Einige städtische Dienstleistungen und Informationen hat die Stadtverwaltung in einer App für das Smartphone gebündet. Sie hilft dabei, sich über Behördengänge zu informieren und diese womöglich sogar zu ersetzen. Damit wird sie zu einem wichtigen Baustein der Digitalisierung der Verwaltung.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Was für Veranstaltungen finden am Wochenende statt? Wann wird welcher Müll in meiner Straße abgeholt? Wann ist der nächste freie Termin im Bürgerbüro, um einen neuen Personalausweis zu beantragen? Antworten auf diese Fragen und mehr finden Bürgerinnen und Bürger nun gebündelt und leicht zugänglich direkt auf ihrem Smartphone in der Citykey App für Bergisch Gladbach!

„Der Grundgedanke ist, möglichst viele städtische Dienstleistungen und Informationen in einer zentralen App zu bündeln. Besonders der Zugang zu Onlinedienstleistungen und dem Serviceportal wird für Bürgerinnen und Bürger dadurch vereinfacht und damit die bereits länger währende Forderung ‚mit der App aufs Amt‘ erfüllt“, erklärt Thore Eggert, Beigeordneter für Digitalisierung.

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Am Besuch im Bürgerbüro kommt man auch in Zukunft so schnell nicht vorbei. In einer modernen Gesellschaft stellt sich jedoch die Frage, ob solche Präsenztermine noch nötig sind. Tatsächlich sollen die Dienste der Stadtverwaltungen weitgehend digitalisiert werden. Wie ist hier der Stand in Bergisch Gladbach, welche Leistungen kann man bereits online in Anspruch nehmen?

Die App hilft also dabei, sich über Behördengänge zu informieren und diese ggf. sogar zu ersetzen und wird somit zum wichtigen Baustein der Digitalisierung der Verwaltung.

Von der Deutschen Telekom für viele Städte

Die Citykey App ist in anderen Städten bereits etabliert und kann durchaus als ein Erfolgsprojekt bezeichnet werden. Die Oberfläche, das Design und die Funktionen in der App sind für alle Städte gleich aufgebaut und mit den jeweiligen stadtspezifischen Inhalten gefüllt. Dies fördert den Wiedererkennungswert und unterstützt eine nutzerfreundliche Handhabung.

Die App wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten und Gemeinden und damit unter Nutzung eines „Community-Ansatz“ von der Deutschen Telekom entwickelt. Somit liegen die Daten auf deutschen Servern und die App erfüllt alle deutschen Sicherheits- und Datenschutzstandards.

Schneller Zugang zum Serviceportal

Auf der Startseite werden stets das Wetter und stadtbezogene Nachrichten angezeigt. Der Veranstaltungskalender ermöglicht einen Überblick über zukünftige städtische Ereignisse und Angebote.

Unter „Services“ am unteren Bildschirmrand öffnet sich die Übersicht der aktuell in Citykey verfügbaren Dienstleistungen. Der besondere Mehrwert ist hier der unkomplizierte und schnelle Zugang zum Serviceportal und damit zu digitalen Verwaltungsdienstleistungen, wie der Beantragung von neuen Ausweisen.

Auch Informationen zu Schul- und Bildungsangeboten, zu den Themen Familie, Geburt, Wohnen sowie zu Sozialleistungen sind schnell auffindbar.

„Durch die einheitliche Struktur kann die App im Austausch mit anderen Kommunen weiterentwickelt werden. Somit profitieren wir von gemeinsamen Bemühungen und dem intensiven Austausch, insbesondere in unserer Region. Ein besonderer Anreiz ist auch, dass sich Nutzerinnen und Nutzer mit nur zwei Klicks die Neuigkeiten oder Veranstaltungen anderer Kommunen mit Citykey App anschauen können. Dadurch wird die Verbreitung der App auch überregional und für angrenzende Kommunen interessant“, führt Marcel Böttcher, Chief Digital Officer (CDO) der Stadtverwaltung, aus.

Besonders ist auch, dass das Angebot in der App beliebig und im Abgleich mit Erfahrungswerten anderer Kommunen erweitert werden kann. Die App soll fortwährend verbessert und damit stetig an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger angepasst werden.

Durch ein sogenanntes „Costumer Service Portal“ (CSP) besteht die Möglichkeit, schnell und einfach neue Services einzubinden und die Nutzer- bzw. Bürgerzentrierung zu erhöhen. Wenn Bürgerinnen und Bürger der Stadtverwaltung also mitteilen, welche Services ebenfalls in der App erscheinen sollen, kann dies geprüft und dann auch sehr zeitnah umgesetzt werden.


Die App ist ab sofort im App Store von Apple und im Android PlayStore verfügbar und kann kostenlos genutzt werden. Auch eine offizielle Informations- und Vorstellungsveranstaltung der App ist bereits in Planung und wird über die öffentlichkeitswirksamen Kanäle der Stadt sowie über die Citykey-App angekündigt.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Hallo,Herr Lesnik, Ihr Link nützt mir leider gar nichts, da ich seine Sprache überhaupt nicht verstehe:
    “Wenn Sie Android-Apps auf einem Windows-PC nutzen wollen, ist der NoxApp Player eine einfache und elegante Lösung. Damit lässt sich das Betriebssystems von verschiedenen Android-Tablets emulieren und Sie können auf diese Weise unterschiedliche Apps in einer sicheren Umgebung ausprobieren, ohne die Integrität Ihres Betriebssystems zu bedrohen.”

    1. Der Hinweis als solcher war aber nicht schlecht. Wenn Sie in Ihrer Familie oder im Bekanntenkreis jemanden haben, der oder die sich etwas tiefer mit der Computermaterie auseinandergesetzt hat, geben Sie einfach den Link weiter und lassen sich das einrichten. Man kann nicht bei allem auf dem Laufenden bleiben und manches delegiert man dann eben.

    2. Das ist alles nicht nicht erforderlich. Die App ist eingerichtet worden, damit man Inhalte der Website auf dem Smartphone leichter abrufen kann. Sie finden alle Inhalte, alle Service-Angebote der Stadt, auch auf der städtischen Website.

      1. Das beschreibt eher den Status quo der App, aber nicht die eigentliche Intention. Die erkennt man, wenn man sich die Beschreibung und die Screenshots in den Appstores ansieht, etwa hier: https://apps.apple.com/de/app/citykey-b%C3%BCrgerservice/id1516529784

        Für das von Ihnen beschriebene Konzept hätte es gereicht, auf bergischgladbach.de eine Landingpage anzulegen (wenige Stunden Arbeit), die man dann als Lesezeichen auf dem Homscreen speichern kann.

        So eine Landingpage wäre übrigens auch ein schöner Mehrwert für das Bürgerportal (Titel: „Schlüssel zur Stadtverwaltung“ o.ä.). Einrichtung und Pflege verlangen nur einen überschaubaren Aufwand, stetiger Traffic ist garantiert.

  2. Finde die Idee grundsätzlich sehr gut. Leider ist es aktuell nicht möglich, sich zu registrieren (was nicht zwingend notwendig ist)…. oder bin ich einfach nicht clever genug? Hat da jemand bereits Erfahrungen gemacht?
    Danke vorab

  3. Ist die App auch für mich geeignet, der ich -wie viele alte Menschen- kein Smartphone benutze, weil es für meine Augen zu klein ist, aber einen Computer, dessen Benutzung sich für mich seit Jahren bewährt hat? Oder anders ausgedrückt, kann ich die App auf den Computer runterladen?

    1. Hallo Herr Müller,
      ja aber nur mit Umwege. Anbei ein Artikel, wie man das lösen könnte:
      https://www.chip.de/news/Einfacher-geht-es-nicht-Android-Apps-unter-Windows-nutzen_119550321.html
      Ich habe heute morgen kurz Zeit mit der App verbracht, es sieht optisch ganz nett aus, aber mehr als eine Linksammlung auf die Homepage der Stadt Bergisch Gladbach ist das erstmal nicht (alles habe ich noch nicht testen können).

      Jedoch bin ich mal vorsichtig optimistisch und hoffe, dass irgendwann die App auch inhaltlich mehr hergibt. Wenn ich mit der App z.B. Wild abgelegten Müll melden könnte oder so…schön :).

      1. Das mit der Meldefunktion ist auf Umwegen implementiert. Bergisch Gladbach nutzt dazu offenbar nicht die in die App integrierbare Funktion „Mängelmelder“ (wie sie z.B. auf den Screenshots im iOS-Appstore gezeigt wird), sondern bietet unter Services -> Sicherheit & Ordnung den Punkt „Wilder Müll“, der wiederum auf die entsprechende Internetseite der Stadt führt, wo dann E-Mail- und Telefonkontaktdaten genannt werden – also alles ein wenig von hinten durch die Brust ins Auge gedacht. (In der Kategorie „Sicherheit & Ordnung“ gibt es übrigens auch was zum Schmunzeln: Dort ist u.a. der Punkt „Straßenbeläuchtung“ (sic!) zu finden.)

        Ähnlich beim Abfuhrkalender. Hier wird man über Services -> Umwelt & Entsorgung -> Abfuhrkalender zur Webseite der AWB geschickt, wo man dann den Hinweis auf die AWB-App findet (die ich seit Jahren nutze).

        An anderer Stelle (ich finde es jetzt gerade nicht wieder) wird man zu einer städtischen Seite geführt, auf der eine Mängelmeldemöglichkeit über die App „tellme Mängel“ empfohlen wird.

        Da scheint an vielen Stellen noch ordentlich Luft nach oben zu sein. Aber wenn man auf diesem Ansatz aufbaut und die derzeit noch weit verstreuten Funktionen tatsächlich einmal in dieser App bündelt, kann sie noch sehr nützlich werden. Bisher ist sie, was Dienstleistungen betrifft, allerdings nicht viel mehr als ein Linkverzeichnis.

  4. Was für ein Unsinn! Diese „App“ beinhaltet nur Links auf die schon vorhandenen Seiten der Stadt. Hier ist nix wieder Nix digitalisiert!!! Reine Geldverschwendung. Auch die Verfügbarkeit von Formularen als PDFs zu ausdrucken und mitbringen ist nichts anderes als Schaufensterdigitalisierung.
    Es fehlen Module zur Identifikation (eID des Personalausweis), zum Signieren (digital Unterschreiben) und Bezahlen.
    Damit wären ein erheblicher Teil der persönlichen Termine im Bürgerbüro obsolet und die Verwaltung könnte das Personal für andere Aufgaben verwenden.
    Ja, natürlich müsste trotzdem es jederzeit auch Verwalungsangelegenheiten im reduzierten Maße vor Ort für nicht digitale Bürger zugänglich gemacht werden. Keiner sollte ausgeschlossen werden.
    Damit ist jeder Kommune überfordert, da es keine einheitlichen Formate für Schnittstellen und Dateien gibt und man das Geld an externe Dienstleister verschwendet, die dann so einen Mist wie diese App fabrizieren.

  5. Guter Ansatz.
    Hoffentlich kommt der lokale Inhalt von in-gl.de und nicht von einem amerikanischen “Content Privider”.
    Der Name der Anwendung ist für das Bergische befremdlich. Schade, dass das Ding nicht “Stadtschlüssel” genannt wurde.

  6. Der größte Blödsinn seit langem. Eine mobile Website könnte diese Aufgabe genauso gut übernehmen. Dienstleistungen sind offensichtlich gar nicht dabei, nur Information. Und gut, dass “Community-Ansatz” auch in Text in Gänsefüßchen steht, denn die Telekom ist quasi das Gegenteil von Community mit ihren meist überteuerten Projekten. Man denke nur an Toll Collect oder die Corona Warn App.

    Time Zusammenarbeit mit anderen Kommunen auf Open Source Basis, ganz ohne Windows, Microsoft und Telekom, dafür mit Linux, lokalen Anbietern und NetCologne wäre mal ein Fortschritt!

  7. Funktionieren die Digitalen Abläufe der Stadtverwaltung nach der Cyberangriff letzten Jahres wieder ohne Einschränkungen? Wo landen die Daten aus der App? Ich finde den Schritt der digitalen Verwaltung für überfällig und gut. Schön, dass sich dieses Thema unsere Stadtverwaltung annimmt. Ich fände es nicht gut, wenn meine Daten auf so unsicheren und wenig resilienten System landen, wie die Stadtverwaltung es letztes Jahr hatte. Hat sich hier etwas nachhaltig verbessert? Wie kann ich mir ein eigenes Bild machen, ob meine Daten die über diese App verarbeitet ausschließlich den Personen zugänglich gemacht werde für die sie bestimmt sind? Mein Vertrauen was der Umgang der Stadtverwaltung mit Datenschutz und Datensicherheit angeht ist seit letztem Jahr doch sehr getrübt und bin eher vorsichtig bei dem Schritt diese App aus den genannten Gründen nutzen zu wollen. Mehr und detailliertere Kommunikation würde bei mir Vertrauen schaffen.

    1. Wenn mit “wo landen die Daten aus der App” gemeint ist, wo (physisch) gespeichert wird, würde ich empfehlen, den Artikel zu lesen.
      Ansonsten hat die Telekom natürlich auch eine Informationsseite zu der App… habe jetzt nicht tiefer geschaut, aber zumindest geben sie an, dass die Plattform auf OpenSource basiert.