Öffentliche Toiletten sind in Bergisch Gladbach rar gesät. Mit dem Konzept „Die nette Toilette“ will die Stadtverwaltung jetzt für eine Verbesserung sorgen. Jetzt werden Betriebe gesucht, die ihre Einrichtungen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, gegen einen Zuschuss zu den Reinigungskosten.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Öffentliche Toiletten können kleine „Lebensretter“ sein und unangenehme Situationen vermeiden. Um das Angebot kostenlos nutzbarer WCs in Bergisch Gladbach zu erweitern, wird nun das Konzept „Die nette Toilette“ eingeführt.

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Gesucht werden hierfür Betriebe, die ihre Toilette für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen – als Gegenleistung können diese sich über einen Zuschuss zu den ohnehin nötigen Reinigungskosten freuen. 

„Die nette Toilette“ gilt in anderen Städten und Kommunen bereits als etabliert und ist ein Erfolgsprojekt. Der vertraglich vereinbarte Beitrag wird von der Stadt an die teilnehmenden Betriebe (z.B. Gastronomie) gezahlt, die im Gegenzug ihre ohnehin bestehende Toilette über ihren eigenen Kundenkreis hinaus während der Öffnungszeiten für die Nutzenden kostenlos zur Verfügung stellen.

Erkennbar werden die teilnehmenden Betriebe durch einen Sticker an der Front sowie einen Eintrag im Internet – dadurch sind die Toiletten auch für Ortsfremde leicht zu finden. Die Betriebe können hierdurch einen Kostenbeitrag zu den ohnehin regelmäßig zu reinigenden Toiletten erhalten und sich hierbei auch noch potenziellen künftigen Kunden zeigen. 

Gesucht werden insbesondere interessierte Betriebe aus der Stadtmitte, Bensberg, Refrath, Schildgen und Paffrath. Für den Fall, dass es mehr Angebot als Bedarf gibt, werden die Betriebe nach den Kriterien Barrierefreiheit, Lage und Abstände zueinander, Öffnungszeiten, sowie Reinigungsintervalle und letzte Sanierung bewertet und ausgesucht.

Interessierte Betriebe können sich sehr gerne bis Freitag, den 3. Mai, bei Christiane Tillmann aus der städtischen Wirtschaftsförderung telefonisch unter der 02202 141279 oder per mail an c.tillmann@stadt-gl.de melden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Gute Initiative – hoffentlich hat sie Erfolg. Die Auffindbarkeit könnte ein Problem sein – Wegweiser?

    Manche Cafés oder Kneipen gehen den umgekehrten Weg, mit Schildern wie “Toilette nur für Kunden” o.ä. Das wirkt ziemlich arrogant und unsympathisch – und schreckt schon an der Tür potentielle Gäste ab.

    1. Zur Auffindbarkeit vermerkt der Artikel: „Erkennbar werden die teilnehmenden Betriebe durch einen Sticker an der Front sowie einen Eintrag im Internet – dadurch sind die Toiletten auch für Ortsfremde leicht zu finden.“ Es gibt von der Initiative sogar eine App dafür.

      Wer kein Smartphone besitzt, ist natürlich im Nachteil. Aber das sind häufig ältere Menschen, die ihre Aktivitäten nach meiner Erfahrung auch in dieser Hinsicht eher strategisch planen.

    2. Hallo Frau Kleinert,
      ich finde es absolut nicht arrogant und unsymphatisch, dass sich ein Gastronom dazu entschließt, seine Toiletten nicht der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Für manchen Mitmenschen scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, dass die Nutzung für jeden möglich ist. (Wie bereits geschrieben, ein höfliches Fragen mit der gleichzeitigen Bezahlung der Nutzung der Toilette hat bei mir bisher immer funktioniert.) Ich kann aber nachvollziehen, dass sich ein Gastronom seine “Kundschaft” selbst auswählen will.

  2. Die Einführung der * netten Toilette * ist eine charmante Idee als Ergänzung zu dringend benötigten öffentlichen Toiletten- insbesondere im Stadtteil Refrath. Die Zuschusskosten zur Reinigung von 60.— 100 -, Euro pro Monat für Betriebe, die Mitmachen, halte ich allerdings für zu gering. Ich bin gespannt wieviel Betriebe sich dafür interessieren.

    1. Das werden doch typischerweise Betriebe sein, die sowieso Publikumsverkehr haben und eine Kundentoilette bereithalten. Da wird (hoffentlich) ohnehin regelmäßig gereinigt, der Mehraufwand dürfte sich in Grenzen halten.

  3. Ja, andere Städte! In Tübingen gibt es seit ein paar Jahren schon mehr als 20 nette Toiletten im Innenstadtbereich.
    Ich bin mal gespannt.

  4. Ich habe vielfach schon im Urlaub oder bei Ausflügen in Restaurants die Toiletten genutzt. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich da zuvor frage ob es erlaubt ist und gebe direkt einen 1 Euro. Bisher hat es immer wunderbar funktioniert. (Oder ich gönne mir mal eine Pause und trinke einen Kaffee.) Warum soll/muss das über die Gemeindekasse finanziert werden?

    1. Diesem Beitrag kann ich mich nur anschließen. In jeder Autobahnraststätte, jedem Bahnhof muß ein Beitrag gezahlt werden. Da dürfte es doch kein Problem sein, den Euro zu zahlen. Am Busbahnhof in Gladbach und im Zentrum in Bensberg gibt es übrigens kostenlose Toiletten …

  5. Tolles Konzept. Ganz nach dem Motto: Think outside the Box. :)
    Könnte man kombinieren mit dem Refill-Sticker. Sprich Kostenlos Leitungswasser abfüllen oder trinken. Gerade in den heißen Sommertagen sind die Geschäfte zu voll um mal eben eine Plastikflasche zu kaufen.
    So könnte man einige unangenehme Situationen der Bürger und einige Dehydrationen vermeiden :) Manche trinken sogar extra wenig um in der Stadt nicht zu müssen was ihrer Gesundheit schadet.

    Geschäfte, Banken, Apotheken und Gastronomien sollten auch dafür belohnt werden – unbürokratisch.

  6. Da fällt einem doch nichts mehr zu ein … wie wäre es denn mal wenn die Stadt wenigstens die Spielplätze mit Toiletten aufrüsten würde ?!

    Langsam hat man echt wunde Schenkel vom drauf klopfen wenn man die Vorschläge der Stadt Bergisch Gladbach hört

    1. Wissen Sie, wieviele Spielplätze die Stadt hat (mal davon abgesehen, dass andere Gruppen dann auch ihr berechtigtes Interesse anmelden würden)?
      Wissen Sie, wieviel eine aufgestellte öffentliche Toilette kostet? Plus Wartung / Reinigung?
      Wissen Sie, wie es um den Haushalt der Stadt bestellt ist?
      Wissen Sie, wie diese öffentlichen Toiletten leider schnell aussehen? Stichwort Vandalismus? Ich kenne wenige, die ich freiwillig gerne benutzen würde.

      Ich kenne das Konzept aus anderen Städten und finde es gut. Die Toiletten existieren eh und so hat jeder was davon (wenn es fair geregelt ist).
      Und man kann online nachschauen und muss nicht Gastronomen oder andere belästigen, die es ggf. nicht möchten. Sondern die, die sich beteiligen…

    2. Auf Spielplätzen? Mal ehrlich: Wenn da die Vorstadtförsterinnen ihren Nachwuchs mit dem Auto hinkarren (sehe ich täglich), dann sind sie auch schnell genug zu Hause, um einem Bedürfnis nachzukommen. Abgesehen von dieser Kundschaft sind Spielplätze typischerweise Angebote für das nähere Umfeld, da sollte es auch kein Problem sein, die heimische Toilette aufzusuchen.

  7. Das ist schon irgendwie ironisch, wenn man bedenkt, dass die “öffentlichen” Toiletten der Stadt am Charly-Vollmann-Platz nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

    1. Musste gerade erst einmal recherchieren wo der Charly-Vollmann-Platz ist bzw. wer das überhaupt war. Sehr interessant.

    2. Das Gebäude an der Ecke zur Robert-Koch-Str?
      Was ist denn mit dem, weiß man das? Ich finde es immer besser, sich zu erkundigen, als zu meckern… meistens gibt es ja nachvollziehbare Gründe, wenn man sie nur verstehen will. Und man kann bei der Stadt anrufen und mit freundlichen Leuten darüber sprechen, die meisten freuen sich über Interesse.
      Angemotzt werden sie hingegen ungern, verständlicherweise…