Initiative Ofarin; Foto U.R. Zeitenspiegel

Himmel und Ääd unterstützt mit Hilfe der „Eine-Welt-Stiftung” im 1. Quartal 2024 das Lebensmittel-Projekt „Der Sack” in Köln und die Bildungsinitiativen Ofarin und Ahang in Afghanistan.

Wir dokumentieren eine Mitteilung des Cafés Himmel un Ääd.

+ Anzeige +

Jeweils über den Zeitraum eines Quartals informiert das Himmel un Ääd-Begegnungscafé im „Doppelpack“ über ein lokales Sozialprojekt und eins aus der „Einen-Welt“. Hierfür werden auch diverse Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt.

Aus den Trinkgeldern und Spenden der Gäste sowie aus den Veranstaltungen und Aktionen werden diese Projekte am Ende des Quartals auch finanziell unterstützt. „Es ist der Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg stets eine Freude, die sehr guten Entwicklungsprojekte, die wir wiederholt von Himmel un Ääd vorgelegt bekommen, auch im Rahmen unserer Möglichkeiten mit zu unterstützen!“, so Ernst Leffelaar, Vorstand der Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg.

Schulinitiative Ofarin in Afghanistan

Die Organisation OFARIN führt seit 25 Jahren elementaren Schulunterricht durch. Der ist sehr nachgefragt, denn das staatliche Schulsystem ist äußerst leistungsschwach. In der Provinz Khost betreibt OFARIN ein Aufforstungsprojekt; in Kabul ein Hebammenprogramm. Die Taliban haben den Versuch, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Gleichberechtigung der Frau durchzusetzen, kriegerisch verhindert.

Derzeit herrschen sie unangefochten. Aber die Taliban-Führung ist gespalten. Soll sie das Zusammenleben nach den Sitten der Vorfahren ausrichten? Oder soll sie Afghanistan durch Reformen weiterentwickeln, insbesondere durch eine gute Ausbildung der Bevölkerung. 
Das Engagement von OFARIN soll dazu beitragen, dass sich die progressiven Kräfte durchsetzen. Das würde weiteren Fortschritt ermöglichen.

Das jetzige Patt der Fraktionen oder gar die Verschiebung der Macht zugunsten der Traditionalisten würde Fortschritt und wirtschaftliche Erholung verhindern. Auch könnten sich Islamisten wieder einnisten; ein Rückfall in den Bürgerkrieg wäre denkbar. Weitere Informationen.

Initiative Ahang.

Bildungsinitiative Ahang in Afghanistan

Die Ahang-Initiative hat Ratbil Shamel vor 2 Jahren zusammen mit Familienmitgliedern und Freund*innen zur Unterstützung von Mädchen und Frauen gegründet. Dabei unterrichten ehemalige Lehrerinnen, die aufgrund des Berufsverbotes nicht mehr arbeiten dürfen, in ihren Privaträumen Mädchen.

Zudem arbeitet die Ahang-Initiative mit den wenigen freien Buchhandlungen zusammen, um Mädchen  einen Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Ahang finanziert die Bücher; nach Lesen rezensieren die Mädchen sie und geben sie an andere weiter. Ratbil Shamel ist Politik- und Islamwissenschaftl 1998 schreibt er für deutsche und afghanische Medien über die Lage in Afghanistan. Er unterrichtet Sozialwissenschaften und Kommunikation an einem College in Bonn. 

Foto: Der Sack e.V.

Der Sack e.V in Köln

Das lokale Projekt kommt dieses Quartal aus Köln: „Hunger in Köln – Helfen durch Geben – Der Sack e.V.“. Es ist doch alles in Ordnung? Das ist die weit verbreitete Meinung, wenn man über Hunger und Armut spricht. „Wir leben in einem Sozialstaat und bei uns wird auch für die gesorgt, denen es nicht so gut geht.“

Viele kennen diese Sätze? Aber die Realität sieht ganz anders aus. Es gibt Hunger und Armut auch in Deutschland bei Jung und Alt, in Nordrhein Westfalen und eben auch in unmittelbarer Nachbarschaft. Seit 1999 hilft der gemeinnützige Verein „Helfen durch Geben – Der Sack e.V.“ Menschen in Köln, die unterhalb der Armutsgrenze leben.

Sie erhalten regelmäßig diskret einen Sack mit haltbaren, nahrhaften Lebensmitteln. Dabei werden nur unbeschädigte und einwandfreie Waren ausgehändigt – aus Respekt vor der Würde jedes Menschen. Mittlerweile werden rund 950 Haushalte unterstützt. Das sind ca. 3.500 bedürftige Menschen. Besonders ältere und alleinstehende Frauen sind hier überproportional vertreten. Oft lässt sich hier auch eine „verschämte Armut“ entdecken.

Der Sack e.V. finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Das Haushaltsbudget des Vereins ist aufgrund der Corona-Pandemie und aktuell durch die hohe Anzahl der Ukraine-Flüchtlinge stark belastet. Die Anzahl der Bedürftigen ist extrem gestiegen, und sie wird allen Prognosen nach weiter steigen.
Weitere Informationen

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.