Das kommende Klimaschutzkonzept für Bergisch Gladbach freut die Initiative KlimaGerecht Leben sehr. Die politische Diskussion darum verärgert sie allerdings. Die Klimainitiative wünscht sich, dass die Diskussion endlich von Fakten geleitet wird, und dass Klimaschutz konsequent angegangen und zu Ende gedacht wird.

Das geplante Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch Gladbach soll „einer weiteren Verschärfung [des Klimawandels] wirksame Klimaschutzmaßnahmen entgegensetzen“ und eine Orientierung geben, um „sich an die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen“, so ein Zitat von Bürgermeister Frank Stein. Um das in Bergisch Gladbach zu ermöglichen, soll das Konzept kommunales Handeln leiten, beinhaltet aber auch Maßnahmen für Kommunikation, um den Bürger*innen Information und Unterstützung im privaten klimafreundlichen Handeln zu geben.

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Dass die Stadtverwaltung diese Kommunikation betreiben möchte, begrüßt die Initiative KlimaGerecht Leben ausdrücklich. Die Initiative selbst hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Klima-Kommunikation zu stärken, mit monatlichen Klimatalks und der Beteiligung beim Aufbau des Bergisch Gladbacher Klimabündnisses.

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Wie Bergisch Gladbach den Klimaschutz voranbringen will

Mit dem Entwurf für das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bergisch liefern die Klimaschutzmanagerinnen eine gründliche Bestandsaufnahme, spüren Verbesserungspotenziale auf, entwickeln eine Strategie und listen jede Menge konkreter Maßnahmen auf. Jetzt geht der Entwurf in die Beratung der Ausschüsse – wir haben schon einmal einen Blick hinein geworfen. Dabei fällt auf: den größten Teil der Einsparungen müssen die privaten Haushalte liefern.

Ohne gezielte Aufklärung und Kommunikation verlieren Politik und Verwaltung die Akzeptanz ihrer Bürger*innen. Maßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung allein werden die Stadt nicht klimaneutral machen. Nur durch eine Verwaltung, die konsequent vorangeht und die Bürger*innen mitnimmt, informiert und bestärkt, kann dieses notwendige Ziel erreicht werden.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht neben seiner eigenen redaktionellen Arbeit für alle Vereine, Initiativen, Institutionen und demokratischen Parteien der Stadt als Plattform zur Verfügung. Bei diesem Text handelt es sich um einen Beitrag der Initiative „KlimaGerecht leben“.

In der aktuellen Debatte werden aus konservativer Richtung Stimmen laut, das Klimaschutzkonzept könne „zum Millionengrab werden“ (CDU Fraktionschef Metten). Sie wollen Ausgaben zur Klima-Kommunikation streichen und die Verantwortung an andere abschieben.

Klimaschutz ist die beste Investition für die Zukunft

Es klingt wie ein weiterer Versuch der CDU, Klimaschutz zu verhindern, mit der einzigen Sorge, dass die Kosten zu hoch wären: Ein Setzen von falschen Prioritäten, da Klimaschutz die beste Investition für die Zukunft ist, um deutlich höhere Kosten zur Bewältigung der Katastrophe zu vermeiden.

Für die Initiative KlimaGerecht Leben ist klar: Das Klimaschutzkonzept ist selbstverständlich keine Gesamtlösung für die Klimakatastrophe, es ist ein definitiv notwendiges Minimalziel. Weitere Verwässerung des Klimaschutzes kann sich Bergisch Gladbach nicht leisten!

Hinweis der Redaktion: Das Klimaschutzkonzept ist zum ersten Mal ansatzweise am 10. August im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss von Vertreter:innen des Stadtrats diskutiert worden. Die eigentliche Debatte, darauf hatten sich die Fraktionen verständigt, soll angesichts der Bedeutung des Projekts im Hauptausschuss am 30. August stattfinden; der Beschluss ist im Stadtrat am 5. September geplant.

Kommunikation für privaten Klimaschutz ist wichtig

Private Initiativen werden auf die Kommunikation mit Bürger*innen und die Aufklärung für privaten Klimaschutz nicht verzichten, auch wenn CDU und FWG behaupten, es sei Sache von Kreis, Land oder Bund. Jede Kommunikation für privaten Klimaschutz trägt Früchte und arbeitet an einer Mehrheit, die notwendige Maßnahmen gerne mittragen wird. Fridays For Future und andere tun dies seit Jahren beständig; ohne sie ständen wir heute deutlich schlechter da.

Dass die Stadtverwaltung selbst vernünftige Klimakommunikation betreiben möchte, kann man nur begrüßen.


Einladung: Der nächste Offene Klimatalk der Initiative KlimaGerecht leben findet am 16. August um 19 Uhr, im Café Richtig, Schlossstraße 87 in Bensberg statt.

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  1. Die Bibel sagt, dass es für alles eine Rechte zeit gibt und ein rechtes Maß.
    Wer weiß was das richtige Maß ist der wird Segen haben.

    Eine Prise Salz in der Suppe ist sicherlich weise. Aber eine Hand voll Salz in der Suppe wird man nicht gut überstehen

    Ich lese mir die Kommentare durch. Unter dem Beitrag. Unter den anderen Klima Artikeln. Und auch sonst so.
    Kann beide Seiten echt gut verstehen

    Ich glaube es ist nicht sinnvoll in Luxus zu leben und unsere Erde auszubeuten. Dicke Autos fahren und immer neue Klamotten zu tragen In ferne Länder zu reisen oder den Planeten zuzumüllen
    Auch riesige Löcher für Kohle oder Öl sind nicht toll. Und es ist auch nicht zielführend den Klimawandel zu leugnen samt der ökologischen und sozialen Probleme.

    Aber es ist sicher auch nicht sinnvoll sich auf Straßen zu kleben, in Flughäfen einzudringen, “Klimasünder zu verurteilen”, im WDR Kinder gegen ihre Omas aufzuhetzen und sie dann dazu zwingen sie als Klimasau zu beschimfen oder generell Kinder so zu politisieren.

    Solche Erwachsenen nutzen ihre Eigenen politischen interessen und benutzen Kinder um sie durchzusetzen. Das finde ich schlimm

    Oder Fernflüge zu verbieten, den besitz von Hunden zu verbieten, Fleischessen zu verbieten und die Energie Preise in die höhe zu schicken.

    Dieses ganze Klimadings muss sachlich geführt werden Und konstruktiv.
    Wie herr Humbach schon sagt. Die Wirtschaft nachhaltig und auch sozial auszurichten ist wichtig
    Aber bitte nicht diese Drohkulisse und dieses Sektenartige.
    Die Größten Sekten Gurus fahren mit Mercedes S Klasse oder Dicken Regierungsflieger von einer Klimakonferenz zur anderen. Reden von Klima aber leben es nicht vor

    Auch wenn diese ganzen Bärbocks, Neubauers und Thunbergs gigantisch viel Geld und Macht haben.
    Ich glaube die wahren MVPs (most valuable Persons) sind die die einfach so Müll aufsammeln. Ohne was dafür zu bekommen. Auch hier in GL.
    Oder die Lebensmittel retten um sie bdedürftigrn zu geben oder die freiwillig vegetarisch sind aber auch anderen ihr fleisch gönnen.
    Oder die die Dinge noch reparieren.
    Oder die die bewusst einkaufen und auf Öko oder fair achten.
    Oder die Obst und Gemüse im Garten haben. Und ihre Überschüsse abgeben. Oder solche die ihre Bücher in den Bücherschrank legen. Oder solche die anderen Helfen energie zu sparen ohne dabei ihnen was verkaufen zu wollen …Oder Feuerwehrleute die uns vor Waldbränden oder Giften

    schützen….
    Oder solche die statt 2cm Rasen eine Blumenwiese im Vordergarten haben.

    Oder eben solche die ruhig bleiben und sachlich. Das sind für mich die wahren Helden

    1. Ich habe Ihren Kommentar nicht nur gelesen sondern auch verstanden. Eine vernünftige Weltanschauung. Danke.

    2. Herr Floßbach, Ihr Beitrag hört sich sehr nach rechtspopulistischer “Werbung” an. Klimaaktivisten, die Omas beleidigen (warum eigentlich nicht auch Opas?) und den ganzen angeblich verbotenen Dingen die Sie da aufzählen und die Energiepreise die “in die Höhe geschickt” werden.
      Alles garniert mit ein paar netten Dingen wie Blumen, Obst und Gemüse usw.

      Die Eltern, die Ihre Kinder zu einem m.E. klugen und vernünftig denkenden Menschen (hier: Klimaaktivisten) erziehen, müssten Ihnen doch, wie mir auch, lieber sein als solche, die ihren Kindern rechtsradikales Gedankengut implizieren und ihre Kinder dazu “benutzen”, auf übelste Weise gegen Geflüchtete vorzugehen oder gar deren Wohnungen in Brand zu setzen. Behinderte und Obdachlose gehören auch schon mal zu deren Opfern wie Sie sicher wissen.
      Wenn Sie wirklich so religiös sind wie Sie vorgeben zu sein, kann das doch eigentlich nicht Ihre Zustimmung haben oder?

      1. Antwort an Rita:
        Ich kann in keinster Weise erkennen wie mein Beitrag “rechtspopulistiche Werbung sein soll.”

        Habe einen sehr multikulturellen Freundeskreis. Und wer mich persönlich kennt der weiß das ich mich für Flüchtlinge in der Kirche lange Zeit eingesetzt habe
        Auch im Cafe Grenzenlos bin ich ab und an gerne mal zu Besuch.

        Ich habe Bezug genommen auf das was der WDR damals im Fernsehen gebracht hat. Weil mich das sehr traurig macht diese Entwicklung Und Ich habe in keinster Weise von Verbotenen Dingen gesprochen. Sondern von dem was viele mächtige Akteure verbieten wollen.
        Und das man eher zu einem gesunden Mittelmaß greifen sollte

        Natürlich bin ich dagegen wenn man sein Kind rechtsextrem erzieht.
        Oder wenn man irgentwie gegen irgentwelche Menschen hetzt oder ihnen Gewalt antut.
        Da weiß ich echt nicht in welche Ecke sie mich gerade stellen wollen.

        Und als Religiös würde ich mich nicht bezeichnen sondern als Gläubig.
        Weil ich an Gottes Mahnungen glaube und Jesus als Vorbild habe.
        Meinen Namen schreibt man übringens auch anders.

        Aber ich nimm ihnen das nicht übel. Es ist nur so das ich nicht zurück irgentwelche Beschuldigungen gebe weil ich Sie überhaut nicht kenne.
        Und ich auch nie Persönlich werden will.
        Ich werde mich auch weiterhin für das Gute einsetzen. Sie können gerne persönlich Kontakt zu mir aufnehmen und mir Helfen Obdachlosen zu helfen. Oder zu missionieren. Oder gerne auch etwas für die Umwelt tun.

        Aber sie können auch weiterhin ihnen unbekannte Menschen verurteilen.
        Wir kennen uns nicht. Habe keine Zeit und keine Lust mich mit Menschen zu streiten.
        Habe ein Leben und das soll von Liebe, Erfolg und Frieden geprägt sein.

        Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und das sie Nachdenken über ihre Worte.

        Gottes Reichen Segen

    3. Warum sollte es irgendeine Relevanz für die gegenwärtige Politik haben, was in einer 2.000 Jahre alten Geschichtensammlung steht?

      Und diese Kinder, die gezwungen werden, ihre Omas als “Klimasau” zu bezeichnen, sind die gerade hier mit uns im Raum, Herr Flosbach?

      Dieses Gesetz, das Fernflüge verbietet oder den Hundebesitz oder das Fleischessen, existiert das irgendwo außerhalb ihres Kopfes?

  2. Wir sollten eigentlich nicht von Klima gerecht Leben sondern von bewusst sprechen. Grundsätzlich bin ich der Meinung diese ständigen Diskussionen was uns blüht und den Schaden den wir unseren Kindern zu fügen, wenn wir nicht dies oder das tun ist nicht geeignet einen Aufbruch zur wirtschaftlichen Entfaltung, was dringend notwendig ist, zu fördern.

  3. Gibt es in der Berichterstattung zu diesem “luftigen” Thema in Bergisch Gladbach eine konsensuale Definition des Begriffs KLIMA? Ich habe bisher hier keine gelesen.
    Im Geographiestudium hört man z.B. etwas von Mikro- bzw Makroklima, Klimazonen, erdgeschtlichen Klimawandel etc.
    Und wie kann man mit “Klima” hier befreun- det sein? Warum nicht mit dem der Inuit oder Bambuti?
    Die Klimate sind global gürtelartig angelegt, und alle in alle Richtungen hoch labil.
    Wie paßt das zum Begriff “Freundschaft” ?
    Das hört sich für mich wie der völlig blöd-sinnige, aber früher ständig beschworene, sozialistische Begriff der “Völkerfreundschaft” an, der sich z.B. in Kriegshandlungen der UdSSR gegen die DDR, Polen, Ungarn, Afghanistan etc ausdrückte.
    Wenn man an globale “Klimazonen” denkt, sind die Entscheidungen hier in unserer Stadt – für wen?- m. E. ein Witz, nichts zum Lachen jetzt sehr teuer in vieler Hinsicht, aber garniert mit dem Heilsversprechen für die Nichtexistenten, lange nach dem Tode aller, die jetzt leben. Das kann man auch “Klimatheologie” nennen, mit Propheten, Katechismus, Hölle. Paradies und Ablaß-handel gibt es ja schon. Denn jeder ist ja flatulent und Kohlendioxydsünder.
    Auf zurück ins Mittelalter.
    Dennoch, Häretiker werden zum Glück nicht mehr verbrannt, weil das ja klimaschädlich ist!
    Nett, oder?

      1. Herr Vossebecker,

        wenn das alles ist, was man dazu sagen sollte, wirft das kein gutes Bild auf die Klimafreunde oder in Ihrem Fall die Aktion klima-gerecht leben.

        Herr Peters als Geographie-Lehrer kritisiert einige Punkte, auf die Sie oder die Redaktion nicht eingehen.

        Der Spektrum-Artikel zum Klima ist für eine Definition ja noch ganz gut. Auf den Hinweis, ob wir nun mit unserem hiesigen Klima befreundet sind oder dem anderer Völker, gehen Sie nicht ein. Es ist nunmal so, dass einige Bereiche profitieren andere wiederum nicht.

        Der SWR-Artikel zum KlimaWANDEL geht völlig am Ausgangstext vorbei. Thema verpasst.

        Hanisauland ist auf so einem kindischen Niveau, das sollte die Redaktion ihren Lesern nicht vorsetzen.

      2. Natürlich kann ich hier nur für die Initiative KlimaGerecht Leben, nicht für die Klimafreunde sprechen, aber:
        Es geht nicht darum, mit dem einen Klima befreundet zu sein, und mit dem anderen nicht. Es geht darum, dass sich das Weltklima nicht ändert. Bestenfalls nirgendwo.
        Erwärmt sich hier das Klima, dann haben wir vielleicht annähernd ein Klima wie an einem jetzt heißeren Ort. Aber dann ist es dort wieder heißer und so weiter. Anzunehmen, ein bisschen Erwärmung wäre hier schon nicht so schlimm, ist eben nicht klimaGerecht, verschließt nur die Augen vor der Katastrophe anderswo. Gerecht ist es, diese Katastrophe zu minimieren, und zwar überall.
        All das lässt sich mit gründlichem Lesen auch aus den drei Artikeln entnehmen, die von der Redaktion zur Verfügung gestellt wurden.

      3. Es ist nicht menschengerecht, meinen Sie sicherlich. Dem Klima ist es egal, ob es wärmer wird oder nicht.
        Dass es schon durchaus wärmere Phasen in der Erdgeschichte gab und wir uns (evtl.) am Ende einer Eiszeit befinden ist Ihnen sicherlich bewusst.

        Unsere Energie sollten wir also auf folgende Themen fokussieren:
        – Anpassung an den Klimawandel (Schutz vor Dürren, Fluten etc.)
        – Effiziente Energieerzeugung in großen Mengen (d.h. Kernenergie + EE mit P2X bei Überschuss tagsüber.) z.B. auch für Klimaanlagen in Altenheimen, Krankenhäusern, Schulen und Büros.
        – Umweltschutz, d.h. Verschmutzung etc. reduzieren, denn darauf haben wir wirklich Einfluss.