Wer ihre Geschichte hört glaubt kaum, dass Baljit Sunda erst 29 Jahre alt ist. Sie hat bereits einen weiten Weg hinter sich: von der Hauptschule auf die Realschule aufs Berufskolleg; Ausbildung, Abitur, Studium. Mit Mitte 20 leitete sie eine OGS. Dann kam Corona, und Baljit Sunda fragte sich: Wovon träume ich eigentlich? Sie fing von vorne an und machte sich selbstständig – als Speakerin und Empowerment-Coach für Jugendliche, pädagogische Fachkräfte und Eltern. Was das mit ihrer Geschichte zu tun hat und wieso sie kein Fan des deutschen Schulsystems ist, davon handelt dieses Porträt.

Natürlich ist es nie eine einzelne Erfahrung, die einen Menschen prägt. Dennoch sehen wir oft im Nachhinein Zusammenhänge, die uns dazu führen zu sagen: Das war ein Schlüsselmoment in der Biografie einer Person. Bei Baljit Sunda war das eine zweiwöchige „Probezeit“, die sie als Hauptschülerin an der Realschule verbrachte. Zwei Wochen, in denen sie gemobbt wurde – und die sie fast kaputt machten.

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Viel später fragte sie sich: Was macht das mit einem Kind, das nicht nur zwei Wochen gemobbt wird, sondern die ganze Schulzeit?

Ein Schlüsselmoment also, oder auch ein Mosaikstein, der sich nach und nach mit anderen zusammenfügte zu der Baljit Sunda, der ich zum Gespräch gegenübersitze, in ihrer kleinen Wohnung im Wohnpark Bensberg.

Der Standort ist wichtig: Denn auch er ist bei näherer Betrachtung ein Mosaikstein, der dazu beiträgt, dass Baljit Sunda heute in so vielen bunten Facetten schillert: Hier, in „Klein-Manhattan“, ist sie aufgewachsen, mit ihrer Schwester und den Eltern, die 45 Jahre zuvor aus Indien eingewandert waren, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Der Wohnpark Bockenberg; besser bekannt als „Klein Manhattan“. Foto: Thomas Merkenich

Die Familie

Die Eltern kamen aus einfachen Familien, durften aber beide die Schule besuchen – gerade weil deren Eltern wiederum keine Bildung genossen und sich geschworen hatten, es bei ihren Kindern anders zu machen.

Bildung war also in der Familie Sunda von hoher Bedeutung. Umso größer war Baljits Enttäuschung über sich selbst, als sie in der vierten Klasse eine Hauptschulempfehlung erhielt. „Ich war wirklich schlecht“, erzählt sie heute lachend, sie hatte nur Vieren und Fünfen auf dem Grundschul-Zeugnis.

Im Sikh-Tempel, den sie jeden Sonntag mit ihrer Familie besuchte, war sie das einzige Kind, das auf die Hauptschule gehen sollte. Sie entschied, sich ab sofort richtig anzustrengen, um besser zu werden.

Rückblickend erkannte sie, dass sie damals glaubte: Ich muss leisten, damit ich Liebe und Anerkennung bekomme. Eine fatale Verknüpfung. Nichts ist für Kinder wichtiger als die Gewissheit, um ihrer selbst willen liebenswert zu sein – und nicht, weil sie bestimme Bedingungen erfüllen.

Der Aufstieg

Um das zu verstehen, brauchte Baljit Sunda noch einige Jahre. Erst einmal leistete sie. Kam von Vieren und Fünfen auf Einsen und Zweien. Absolvierte die Probezeit an der Johannes-Gutenberg-Realschule, die sie gern genommen hätte – wegen der Mobbing-Erfahrung kehrte die Zwölfjährige aber freiwillig zurück an die Hauptschule.

Erst ein Jahr später wagte sie noch einmal den Versuch und wechselte zur Realschule Herkenrath. Diesmal ging es gut.

Aber sie wusste: Hier mache ich nicht meinen letzten Abschluss. Sie ließ sich frühzeitig bei der Arbeitsagentur beraten, sagte, dass sie Grundschullehrerin werden wollte. Der Sachbearbeiter empfahl ihr eine Doppelqualifikation am Berufskolleg: die Ausbildung zur Erzieherin und das Abitur parallel in vier Jahren.

Kinder sind so nahbar, so echt. Wenn die dich hassen, dann in dein Gesicht. Drei Sekunden später umarmen sie dich wieder. Baljit Sunda

Sie folgte dem Rat und liebte die Arbeit mit den Kindern, während der Ausbildung in der Kita und später bei ihrem Anerkennungsjahr in einer Brennpunkt-Grundschule in Köln-Mülheim: „Die sind so nahbar, so echt. Wenn die dich hassen, dann in dein Gesicht. Drei Sekunden später umarmen sie dich wieder. Vergeben, im Moment leben und wenn du gefallen bist, einfach wieder aufstehen – ich habe so viel von den Kindern gelernt.“

Gleichzeitig lernte sie etwas, das sie schockierte. Sie erzählt von einem Jungen, dem sie in der Nachmittagsbetreuung begegnete. Beim Kickerturnier sah sie ein selbstbewusstes Kind, das vor Lebendigkeit strahlte. Am nächsten Tag erlebte sie den Jungen im Mathe-Unterricht – und sah ein anderes Kind.

„Diesem Jungen wurde die Lebensfreude genommen. Durch die Schule. Ich dachte sofort: Nie im Leben kann ich auf dieser Seite stehen, die Kinder nach ihren Leistungen bewertet.“

In dem Moment wurde ihr bewusst, wie viel genau das mit ihr gemacht hatte. Sie beobachtete, wie der Schulsozialarbeiter versuchte, diese Diskrepanz aufzufangen. Und beschloss, nach ihrem Ausbildungsabschluss nicht Grundschullehramt zu studieren, sondern Soziale Arbeit. Sie wollte die Person werden, die sie selbst damals für sich gebraucht hätte.

Die Arbeit

Baljit Sunda war 19, als sie die Ausbildung beendete, 24, als sie das Studium abschloss. In diesem jungen Alter hatte sie schon mehr unterschiedliche, bunt schillernde Mosaiksteine gesammelt als manch anderer in einem ganzen Leben.

Sie begann, in der Familienhilfe zu arbeiten. Als Springerin schnupperte sie in viele unterschiedliche Bereiche hinein: ein Flüchtlingsheim mit zehn männlichen Jugendlichen. Intensivpädagogische Betreuung von Kindern, die in Obhut genommen werden mussten. 24-Stunden-Dienste in einem Mutter-Kind-Haus.

Das war einer der beschissensten Jobs, die ich je hatte. Aber auch einer, der mir so viel gegeben hat.

Dann sah Sunda eine Ausschreibung für die Leitung der OGS an der evangelischen Grundschule in Bensberg, ihrer eigenen alten Grundschule. „Ich wusste in dem Moment: Das ist meine neue Stelle!“ Und sie bekam sie. Da war sie Mitte 20.

Heute sagt sie ganz offen: „Das war einer der beschissensten Jobs, die ich je hatte. Aber auch einer, der mir so viel gegeben hat.“ In der Arbeit mit einem Team, das sie selbst nicht ausgesucht hatte und das nicht hinter ihr stand, aber auch in der Arbeit mit den Kindern, Eltern, Lehrer:innen und dem Träger habe sie wahnsinnig viel über sich selbst gelernt und sei über sich hinausgewachsen.

„Alle Kracherkinder sind bei mir im Büro gelandet. Alle, jeden Tag. Und alle Krachereltern, die natürlich auch existieren, kamen zu mir. Alle Beschwerden von der Schulleitung, von den Lehrerkollegen kamen zu mir. Ich hatte überall nur Kritik, Kritik, Kritik.“

Die Spiegelszene

Als sie gerade das Gefühl hatte, die Situation einigermaßen im Griff zu haben, rüttelte die Pandemie wieder alles durcheinander. Sie erzählt von einem Moment, der für sie selbst ein Schlüsselmoment war.

Eine Szene, wie sie in Filmen gern benutzt wird: Die junge Frau steht vor dem Spiegel, guckt sich von oben bis unten an. Bleibt an ihren Augen hängen. Die Kamera zoomt ran, bis man nur noch die Augen sieht. Die Augen, die sich selbst im Spiegel fixieren. Das Alter Ego der jungen Frau erzählt aus dem Off:

„An diesem Tag war irgendwas anders. Ich hab mir in die Augen geguckt, und plötzlich war da Ekel. Ich hab gedacht: Du bist doch die starke Leitungskraft. Du bist die Chefin. Du bist die große Schwester. Du bist die große Tochter. Aber wer bist DU? Darauf hatte ich keine Antwort. Ich hatte nur noch Leere.

Und in dieser Leere habe ich eine Entscheidung getroffen. Ich hab zu mir gesagt: Mädchen, egal was es kostet, du wirst alles tun, scheißegal was, damit du irgendwann in diesen Spiegel guckst, in deine Augen guckst und wieder Lebensfreude siehst.“

Die Geschichte hat Baljit Sunda schon öfter erzählt. In ihren Workshops und auf der Bühne. Denn, so sagt sie mit einem Augenzwinkern: „Als ich innerlich diese Entscheidung getroffen hatte, hat das Außen geliefert.“

Ich habe jahrelang im Außen nach der Erfüllung gesucht anstatt in meinem Inneren.

Sie sah eine Werbung für eine Coaching-Ausbildung und meldete sich sofort an. Absolvierte die für neun Monate angesetzte Ausbildung zum Greator Coach in elf Monaten, abends nach der Arbeit und an den Wochenenden.

Die ersten drei Monate waren Selbst-Analyse, sie fand darin einen weiteren Schlüssel: „Ich habe jahrelang im Außen nach der Erfüllung gesucht anstatt in meinem Inneren.“

Sie fragte sich zum ersten Mal: Wovon träumst du eigentlich? Die Fragen, an denen sie sich davor entlang gehangelt hatte, waren Kopf-Fragen gewesen: Was ist der nächste logische Schritt? Was kann mir nutzen? Jetzt fragte sie ihr Herz, was es sich wünschte. Die Antworten waren: Selbstständigkeit. Andere empowern, also stärken. Und auf der Bühne stehen.

Der erste Schritt

Bevor sie sich traute, ihrem Herzenswunsch zu folgen, landete sie jedoch erst einmal fast im Burnout. Sie wurde krankgeschrieben und machte aus der Situation heraus den ersten großen Schritt: raus aus dem Leitungsjob in der OGS, rein in einen anderen Job als Schulsozialarbeiterin.

Ausgerechnet an der Realschule, an der sie mit zwölf gemobbt worden war. Aber diesmal auf der anderen Seite: „Ich durfte mit den Kindern präventiv arbeiten, sie stärken, auch gegen Mobbing, also genau das, was ich damals selbst gebraucht hätte.“ Ein Stück Heilung für sie.

Aber auch eine Menge Frustrationen, vor allem mit dem Schulsystem. Sie erzählt von Zehntklässlern, die wüssten, was eine binomische Formel sei, aber nicht, wie sie mit ihrer Wut umgehen sollen. „Ich dachte: Wenn du das nicht weißt, haben wir als System versagt.“

Im deutschen Schulsystem sei ein Eingehen auf die einzelnen Kinder einfach nicht vorgesehen. Sie wird lauter, wenn sie über dieses Thema spricht, gestikuliert mehr.

Schule müsste ganz neu aufgestellt werden, findet sie. Die Kinder müssten multiprofessionell betreut werden, nicht nur von Lehrer:innen, sondern auch von Erziehern, Heilpädagoginnen, Logopäden. Ganz andere Inhalte müssten her, Kreativität und Unternehmertum gefördert, der Umgang mit Finanzen besprochen werden, mit künstlicher Intelligenz.

Aber dass das in naher Zukunft passiert, daran glaubt sie nicht.

Sie hatte bereits nebenberuflich begonnen, als Speakerin und Coachin zu arbeiten. Nun wurde der Herzenswunsch immer lauter, der Gedanke, ganz aus dem Schulsystem rauszugehen und sich ihr eigenes „Imperium“ aufzubauen.

„Ich hatte die Schnauze voll davon, in diesem bürokratischen, sinnlosen System nichts erreichen zu können. Ja. Ich hatte die Schnauze voll, weil ich tagtäglich Kinder und Jugendliche gesehen habe, die kaputt gehen.“

Als ihre Stelle nach zwei Jahren nicht refinanziert wurde, war sie innerlich ruhig. Sie sagt: „Ohne diesen wunderbaren Arschtritt hätte ich wahrscheinlich viel länger gebraucht, um das zu tun, was ich wirklich will.“

Die Selbstständigkeit

Seit dem 1. August 2023 ist Baljit Sunda komplett selbstständig, als Empowerment-Coachin, Speakerin und Trainerin. Ihr Ziel ist es, anderen dabei zu helfen, ihre innere Stärke (wieder) zu finden, so wie sie es selbst geschafft hat. Auf ihrer Webseite schreibt sie:

„Meine Mission – so viele Menschen stärken, damit wir eine starke Welt haben. Eine Welt, in der Menschen Selbstverantwortung übernehmen, gemeinsam nach Lösungen suchen und voneinander lernen in Verbindung und Liebe.“

Dabei richtet sie sich mit ihren Angeboten in erster Linie an Jugendliche, Eltern sowie pädagogische Fach- und Führungskräfte. Warum ausgerechnet diese drei Gruppen?

Ich kann Jugendliche so viel empowern wie ich möchte – wenn sie am Ende weder in der Schule noch zu Hause weiter gestärkt werden, wird das verfliegen.

Kleinere Kinder, sagt Sunda, seien sehr gut mit sich verbunden. Langsam bergab gehe es, sobald sie in die Schule kämen. Ab der siebten, achten Klasse würden ganz viele Jugendliche fallen gelassen. Genau dann, wenn sie in die Pubertät kommen. Ab dann ginge es nur noch um Leistung, Lernstandserhebungen, Tests, Abschluss. Ein ganz großer Trigger für Baljit Sunda: Leistung gleich Liebe.

„Wenn ich es schaffe, einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Jugendlichen gestärkt sind und mehr an sich glauben, dass sie es schaffen, mit ihren Gefühlen umzugehen, mit ihren Selbstzweifeln, und gut zu sich selber zu sein, dann haben wir eine starke Zukunft. Weil da sitzen die zukünftigen CEOs, Mitarbeiter, kreative Seelen, Bundeskanzlerinnen, Polizisten und Lehrerinnen.“

Über Jugendzentren, externe Träger wie Awo oder Jugendmigrationsdienst und die Volkshochschule bietet Baljit Sunda daher zum einen Empowerment-Workshops für Jugendliche selbst an. Aber: „Ich kann Jugendliche so viel empowern wie ich möchte – wenn sie am Ende weder in der Schule noch zu Hause weiter gestärkt werden, wird das verfliegen.“

Hinweis der Redaktion: Sie können Baljit Sunda beim Europa- und Demokratiefestival des Bürgerportals am 10. Mai zweimal erleben: Als Speakerin in der SpeakersCorner gegen 15:15 Uhr auf dem Marktplatz und im Workshop „Empowerment – von innen gestärkt gegen Rassismus“ um 15:30 Uhr im kleiner Ratsaal im Rathaus. Der Workshop richtet sich gezielt an Schüler:innen, Jugendliche und junge Erwachsene. Mehr Infos, Anmeldung (kostenlos)

Eltern und Fachkräfte

Deshalb hat Sunda auch ein zwölfwöchiges Online-Programm mit enger Begleitung für Eltern entwickelt. Darin können sie zum Beispiel lernen, wie sie ihr Kind stärken, wie sie es richtig loben, wie sie auch sich selbst loben. Denn viele Eltern müssten erst einmal lernen, sich selbst zu stärken, um ihre eigenen Kinder stärken zu können.

Das gleiche gilt für pädagogische Fach- und Führungskräfte – und die können einen Unterschied für viele Kinder und Jugendliche auf einmal machen.

Dabei geht es zum einen auch hier darum, sich selbst zu stärken. Und zum anderen darum, Empowerment in der Schule zu implementieren und weiterzugeben. Im Kollegium und natürlich in den Klassen.

Empowerment ist gar nicht so kompliziert

Als Baljit Sunda Schulsozialarbeiterin war, kamen manchmal Schüler:innen verzweifelt vor einer Klausur zu ihr, sagten, sie würden es nicht schaffen. Sie brachte dann immer ein Zitat von Henry Ford: „Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.“ Gefolgt von einem aufmunternden „Ihr geht da jetzt rein und sagt ‚Ich schaff das. Ich hab mein Bestes getan, und ich werde jetzt mein Bestes geben.‘ Mehr als das geht nicht.‘“

Sunda lacht und erzählt, wie die Jugendlichen danach wieder zur ihr kamen und aufgeregt berichteten, dass es geklappt hätte.

„Empowerment ist gar nicht so kompliziert“, sagt sie. Darüber lernen die Lehrkräfte aber nichts im Studium – und selbst erarbeiten können sie es sich auch nicht, denn die Anforderungen an den Beruf sind hoch, der Personalmangel ist es ebenfalls.

Hier möchte Baljit Sunda mit Vorträgen und Seminaren ansetzen, die sie zum Beispiel beim Berufskolleg, bei der Wirtschaftsförderung oder als Dozentin bei der Pädagogischen Akademie anbietet.

Die Brücke

Auf der Bühne bezeichnet sie sich selbst als „Newcomerin“. Ganz so neu ist sie dann aber doch nicht: Letztes Jahr schaffte sie es bei der Casting Show „Germany’s Next Speakerstar“ bis auf Platz 37. Beim Internationalen Speaker Slam 2022 gewann sie den Publikumspreis.

Ob bei Vorträgen oder in Workshops – ganz wichtig findet es Baljit Sunda, sich zunächst einmal selbst zu öffnen. Zum Beispiel mit ihrer Spiegel-Geschichte. Sie sagt:

„Empowerment bedeutet auch, über Glaubenssätze zu reden, Sätze wie: Ich kann das nicht, ich schaff das nicht, ich bin es nicht wert. Das ist heftig. Und das kann bei dem einen oder anderen Trauer, Wut, Angst, Ohnmacht auslösen, das weiß ich. Und wenn man so einen Raum öffnen möchte, dann muss man sich selber öffnen.“

In dem Zusammenhang ist sie heute auch dankbar für die schwierigen Erfahrungen, die sie selbst gemacht hat. Die sie bereitwillig mit den Menschen teilt, zu denen sie spricht. All die bunten Mosaiksteine, die ihr dann oftmals als Brücke dienen, wenn sie sagt: Leute, ich weiß, wovon ihr sprecht.


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ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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