein“ – und liefert die Adresse gleich mit.

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In einer später verschickten Presseerklärung äußert sich die CDU-Fraktion in einem etwas ruhigeren Ton, auch hier ist die Botschaft eindeutig: „Die von vornherein aberwitzige Idee, Verkehrsteilnehmer über einen zentralen Parkplatz abzuleiten, erzeugt Chaos.“ Die Fraktion richtet sich direkt an den Bürgermeister: „Stoppen Sie das Chaos! Beenden Sie JETZT diesen unsinnigen Verkehrsversuch und stellen Sie die bisher praktizierte Lösung wieder her!“

Barriere soll Durchgangsverkehr stoppen – Stein skeptisch

Zur Erinnerung: Um den Durchgangsverkehr aus der künftigen Fahrradstraße herauszuhalten soll die Laurentiusstraße zu einer unechten Sackgasse werden, mit einer visuellen Barriere auf Höhe der Einfahrt zur Buchmühle.

Um die Auswirkungen auf den gesamten Innenstadtverkehr zu testen hatte der Stadtrat auf Vorschlag der FWG beschlossen, diese Lösung in Form eines dreimonatigen Versuchs zu untersuchen.

Bürgermeister Stein hatte sich bereits vor und beim Start des Verkehrsversuchs mehrfach skeptisch geäußert, ob diese Verkehrsführung funktionieren könne.

Rückstau im Berufsverkehr

Die Ableitung des Verkehrs (der die ausgeschilderten Umleitungen ignoriert oder aber die untere Laurentiusstraße anfahren muss) über die Buchmühle funktioniert zwar grundsätzlich, führt dort aber im Berufsverkehr zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen.

Da sich dieser Verkehr in die Achse Hauptstraße / Schnabelsmühle einfädeln muss kommt es morgens und nachmittags zu einem Rückstau, der sich oft von der Stadtbibliothek über die gesamte Buchmühlenstraße zurück erstreckt – auch noch zehn Tage nach Start des Versuchs.

Die Verwaltung hatte argumentiert, die Verkehrsteilnehmer würden sich nach einer kurzen Zeit an die neuen Verhältnisse gewöhnen und statt über die Laurentiusstraße außen um die Innenstadt herum fahren.

„Aberwitzige Idee“

Die „aberwitzige Idee“, den Verkehr „über einen zentralen Parkplatz abzuleiten, erzeugt Chaos. Der Innenstadtparkplatz wird zweckentfremdet“, konstatiert die CDU. Bei wärmerem Wetter werde es zudem zu Konflikten mit Fußgängern und der Außengastronomie an der Buchmühle kommen.

Die CDU hat aber auch darüber hinaus Auswirkungen auf den Innenstadtverkehr registriert: „Chaos in der Innenstadt, Stau vom Driescher-Kreisel bis zum Kreisel an der Lochermühle, im Tunnel, auf der Bensberger- und der Sander Straße, Auto an Auto in der Odenthaler Straße und Am Mühlenberg“, gibt Lutz Schade, Sprecher der CDU im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen (AMV) zu Protokoll.

Christian Buchen, der stellvertretende Fraktionschef, spricht von „Ärger und Wut bei Anwohnern und Fußgängern, die neuerdings endlose Blechlawinen vor ihrer Haus- oder Geschäftstüre ertragen müssen.“ Die Umweltbelastung in der Innenstadt sei erheblich angestiegen. Autofahrer müssten „mehr als 10 Minuten mehr Zeit und umständliche Wege in Kauf nehmen“. Betroffenen berichteten, so die CDU, dass sie nun bis zu 45 Minuten für eine Strecke von 1000 Metern benötigten.

Daher fordert die CDU, den Verkehrsversuch sofort abzubrechen und den alten Zustand wieder herzustellen.

Stadt verweist auf politischen Beschluss

Dagegen verweist die Stadtverwaltung, dass es einen politischen Beschluss für diesen Verkehrsversuch über drei Monate gibt, dieser Auftrag werde umgesetzt. Die Verwaltung beobachte natürlich die Situation vor Ort, eine erste vorläufige Bewertung soll demnach in der kommenden Woche erfolgen.

Neue Schilder weisen daraufhin, dass die Buchmühle in dieser Richtung zur Sackgasse geworden ist. Über viele Stunden am Tag ist auf auf der Buchmühle relativ ruhig, aber im Berufsverkehr stauen sich hier die Autos weit zurück.

In den vergangenen Tagen hatte die Verwaltung bei der Beschilderung in Details nachgebessert; so war bereits an der Ecke Hauptstraße / Buchmühle ein Schild aufgestellt worden, dass die Durchfahrt zur Laurentiusstraße nicht mehr möglich ist. Größere Eingriffe in die jetzt gewählte Verkehrsführung seien jedoch nicht möglich, weil das die Ergebnisse des Verkehrsversuchs verfälschen würden.

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Redaktion

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84 Kommentare

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  1. Außer Spesen nichts gewesen! Der Bürgermeister hat den Verkehrsversuch heute für gescheitert erklärt…

  2. An alle, die sich hier erlauben, im Namen „aller Bürger“ oder „der großen Mehrheit der Bürger“, also evtl. auch im meinem Namen, zu sprechen:

    Das Projekt, die Bergisch Gladbacher Innenstadt autofrei zu gestalten begrüße ich persönlich sehr. Meine Hoffnung ist deshalb auch, dass bald weitere kleine Straßen zu Gunsten von Fußgängern und Fahrradfahrenden ebenfalls verkehrsberuhigt werden.

    Klar ist für mich, dass ein Umdenken von bisherigen Gewohnheiten zwingend erforderlich ist. Daher freue ich mich sehr, dass sich in Sachen Klimaschutz jetzt endlich etwas bewegt und nicht nur ständig darüber geredet wird.
    Ich fahre nur selten mit dem Rad, gehe jedoch alle 2 bis 3 Tage ca. 2 km zu Fuß in die Stadt. Meinen PKW bewege ich daher für Kurzstrecken kaum noch.

    Wenn es altersbedingt erforderlich sein wird, werde ich mein Auto abmelden und mit dem dann eingesparten Geld, schätzungsweise EUR 2.000,- bis EUR 3.000,00 im Jahr, kann man im täglichen Leben problemlos Taxi- oder sonstige Fahrdienstleister in Anspruch nehmen.

    Getränke oder sonstige sperrige/schwere Sachen und auch viele andere Dinge des täglichen Bedarfs kann man sich ja heute auch ohne Schwierigkeiten anliefern lassen.

  3. Felix . Frage: womit wird in Deutschland das meiste Geld verdient und dadurch auch die meisten Steuergelder vom Staat eingenommen ? Und Sie wollen also alle Autos , auch die elektrischen abschaffen? Dann würden auch die Steuern, die im Zusammenhang mit den Autos anfallen , ebenfalls wegfallen.
    Es wäre schön,wenn all die Protestierer mal etwas wirklich sinnvolles tun würden. Idee: Geld für eine Photovoltaik Anlage sammeln z, B. Und diese auch installieren lassen ,vielleicht auf einem angemieteten Dach oder Grundstück. Ich wäre sofort mit einer Spende dabei!

  4. Na fein, da hat die CDU nun ein Aufregerthema gefunden und möchte der Stadtverwaltung per Facebook eine außerparlamentarische Opposition einbrocken. Dass wir das noch erleben dürfen!

    Allein, mit der Logik hat es die CDU nicht so recht: „Chaos in der Innenstadt, Stau vom Driescher-Kreisel bis zum Kreisel an der Lochermühle, im Tunnel, auf der Bensberger- und der Sander Straße, Auto an Auto in der Odenthaler Straße und Am Mühlenberg“ oder „endlose Blechlawinen“ – das alles soll einmal durch die schmale Laurentiusstraße gepasst haben? Oder wie möchte man sonst den Zusammenhang zwischen Verkehrsversuch und Blechlawinen herstellen? Wenn die Behauptungen der CDU zuträfen, hätte man früher die Autos in der Laurentiusstraße in mehreren Schichten stapeln müssen.

    Also, liebe CDU, das mit dem Populismus müsst ihr erst noch lernen. Absurde Behauptungen aufzustellen, das könnt ihr schon, aber diesen Behauptungen zumindest einen ersten Anschein von Plausibilität zu verleihen, das klappt noch nicht so richtig.

    1. Seltsam ist doch, dass alle die aufgeführten Verkehrsprobleme vor diesem Versuch nicht vorhanden waren.
      Und das können alle Bürger, die nicht ideologisch mit dem Virus „Radfahren“ verseucht sind, bestätigen.

      1. Die Verkehrsprobleme gab es immer schon, nur jetzt haben manche
        Leute halt ein prima Aufhänger für diese Geschichte.
        Und nur weil ich Radfahrer bin (und Autofahrer), bin ich noch nicht krank, wie Ihre Formulierung mit dem Virus ja zum Ausdruck bringt.
        Aber so ist das, wenn man auf anders denkende trifft.

      2. „Die Umweltbelastung in der Innenstadt sei erheblich angestiegen.“ Auf welchen Erkenntnissen fußt diese Feststellung? Gibt es schon erste Messergebnisse?

      3. Ich bin auch weder mit dem Virus belastet noch verseucht. Sie sollten sich etwas zurücknehmen in Ihrer Wortwahl.
        (Seuche = gefährliche ansteckende Krankheit, die sich schnell ausbreitet)

      4. Hahahaha, vor dem Versuch keine Verkehrsprobleme. Da hat aber jemand vom BÖSEN STRAUCH geraucht. Hahahaha. Der Witz ist gut gibt’s dann Rosenmontag einen Motto Wagen Hahahaha.

      5. Herr de Lamboy, das erfinden Sie doch nur. Oder Sie haben sich bisher immer mit verbundenen Augen durch die Stadt kutschieren lassen und deshalb keine Verkehrsprobleme wahrgenommen.

        Tatsache ist doch, dass die Laurentiusstraße nie die Kapazität für all die Autos hatte, die angeblich jetzt auf einen Schlag zum Verkehrschaos führen. Das ist der offensichtliche (und ziemlich peinliche) Denkfehler in der CDU-Polemik.

        Und selbst wenn man sich spaßeshalber einmal derart dem Absurden nähern und annehmen würde, dass Ihre Beobachtungen tatsächlich auf Beobachtung beruhen und auch noch zutreffen würden: Sie liefern dann immer noch keinen Beleg, dass es sich um Kausalität und nicht bloße Koinzidenz handelte.

      6. Im Kommentar von de Lamboy Bernd ist ei Fehler aufgetreten.
        Ein Virus „Radfahren“ gibt es nicht. Es gibt allerdings sehr wohl „Virus Auto“, welches H. Knoflacher schon in den 1970ern entdeckt hat. Ein für Menschen sehr gefährliches Virus, welches das Gehirn angreift. Besonders gefährdet sind Leute, die Stadtplanung betreiben. Die bauen dann Strukturen, die das Virus zur weiteren Verbreitung benötigt.

        In Deutschland sind bislang an Virus Auto allein wegen der Unfälle über 800.000 Menschen gestorben.

  5. „Stein skeptisch“…. da hat der gute Mann wohl gerade mehr als eine Hand am Rettungsschirm, um nicht mit seinen Koalitionären auf dem harten Boden der Realität zu landen. Mal abwarten, wann die Leine gezogen wird.

    1. Mit ihnen gibt es nichts zu diskutieren. Sie sind der Gegner dieser Straße in Person. Erstellt Gruppen auf Facebook in denen er AFD Beiträge teilt, ideologische Beiträge der FDP unterstützt und das ohne jegliche Belege und sogar extra bei Herr Stein an der Tür klopft nur damit vor seiner Immobilienfirma zwei Parkplätze erhalten bleiben. Sie als Lobbyist sollten die Finger aus der Politik lassen.

      1. Hallo Herr oder Frau Felix, das ist überaus unsachlich, wie Sie auf Herrn Nagelschmidt reagieren. Sie brauchen offenbar ihr Feindbild.

        Wie lange müssen die Staus denn noch werden, bis auch Sie merken, dass dieser „Versuch“ schon vorher keine Lösung war, erdacht von Herrn Migenda, der offenbar glaubt, alles zu wissen und mir beratungsresistent erscheint. Vielen geht es gar nicht um die Sache, sondern nur ums Rechthaben um jeden Preis.

      2. Herr Schlösser,
        ich bin auch immer für Sachlichkeit zu haben. Daher unterstütze ich Ihren Anspruch, der aber für Sie selber leider nicht unbedingt zu gelten scheint.

        Ihre Behauptung, Herr Migenda – könnte Ihr Feindbild sein – hätte den Verkehrsversuch „erdacht“ ist nach der Pressemitteilung der Stadt so nicht korrekt: „Getestet wird eine Indirekte Sackgasse für Kraftfahrzeuge, um damit den Durchgangsverkehr zu minimieren. Diese Empfehlung hat die Fachkommission aus Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Verkehrsplanung und Verkehrsflächen dem Ausschuss gegenüber ausgesprochen.“

        Und selbst wenn, wäre er nicht als allwissend zu bezeichnen, da es dann diesen Versuch, der dazu dienen soll eben die Folgen der neuen Verkehrsführung zu evaluieren, erst gar nicht gebraucht hätte. Das Ergebnis nach Ablauf des Testzeitraumes wird dem AMV als faktenbasierte und damit relevante Beratungsgrundlage zur Entscheidung dienen.

        Ich befürchte, dass Sie sich als aktives CDU Mitglied vom allgemeinen populistischen und polemischen Umgangston Ihrer Partei haben etwas verführen lassen.

      3. Wenn es stimmt, dass Nagelschmidt AfD-Beiträge auf Facebook teilt (ich selbst nutze Facebook nicht), hat er sich tatsächlich für jeden Diskurs diskreditiert. Nur Rassisten teilen Rassisten. Und mit Rassisten nicht reden zu wollen ist ein vollkommen legitime Position.

      4. Genau, mit denen (AfD-lern) sollte man tatsächlich nicht reden. Sonst würde man ja von dem Kakao trinken, durch den die einen ziehen wollen (frei nach Erich Kästner).

        Es kann nur darum gehen, diese Leute an ihren Vorhaben zu hindern. Aber wurden nun AfD Beiträge geteilt?

  6. Die Stadt Bergisch Gladbach soll
    sich mehr um Lärmbelästigung Raserei in Straßen mit 30 Zone kümmern und keine leeren Versprechungen machen.

  7. Das die CDU zur Hexenjagt bläst wundert mich schon sehr.
    Da kommt mir doch sofort Lüdenscheid & Hendrik Wüst……in den Sinn. Die CDU sollte vielleicht mal ganz leise sein.

    1. Hat Herr Wüst die Rahmedetal-Brücke zur Fahrradstraße umgewidmet? Das wäre ja mal eine echte Umverteilung von Straßenraum.

  8. Wenn man mitten in der Stadt wohnt muss mit Verkehrslärm leben!

    Man kann nur hoffen dass der Versuch abgekürzt wird und mehr auf den alten Menschen und den fehlenden Behindertenparkplätze Rücksicht genommen wird.

  9. „Chaos in der Innenstadt, Stau vom Driescher-Kreisel bis zum Kreisel an der Lochermühle, im Tunnel, auf der Bensberger- und der Sander Straße, Auto an Auto in der Odenthaler Straße und Am Mühlenberg“

    „Ärger und Wut bei Anwohnern und Fußgängern, die neuerdings endlose Blechlawinen vor ihrer Haus- oder Geschäftstüre ertragen müssen.“

    „bis zu 45 Minuten für eine Strecke von 1000 Metern“

    Fast kommt es mir so vor, als gäbe es zu viel motorisierten Individualverkehr in Bergisch Gladbach. Busvorrangspuren, Taktverdichtung, 49 Euro Ticket (gerne auch weniger), Einführung realistischer Preise fürs Parken, Ausbau der Fußwege und der Radinfrastruktur – so viele Möglichkeiten, daran etwas zu verändern.

    PS: Jemand schrieb, ein E-Bike wäre zu teuer. Das Auto ist schon heute die teuerste Form der Fortbewegung, selbst wenn man die 40% der Kosten, die die Allgemeinheit trägt, abzieht: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800921003943

    1. Finde den Fehler:
      …49 Euro Ticket (gerne auch weniger), Einführung realistischer Preise fürs Parken…

      1. Die Umschichtung von Subventionen zur Verhaltenssteuerung ist durchaus sinnvoll und wird in vielen Bereichen gemacht. Nichts anderes schlage ich hier vor. Wie die Subventionen momentan verteilt werden ist einfach sehr unvernünftig.

      2. Vestehst du eigentlich, was du da schreibst?
        Umverteilung, Strafsteuern und gezielte Subventionen sind Mittel, die Bevölkerung in Abhängigkeit zu halten und ideologische Ziele durchzusetzen.

      3. @Bob
        „Vestehst du eigentlich, was du da schreibst?“

        Nach so einem Satz sollte dann aber schon etwas substantielleres kommen.
        Ohne „gezielte Subventionen“ könnten Sie und die meisten anderen sich das regelmäßige Autofahren vermutlich nicht leisten – und ohne Umverteilung und Steuern hätten Sie nicht mal Straßen um darauf fahren zu können…

      4. Puh, das geht aber schnell in eine schräge Richtung. Wer hält denn die Bevölkerung in Abhängigkeit, zu welchem Zweck?

        In der von mir verlinkten Studie wird gezeigt, dass 40% der Kosten eines Autos von der Gesellschaft getragen werden. Das ist ne ziemlich heftige Subvention, finde ich. Das ist Geld, das besser eingesetzt werden kann. Immerhin ist da draußen Klimakatastrophe.

      5. Oh, Sebastian scheint wohl nicht der einzige zu sein, der die Zusammenhänge nicht sieht.
        Nehmt mal alle staatlichen Zuwendungen und Vorteile weg. Wer von euch kann dann noch ein Haus bauen, eine Wohnung kaufen, ein E-Auto fahren, sich ein Kind leisten, Miete und Heizkosten bezahlen… Vermutlich nicht mal mehr 1/3 kann sich das alles aus eigenen Mitteln und ohne Umverteilung leisten. 2/3 sind also potenzielle Wähler der Regierung, weil sie darauf angewiesen sind, dass der Staat weiterhin die Mittel anderer einkassiert und ihre Ausgaben mitträgt. Gedacht war das Umverteilungsprinzip mal als Hilfe für wirklich Bedürftige. Inzwischen finanzieren sich dadurch ganze Bevölkerungsschichten.
        Vielleicht geht das jetzt etwas am Thema vorbei, aber am Ende hat alles mit allem zu tun.

  10. Liebe Mitbürger, ich melde mich hier mal als Bewohner der Laurentiusstraße.

    Seit der Verkehrsversuch gestartet ist hat sich die tägliche und im besonderen die nächtliche Geräuschkulisse erheblich reduziert. Tagsüber fahren nicht mehr irgendwelche Ortsfremde, die durch ihr Navi vermeintlicherweise auf den schnellsten/kürzesten Weg durch eine schmale Geschäfts- Wohnstraße geführt werden, durch die Laurentiusstraße.

    Nachts werde ich nicht mehr aus dem Bett gescheucht, weil ein Auspuffgrollender Sport-SUV Wagen, deren Fahrer offenbar ihren Gasfuß auch in einer 30iger Zone nicht im Zaum halten können, durch die Straße brettert. Ganz abgesehen von den Abgasen die in dieser doch sehr schmalen Straße mit hohen Häusern auf beiden Seiten sich subjektiv stark verringert haben.

    Sicherlich ist es richtig das die Ableitung von verirrten Autofahrern über den Buchmühlenparkplatz unzumutbar ist.

    Aber hier ist eine bessere und eindeutigere Beschilderung z.B. schon vor der Feuerwache an der Paffrather Straße erforderlich. Denn der Stau zu Berufsverkehrszeiten in der Buchmühlenstraße wird nicht etwa durch Arbeiter und Angestellte, die Feierabend haben, oder Bewohner die irgendwo hin müssen, verursacht. Diese Autofahrer sind diejenigen die meinen sie könnten die Laurentiusstraße als Abkürzung in Richtung Romerscheider Höhe oder Odentahler Straße benutzen.

    Ich bin dafür, mit eventuellen Nachbesserungen in der Beschilderung den Verkehrsversuch über die 3 Monate beizubehalten und dann erst ein Resume zu ziehen.

    Allen die, wie oben schon jemand sagte, für 1000m ihr Auto anschmeißen und sich in den städtisch Verkehrsstau stellen bleibt zu sagen, probiert mal das Fahrradfahren in Bergisch Gladbach. So schlecht wie viele es hier darzustellen versuchen ist es nicht. Ich komme gut zurecht und bin oftmals schneller als die Autofahrende Gemeinde.

    In diesen Sinne, allen eine schönes Fahrradfahrendes Wochenende.

    1. Wenn das jetzt noch von den „Schreihälsen“ verstanden wird, wäre es schön. Besser kann man es als „Betroffener“ nicht ausdrücken.

    2. Vielleicht sollte man dem Bürgermeister auch schreiben, wenn man eine Weiterführung des Versuchs befürwortet. Das würde der CDU-Kampagne ein Stück weit den Zahn der Einseitigkeit ziehen.

      1. Die CDU betreibt eigene Klientelpolitik in der Wählerschaft der Autofahrer. Deshalb gibt es auch regelmäßig Steuergeschenke, wie zB die Brötchentaste. Man stürzt sich populistisch auf Themen, die mit einer Strategie wirklich gar nichts zu tun haben! Das eigene Mobilitätskonzept schläft sein 2016 den Schlaf der Gerechten und der Bürgermeister aD genießt seine Pension. So sehen die Prioritäten der Opposition aus!

      2. Man könnte noch hinzufügen, dass die CDU-Klientel selbst gern verkehrsberuhigt wohnt. Das mit dem Populismus ist leider wahr. Dabei gibt es doch so viele Themen, wo sich die CDU nützlich machen könnte. Beispielsweise ist abzusehen, dass die Einrichtung der „Sofortschulen“ zu Verkehrsproblemen mit Elterntaxis und Gefahr für Leib und Leben führen wird. Dazu schweigt man aber meiner Wahrnehmung nach (nicht nur bei der CDU).

  11. Glückwunsch an alle feigen Pseudonym-Nutzer, dass die Redaktion ihre Beiträge noch zulässt.

    Die Situation des laufenden und fahrenden Verkehrs wurde von allen Ratsmehrheiten seit dem Weltkrieg äußerst fahrlässig ignoriert. Das potenzieren die momentan Regierenden in schrecklicher Weise. So wie keiner wirklich weiß, wo unsere Stadt hin will oder soll, gibt es kein Verkehrskonzept, und man kann nicht erkennen, dass dies geändert werden soll.

    Angefangen mit den Fahrradstreifen auf der Kölner Str., die bergauf ohnehin niemand und bergab nur solche Fahrradfahrer nutzen, die sich mutig auf diese Straße wagen, wo der Verkehr mit LKWs und Bussen durchsetzt ist, die kaum aneinander vorbeikommen und im Zweifel die Radspur nutzen. Ein völlig in die Hose gegangenes Objekt, dass eine Fahrradfahrt zum Busbahnhof in Bensberg ermöglichen sollte, obwohl ab Buddestraße kein Fahrradweg mehr zur Verfügung steht.

    Danach kam die Buddestraße, die mit breiter Fahrradspur und nach lauten Rufen des „adfc“ Fahrradfahrer – auch wieder Richtung Busbahnhof – einen Berg hinauf aus Richtung GL locken sollte. Entweder hatten diese Planer keine Kenntnis unserer Topographie, ignorierten diese zugunsten eines sinnbefreiten Versuches oder unterwarfen sich der immer lauter schreienden Fahrradlobby. Dieser Versuch wurde GsD nicht zu Wirklichkeit.

    In GL selbst wurde die 400-m- Verbindung zwischen 2 Kreisverkehren mit einer eine Fahrspur wegfallen lassenden Fahrradspur als großer Wurf angekündigt und gelobt. Fahrräder sieht man dort nur sehr selten.

    Und nun die Laurentiusstraße, ein Objekt, dass viel Ärger Politikern und Anwohnern bringt, viel Geld verschlungen hat, vor allem für Kinder im Bereich des Parkplatzes äußerst gefährlich ist (wer mag alle Vernunft über den Haufen geschmissen haben und sich das hat einfallen lassen?), Parkplätze wegfallen lässt (auch solche für Menschen mit Behinderung, was Herr Migenda für einen zu akzeptierenden Kollateralschaden hält), anderen Parkplatzsuchenden (Odenthaler Str.) die hoch gebührenpflichtigen Plätze ohne Kostenerstattung zuweist und das alles für ein paar Fahrräder, die sich ab und zu in diese Straße verirren.

    Es wäre ja alles nicht so schlimm, man könnte fast über diesen Schildbürgerstreich lachen, wären die Auswirkungen dieses sinnbefreiten Versuchs nicht so schrecklich. Und alle, die hier so schreien, dass die Autos von der Straße müssten, gegen Topographie Pedelecs eingesetzt werden können, Menschen mit Behinderung und solche höheren Alters sich anpassen müssten, vergessen, dass verlässliche E-Bikes mindestens € 2.500,00 kosten, Menschen mit Behinderung und Eltern mit Kindern auf Autos angewiesen sind und größere Lasten nur motorisiert auf 4 Rädern transportiert werden können. Sie mögen einmal daran denken, dass sie selbst in solche Situationen geraten könnten und sich dann ihre bisher egoistische Meinung um 180 Grad drehen würde. Von Ideologie, Wahlversprechen und Lobbyisten-Hörigkeit möchte ich gar nicht erst schreiben.

    1. Danke für den Glückwunsch.
      Das leben ist Veränderung, schade, das Sie so verbissen sind.

    2. Wieso ist man feige, wenn man auf Pseudonyme oder Vornamen zurückgreift? Muss man denn mit Klarnamenangabe etwas befürchten?

      Übrigens gehöre ich zur Gruppe „Eltern mit Kindern“ und bin nicht auf ein Auto angewiesen.

    3. Ach, Herr Havermann, dass Ihnen Pseudonyme oder abgekürte Namen nicht passen, ist inzwischen bestens bekannt. Offenbar entbindet Sie das Lamento darüber von der Mühe, sich mit irgendwelchen Sachargumenten auseinanderzusetzen.

  12. Zur Klarstellung liebe Kollegen der CDU: die FDP hat gegen diesen Versuch gestimmt. Die politische Verantwortung dafür liegt bei Rot / Grün und der FWG. Dieser Versuch ist zur Lachnummer in der Stadt geworden, wobei der Ärger der direkt Betroffenen sehr verständlich ist. Der FDP ist schleierhaft, wie eine Verwaltung solch ein nicht zu Ende gedachten Experiment überhaupt vorschlagen und umsetzten kann. Die FDP schliesst sich der Forderung der CDU an, diesen Versuch sofort abzubrechen.

  13. Liebe Leser, liebe Redaktion,
    ich stelle eine Zunahme von Vornamen fest ( Babsy, Hans, Felix, Bob…..) auf deren Kommentare ich nicht antworten möchte, auch wenn der volle Name der Redaktion bekannt ist.
    Wo liegt das Problem, das nicht der richtige Vor und Zuname hier nicht veröffentlicht werden kann?( diese Frage geht an die Schreiber)
    Herzliche Grüße
    Brigitta Opiela ( Mitglied der CDU Ratsfraktion)

    1. Wenn Sie nicht antworten möchten, dann ist das ja auch kein Problem.
      Ich könnte mich ja auch Max Mustermann nennen, was würde das ändern?

    2. In der digitalen Welt ist es möglich Anonymität zuwahren oder ist es für sie CDU-Mitglieder immer noch „Neuland“?

    3. Gegenfrage: wo liegt das Problem bei Vornamen? Man muss ja nicht anworten, wenn man nicht will. Aber wieso hängt das vom Namen ab? Es kommt doch auf den Inhalt an, sollte man meinen.

      1. Richtig, Christian-Andreas,
        Allerdings beginnt mit den Vornamen – mehr noch bei Kunstnamen (wozu ich auch falsche Vornamen zähle) – ein Versteckspiel. Viele befreien sich damit von den anerzogenen Rücksichten bis hin zu Ausfällen, Pöbeleien und Hetze. Auch wird dadurch verborgen, ob sich hinter dem Kommentar besondere Interessen verbergen (z.B. Anlieger – Geschäftsinhaber).
        Deshalb sehe ich dieses Versteckspiel kritisch (wie Fr. Opiela – wir Ratsleute sind übrigens verpflichtet unsere „Klar“Namen zu verwenden).

      2. Schauen Sie, Herr Bacmeister: wie in den anderen Kommentaren auch schon gesagt wurde, gibt es im Netz ein paar Besonderheiten.

        Es stimmt schon, dass Vornamen (ob nun wahr oder falsch) oder Kunstnamen etwas verstecken. Aber auch die Angabe eines vollen Namens kann falsch sein.

        Wer will Ihnen bezüglich Pöbelei und Hetze widersprechen? Die wäre aber auch bei Klarnamenangaben (ob wahr oder falsch) abzulehnen und zu moderieren.

        Das mit den Hintergrundinformationen über die Interessen (Anlieger, Gewerbe, etc.) eines Kommentators ist richtig. Die kann man aber mit falschen Klarnamenangaben verbergen. Das gehört leider zum Netz dazu, womit man sich auseinandersetzen muss (Putins Toll Armee lässt grüßen).

        Fazit: es wäre gut, wenn auch weiterhin anonym Äußerungen und Handlungen aus der Lokalpolitik kritisiert werden dürfen. Vielen Dank für den Hinweis, dass für Ratsleute andere Maßstäbe gelten.

    4. Hallo Frau Opiela,
      an meiner geäußerten Meinung ändert sich nichts, nur dass mein wahrer oder vollständiger Name hier kundgetan würde.
      Solange ich mich nicht beleidigend, rassistisch oder anderweitig anstößig verhalte und ausdrücke gibt es keinen Grund für die Offenlegung meines Namens. (Mit dem Sie im übrigen nichts anfangen könnten. Und denoch habe ich einen guten Grund, anonym zu bleiben.)

    5. ….ich frag mich was eine solche Diskussion bringen soll. Namen sind Schall und Rauch. Soll doch jeder si schreiben wie ihm gefällt….

    6. Mich stören weniger die Vornamen und Pseudonyme, als unsachliche und mit wütenden Adjektiven gespickte Beiträge einiger Schreiber *innen, auch wenn z.B. Herr de Lamboy seine Kommentare unter Klarnamen verfasst. Der Klarname macht den Beitrag nicht konstruktiver. Für Pseudonyme gibt es sicher auch gute Gründe. Feige ist nur, wer unter Pseudonym pöbelt und hetzt. Wer soll denn die Klarnamen auf ihre Echtheit prüfen?

  14. Zu diesem ganzen Blödsinn, dem die komplette „Expertenrunde“ samt Experten von Polizei und Feuerwehr auch noch zugestimmt hat, kommen auch noch die Schäden an dem Pflaster im Parkplatzbereich. Das Pflaster ist in solchen Bereichen, bedingt durch das Beschleunigen, Abbremsen und Kurvenfahren, grundsätzlich nicht so geeignet. Erst recht durch den zunehmenden Verkehr werden die Schäden, d.h. loses Pflaster, bald erkennbar sein. Aber auch so etwas wird die politischen Entscheidundsträger wie die Grünen, FW etc. nicht beeindrucken. Man will die Fahrradstraße haben, man will die Autos weghaben. Basta.

    1. Sie haben nicht Mal im Entwurf nachgeguckt und fangen schon an wirrloses Zeugs zu reden. Die Straße wird komplett neu saniert wenn sie zur Fahrradstraße umwidmet wird. Und ja ich will die Autos weghaben haben genug davon in Gladbach an jeder Ecke. Basta.

      1. Sie haben in Ihren Besserwisser- und Belehrungswahn a la Grüne noch nicht einmal den Text gelesen. Es geht um den Zustand der Strasse Buchmühle! Und seien Sie sich sicher – die Lauerentiusstrasse wird bald wieder für KFZ wie früher befahrbar sein. Da können Sie sich auf die Strasse kleben oder wie ein Baby herumschreien. Ätsch.

  15. Guten Morgen zusammen, ich möchte an dieser Stelle mal anmerken, dass es mir inzwischen extrem zuwider ist, wie hier seit Jahren in Bergisch Gladbach Verkehrspolitik betrieben wird und Bürger „Fahrradfahrer gegen Autofahrer“ ausgespielt werden.

    Man muss doch hier mal klar sagen, dass Bergisch Gladbach im Speckgürtel von Köln massiv gewachsen ist und es bis jetzt kein sinnvolles Verkehrskonzept für diese Großstadt gibt. Da wurde die letzten Jahrzehnte einfach geschlafen.

    Es ist doch Quatsch von der CDU (jetzt Oppositionspartei, lange Regierungspartei in GL) zu behaupten der Verkehr staut sich wegen den 5m Fahrradstraße in der Laurentiusstraße. Der Verkehr staut sich inzwischen überall, weil die Stadt für die Menge an Individualverkehr einfach nicht ausgelegt ist.

    Das Problem hat doch inzwischen jede Großstadt. Der öffentliche Nahverkehr ist eine Katastrophe was die Anbindung an Köln angeht. Taktung und die Verlässlichkeit der S-Bahn ist unterirdisch schlecht. Einzeltickets für die Busse sind einfach sehr teuer.

    Warum nicht mal drüber nachdenken, ob es wie in anderen Städten am WE einfach kostenlose Busse geben sollte (Tübingen, Nancy u.a.), damit nicht jeder zum Auto greift? Warum nicht mal sinnvolle gemeinsame Kommunalpolitik betreiben, was den Bürgern der Stadt zugute kommt, statt immer nur den schwarzen Peter hin und her zu schieben.

    Ich möchte nicht als Feind jedes Autofahrers angesehen werden, wenn ich aufs Fahrrad steige und die aktuellen Diskussionen befeuern das aktuell massiv.

    1. Danke Frau Rothe für die klare Beschreibung der Gesamtsituation! Das „Meinungshamsterrad“, in dem wir uns gerade befinden, könnte noch ewig so weiterlaufen…
      Als einen Ausbruch aus demselben sollten wir tatsächlich die Fakten, die mit dem Umbau der Laurentiusstraße einhergehen, verstehen. Er steht ja symbolisch auch für die noch zu erwartenden Schwierigkeiten, die uns ja als Gesellschaft als Antwort auf die Klimakrise überhaupt noch erwarten.
      Dass konservative Kreise mit ihren rückwärts gewandten Erwartungshaltungen die damit einhergehenden Unbequemlichkeiten beklagen, gehört auch dazu und das muss ertragen werden.
      Alle die von Ihnen genannten Verkehrsmittel sollten für Lösungsansätze mit einbezogen werden. Der Weg zu geglückten Ergebnissen dürfte noch lang und steinig werden. Nach Erreichen des Ziels wird sich das Laurenziusstraßenthema jedoch als unbedeutendes Relikt einer unrühmlichen Verkehrsvergangenheit in BGL erweisen.

  16. Herr Stein, auch Sie werden mal älter oder krank und können kein Fahrrad mehr fahren.
    Jetzt muss ich weite Umwege fahren, was auch CO2-Ausstoß erhöht. So wie es vorher war, kamen die Fahrradfahrer doch auch zu ihrem Recht, von Unfällen habe ich auch nichts gehört.
    Dieser Versuch kostet Geld und spaltet die Bevölkerung .

    1. Und ich muss auf Straßen fahren die nicht Mal einen Schutzstreifen haben… Wissen sie wie viele Umwege ich und andere Verkehrsteilnehmer fahren müssen um nicht ihr eigenes Leben zu riskieren? So so und Sie denken auch wirklich Herr Stein macht es für sich selbst? Um Gottes Willen ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu antworten…

    2. Gehen Sie mal aufmerksam in Bergisch Gladbach spazieren. Dann finden Sie weiße „Geisterräder“ in Andenken an die getöteten Radfahrer.

      1. Ich bezweifle das mehr als 20 % der Autofahrer wissen was die Geisterräder bedeuten. Wenn ich sehe das kaum ein PKW sich beim überholen an einen Abstand hält.

  17. Es ist ja fast schon unglaublich, wie Personen, die offensichtlich der ewig gestrigen Autolobby nahestehen, argumentieren: Von ‚wahnsinnigen, ausschliesslich ideologisch begründet‘ über ‚schwachsinnigen Versuch‘ bis zu ‚Quatsch‘. Gott sei Dank gibt es auch sinnvolle Kommentare. Den ewig Gestrigen sei gesagt, dass wir uns alle ändern müssen, wenn wir den Generationen nach uns eine Chance geben wollen. Und wenn denn Personen weiterhin der Meinung sind, Wege von 1.000m per Auto erledigen zu müssen- dann ist denen kaum noch zu helfen. Ich empfehle jedem, der nicht versteht oder verstehen will, dass wir uns verkehrstechnisch ändern müssen, einen Besuch in holländischen Städten: um die 50% Radverkehr, eine zufriedene und gesundere Bevölkerung, florierende Innenstädte!
    Hoffentlich bekommen wir in BG endlich die Kurve zu lebenswerteren Innenstädten. Und ja, ich selbst fahre Auto (auf Langstrecken), ab und an Motorrad, und in der Stadt zu weit mehr als 90% Rad- täglich, das inkludiert Köln und Leverkusen.

  18. Es war verwirrend…
    Grundsätzlich wusste ich was mich erwartet. Wenn auch unfreiwillig, durfte ich bereits vor 2 Jahren am Freilandversuch „Buddestraße“ teilnehmen. Genau wie damals, eine Menge (verwirrender) Schilder und viel gelbe Farbe auf der Straße. Ein zufällig hier langfahrender dürfte mit den Information überfordert sein. Auf der Strecke über den Parkplatz wird es dann richtig spannend. Gefühlt befindet man sich auf einer Straße, auf der rechts vor links gilt. Oder ist es doch ein öffentlicher Parkplatz ohne eindeutige Regelung, wo die Vorfahrt individuell zwischen den Verkehrsteilnehmern auszuhandeln ist?
    Baut den Blödsinn wieder ab!

  19. Es handelt sich um einen Verduch über 3 Monate, das Ergebnis bleibt abzuwarten. Der Druck, der durch die CDU aufgebaut wird, ist sehr undemokratisch. Ich kann mich an keine sinnvolle Maßnahme der langjährig „regierenden“ CDU erinnern, die für andere Verkehrsteilnehmer außer PKW-Benutzer Vorteile gebracht hat.
    @ Herr de Lamboy – es hat niemand ihre Fraktion in der Vergangenheit daran gehindert, die Schultoiletten zu sanieren! Eine etwas schräge Begründung für den Abbruch des Verkehrsversuches, finde ich.

  20. Als Fahrradfahrender benutze ich praktisch täglich die Laurentiusstraße auf dem Heimweg vom Büro nach Hause, und begrüße diese Verkehrsführung sehr. Als Auto- und Motorradfahrender benutze ich die Laurentiusstraße nie, obwohl ich in der Nähe wohne.
    Was in anderen Kommentaren als „Emotionen“ genannt wird, halte ich schlichweg für schlechtes Benehmen, und ist selbst für Regionalpolitiker unwürdig. Hier wäre die CDU aufgerufen, sich konstruktiv einzubringen – was im übrigen dem Bild von politischer Arbeit gut tun würde!

    1. Seit wann kann sich eine Partei konstruktiv einbringen wenn sie im Jahr 1950 stehen geblieben ist…

      1. Nein , das kann man aber wirklich nicht sagen. 195o ging ich in die kfm. Lehre und bekam im Monat 24 DM. Nein, mit ihrem Namen ist ein gewaltiger wirtschaftlicher Aufschwung verbunden, der es uns u.a. erlaubt Luxus Fahrräder zu besitzen.

  21. Eine schöne Idee das Bergisch Gladbach verkehrsberuhigten und Fahrrad freundlicher werden sollte. Leider ist die jetzige Umsetzung ein einziges Chaos und führt keinesfalls zu einer Verkehrsberuhigung. Schade!

  22. Die Probleme und Kosten, die durch diesen wahnsinnigen, ausschließlich ideologisch begründeten Umerziehungsversuch entstehen, während sie bei der Sanierung der Schultoiletten und der Hauptverkehrsstraße eingesetzt worden. Hier hätten sie der Allgemeinheit gedient.

    1. Was der Allgemeinheit dient ist eine Reduzierung des motorisierten Verkehrs und der damit entstehenden Umweltbelastung. Sowohl was die Abgabe aber auch den Lärm angeht.

      @Herr de Lamboy: Sie wohnen doch auch sehr gerne ruhig und verkehrsberuhigt.

      1. @ Babsy, wenn ich also ruhig wohnen möchte, muss ich also die Strasse, an der ich wohne zur Fahrradstrasse machen, und den Verkehr einfach den Menschen, die auch einer innerstädt. Strasse ( hier die Srasse Am Broich ) aufdrücken ?! Das scheint allen Radfahrern ja egal zu sein.

      2. Nein Herr de Lamboy,
        jeder sollte sein Verkehrsverhalten überdenken und eher mal das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen oder zu Fuß gehen. Und nicht jede Strecke mit dem Aut0 zurücklegen.

  23. Die Verursacher dieses schwachsinnigen Versuches müssten jetzt spätestens erkannt haben, dass sie damit die große Mehrheit der Bürger verärgert. Ich habe schon mehrfach nach den Ergebnissen, der, angeblich durchgeführten Verkehrszählung, gefragt, aber bis heute keine Antwort bekommen. Auf Basis welcher Ergebnisse hat eine so genannte „Fachkommission“ entschieden, einen solchen Verkehrsversuch, an der ungeeignetsten Straße in Bergisch Gladbach durchzuführen. Wieviel Fahrräder haben eigentlich diese Straße bisher benutzt, und was man sich von dieser Fahrradstraße für zukünftige Zahlen versprochen.

    Oder haben sich vielleicht Mitglieder, oder den Radfahrerparteien nahestehende Personen diesen Quatsch ausgedacht!?

    Das würde bedeuten, dass jeder, der sich durch den aktuellen Lärm in seiner Straße, egal ob Hauptverkehrsstraße, Durchfahrtstraße oder Geschäftsstraße einfach eine Umwandlung in eine Fahrradstraße beantragen kann.

    1. #de Lemboy. Kleines Quiz (bitte nicht als Polemik verstehen) für Sie
      A: Wieviel Umleitungskilometer mussten vor der Öffnung Fahrradfahrer auch bei Wind, Regen und Kälte auf sich nehmen?
      B: Wie hoch ist die körperliche Belastung eines z.B. SUV-Fahrers bei v.g. Wetterbedingungen pro Umwegkilometer heute?
      C: Wie groß sind die Zeitunterschiede für die Umwege zwischen Rad- und PKW-Fahrendenden unter Einbeziehung von Stausituationen?
      Vor der Beantwortung bitte die Fragen sorgfältig lesen und durchdenken. Danke. Auf Ihre Antworten bin ich echt gespannt… (Und nicht kneifen)

      1. Sehr gerne Antworte ich Ihnen Herr Richter.
        zu 1. Fahrradfahrer mussten nicht einen einzigen Kilometer Umweg auf sich nehmen. Die Laurentiusstrasse konnte immer in beide Richtungen befahren werden.
        zu 2. es geht doch garnicht um eine körperliche Belastung, weder für SUVs noch für PKW Fahrer. Auch nicht um Zeitunterschiede ( zu 3.).
        Was ist denn der tatsächliche Grund, hier eine Umleitung über einen Parkplatz und über eine, ohnehin jetzt schon stark befahrene Strasse und über einen ebenfalls in Hauptverkehrszeiten ebenfalls sogar sehr stark frequentierten Turbokreisel zu erzwingen? Die Entlastung einer innerstädtischen Strasse, die bisher von allen Fahradfahrern problemlos befahren werden konnte. Aber eben auch von Besuchern des MKH. Für diese Bürger, die entweder dort arbeiten, oder dort medizinisch Behandelt werden, ist die vorliegende Lösung eine absolut unsinnige Schikane. Denn die Strasse wird jetzt genauso befahren, wie vorher, nur eben von der anderen Seite. Dazu kommt noch, dass die Strasse Am Broich, die an einer Schule vorbei führt und an der auch Menschen wohnen, die aber jetzt erheblich stärker belastet werden. Die Kinder, die zur Schule gehen sind jetzt eben viel stärker gefährdet, und das sind erheblich mehr, als die aktuell zu zählenden Radfahrer auf der L‘ strasse. Dabei fällt mir wieder ein, dass ich auf meine Frage nach den Zahlen der Verkehrszählung immer noch keine Antwort habe.
        @Herr Watzlawek berichtete, dass ihm diese Zahlen vorliegen.
        So, jetzt Sie wieder Herr Richter

    2. Die Laurentiusstraße durfte bis zur Öffnung für den Fahrradverkehr (etwa vor neun Monaten) nicht in beide Richtungen von Fahrradfahrern befahren werden.
      Es mußte immer ein gefährlicher Umweg die Odenthaler Straße hinunter gefahren werden.

      1. Dann war also das Radfahren in beide Richtungen erlaubt! Was war daran nicht ausreichend?

      2. Herr de Lamboy,
        ich bezog mich auf Ihre Aussage „Die Laurentiusstrasse konnte immer in beide Richtungen befahren werden.“ Das „immer“ ist nicht korrekt. Und daher mussten Fahrradfahrer bis zu der Öffnung Umwege fahrenn

  24. Immer mehr Emotionen. Aber: Der Ortsfremde guckt auf die Beschilderung und fährt erst gar nicht in die Laurentiusstr. Der Ortskundige hat von der neuen Regelung und dem Bohei, der darum gemacht wird Kenntnis und fährt erst gar nicht in die Laurentiusstr. Dann bleibt eine frustrierte laute Minderheit und um die bemüht sich natürlich die Opposition. Normal.

    1. Hallo W.Esch,
      so ist es. Wer ein Kraftfahrzeug führen darf muss auch Schilder/Hinweise lesen und begreifen können.
      Wenn man sich die Kommentare anschaut erkennt man, dass es mittlerweile auch eine nicht kleine Anzahl von Einwohnern gibt die sich über die neue Verkehrsführung freuen. Von mir aus können wir in Bergisch Gladbach noch viele Fahrradstraßen und Sperren einrichten. Es lebe der individuelle Fahrradverkehr.

  25. Wer da mit dem Auto langfährt, hat den eigenen Zeitverlust selbst zu verantworten.

    1. Genau das ist ja das Ziel dieses Versuches. Man muss die Straße unattraktiv machen bevor man sie zur Fahrradstraße umwidmet. Ja mit der Fahrradstraße ist das Verkehrsproblem für Fahrradfahrer in Bergisch Gladbach nicht gelöst aber es ist ein erster Ansatz mehr Gerechtigkeit auf den Straßen zu bringen. Und die Gegner wissen gar nicht wie glücklich es einen macht wenn man ein Stück Freiheit erlangt mit seinen anderen Bürger und Bürgerinnen. Aber warte: Freiheit bedeutet sowohl für die FDP als auch CDU nur für sein eigenes egozentrisches Weltbild. Mit denen gibt es nichts zu diskutieren. Weiter so Herr Stein und Herr Migenda!

      1. Eben, schon klar. Es gibt keinen Grund für Beschwerden. Wenn, dann müsste man diese Beschwerden an sich selbst richten.