Auch einen Autositz holten die Schüler:innen aus dem Wald

205 Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule haben bei der Umweltwoche in Gronau mitgemacht. Sie wunderten sich immer wieder über Menge und Art des Mülls, der achtlos in die Landschaft geworfen wird. Es gab aber auch positive Erlebnisse.

Wir dokumentieren eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

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Die jährlich stattfindende Umweltwoche in Gronau hat mittlerweile Tradition erreicht, und die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Gronau beteiligte sich erneut mit einer Sammelaktion für wilden Abfall. Unter der Organisation von Tina Dewes, Lehrerin an der GGS Gronau, nahmen insgesamt 205 Schülerinnen und Schüler aus acht Klassen an der Aktion teil, um die Umgebung ihrer Schule sauber zu halten und achtlos weggeworfenen Abfall einzusammeln.

Für die engagierten Sammlerinnen und Sammler war dies stets ein besonderes Ereignis. Die Kinder der ersten Klassen freuten sich nicht nur über das Lob vorbeifahrender Radfahrer für ihren Einsatz, sondern auch über die vielen Schnecken, die sie bei ihrem Streifzug durch die Waldstücke entdeckten.

„Ich verstehe aber nicht, warum so viele Menschen den Müll einfach auf den Boden werfen”, äußerte sich die achtjährige Lena gegenüber ihrer Lehrerin. “Es gibt doch überall Mülleimer dafür”, fügte sie hinzu. 

Erstaunliche Funde

Die Kinder der dritten Klassen waren vor allem von der ungewöhnlichen Menge an gefundenen Schuhen überrascht. Sogar eine Klobürste wurde im Wald entdeckt, für die auch die Lehrerinnen und Lehrer keine Erklärung hatten.

Doch der wohl erstaunlichste Fund der Woche gelang den Viertklässlerinnen und Viertklässlern, die neben einem Autositz sogar einen Sessel mitten im Wald vorfanden. Mit vereinten Kräften schafften sie es, diese Gegenstände aus dem Wald zu entfernen, worauf sie zurecht stolz waren.

Die Aktion wurde, wie in den vergangenen Jahren, vom Abfallwirtschaftsbetrieb Bergisch Gladbach unterstützt. Anna Gudelius, Steuerungsunterstützung der Betriebsleitung des Abfallwirtschaftsbetriebes Bergisch Gladbach, stellte Zangen, Westen, Handschuhe und Abfallsäcke zur Verfügung und organisierte die Abholung des gesammelten Abfalls durch die Innenstadtreinigung. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Kinder der GGS Gronau sich schon so früh mit dem wichtigen Thema Abfall beschäftigen”, äußerte sie. „Die Umweltwoche ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Kinder sensibilisiert und motiviert werden können, achtsam mit ihrer Umwelt umzugehen. Wir unterstützen das natürlich sehr gerne.”

Anna Gudelius ermutigte auch andere Schulen in Bergisch Gladbach mit einem Augenzwinkern: „Unser Bestand an Zangen ist übrigens groß genug, um mehrere Schulen auszustatten.”

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Gilt nicht nur für Schulen, man kann auch als Privatperson Sammel-Aktionen organisieren und wird von der Stadt mit Material und Müllabholung unterstützt.

    Kann ich nur empfehlen, ist ein schönes Gefühl, wenn die Umgebung nachher etwas sauberer ist… klar, man darf sich dann nicht darüber ärgern, wenn ein paar Tage später wieder neuer Müll rumliegt. Aber gefühlt wird weniger weg geworfen, wenn es sauber ist… da ist die Hemmschwelle größer, als wenn eh schon was rumliegt.