Stellten die Grundideen des Netzwerks vor (v.l.n.r.): Anja Henk-Göbel, Dietmar Fischer, Lisa Valerius, Bonnie Schreiner, Tina Docken, Arnd Bader und Kai Zander, Foto: Mareike Lahm / Die Kette e.V.

Die erste Netzwerkveranstaltung „Wohnen Bergisches Land” lockte zahlreiche Akteure aus den Bereichen Pflege und Wohnen sowie interessierte Bürger:innen nach Bergisch Gladbach. Thema des gemeinsamen Austauschs war das Wohnen im Alter. Dabei bot die Veranstaltung eine Plattform für die Vernetzung und war Ideenschmiede für alternative Versorgungsformen im Bergischen Land.

Das Netzwerk soll sich künftig aus Privatpersonen, Ehrenamtlichen, Pflegeanbietern, Institutionen und Architekten zusammensetzen. Gemeinsam sollen regionale Projekte entwickelt werden, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Bürgerinnen und Bürger im Alter wohnen wollen und welche Herausforderungen es hierbei zu meistern gilt. Ziel ist es, Angebote zu bündeln und zu vernetzen, aber auch neue Ideen auszutauschen und Denkanstöße zu geben, wie die eigene Wohnvorstellung umgesetzt werden kann.

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Die Netzwerkveranstaltung bot eine Gelegenheit, gemeinsam Ideen zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren gerecht werden und gleichzeitig die Lebensqualität im Bergischen Land erhöhen.

Vorträge und Workshops für neue Ideen

Im großen Sitzungssaal des Kreishauses führte Arnd Bader vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz durch die Veranstaltung. Sein Kollege Dietmar Fischer gab einen ersten Einblick in veränderte Wohn-Biografien, die durch den gesellschaftlichen und demografischen Wandel bedingt sind. Bonnie Schreiner und Lisa Valerius vom Rheinisch-Bergischen Kreis stellten in ihrem Impulsvortrag den Zusammenhang zwischen Pflegenotstand und dem Bedarf eines alternativen Versorgungsnetzwerks vor.

Christina Docken und Kai Zander vom Verein WQ4 präsentierten ihre Idee einer Wohnschule, die weitere Impulse für die moderierten Workshops im Anschluss bot. Hier ging es vor allem um Lösungen im Bereich des Wohnens und um alternative Versorgungsstrukturen. In der Wohnschule werden Interessierte auf ihrer Suche nach alternativen Wohnformen begleitet und erhalten Entscheidungshilfen, wie sie eigene Ideen rund um das Thema „Wohnen und Leben im Alter“ umsetzen können. Unterstützt werden sie dabei mit Bildungsangeboten wie Schulungen, Gesprächsrunden und Beratungseinheiten.

Die Veranstaltung wurde vom Rheinisch-Bergischen Kreis in Zusammenarbeit mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Bergisches Land, dem Oberbergischen Kreis, dem Verein zur Förderung der Quartiersentwicklung WQ4 sowie der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren AGewiS organisiert. Auftaktveranstaltungen gab es bereits in Solingen und im Oberbergischen Kreis.

Kooperation erforderlich

Dass die Netzwerkveranstaltung „Wohnen Bergisches Land“ ein großer Erfolg war, bestätigt Bonnie Schreiner, Koordinatorin der Pflegeberatung im Rheinisch-Bergischen Kreis: „Der Austausch hat gezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Institutionen rund um die Themen Wohnen, Versorgung und Pflege sowie den Bürgerinnen und Bürgern des Rheinisch-Bergischen Kreises der Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der zukünftigen Wohn- und Pflegesituation ist.“

Arnd Bader ergänzt: „Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz und freuen uns auf die Umsetzung der erarbeiteten Ideen und Konzepte, um das Wohnen, Leben und Älterwerden im Bergischen Land noch attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten. Dass wir heute bereits verbindliche Strukturen schaffen konnten, zeigt uns, wieviel Potenzial im gemeinschaftlichen Aktivwerden liegt.“

Rheinisch-Bergischer Kreis

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  1. AUCH jüngere Menschen , sind Behindert und können nicht so
    Wie Sie gerne möchten !
    Nur leider wird an die meistens nicht gedacht.
    Diese Meschen sind nicht weniger wert !
    Für die meisten Meschen , sind jüngere Menschen mit Behinderung
    unangenehm nur die Frage warum ?
    Es stellt sich immer wieder die Frage , warum Personen erst ab 60 die Wohnung bekommen und nicht mit 56 was nicht weit weg ist.
    In den 4 Jahre ändert sich nicht viel außer das man Älter wird.
    Darum die Frage warum erst mit 60 !
    Viele könnnen auch mit älteren Meschen umgehen !
    Wenn diesen Personen keine , Chance gegeben wird können , diese
    Auch keinen Beweis erbringen.