Foto: Thomas Merkenich

Seit 182 Jahren feiert die Stadt Laurentiuskirmes, in diesem Jahr findet das Spektakel vom 10. bis 13. August 2023 statt. Großen Fahrspaß verspricht unter anderem das Riesenrad „Ostseestern“: Es sorgt mit 38 Metern Höhe für den optimalen Überblick über das Familienfest. Doch das ist nur eine von vielen Fahrattraktionen.

Wir veröffentlichen einen Text des Schaustellervereins Bergisch Gladbach

Das gelbe Sonnenplakat und die Werbetafeln an den Einfallstraßen unserer Stadt kündigen es unübersehbar an: Ab Samstag ist Kirmes in Bergisch Gladbach. Pünktlich zur Laurentiuskirmes ziehen die Schausteller mit ihren bunten Wagen und Attraktionen wieder in unsere Stadt und das schon seit 182 Jahren. Die ersten Aufzeichnungen in unserem Stadtarchiv stammen von 1842!

Auch in diesem Jahr wird es eine Schaustellermesse in Bergisch Gladbach geben und das schon zum 17. Mal. Das ist auf eine Idee des Kreisdechanten Norbert Hörter von St. Laurentius zurückzuführen, der damit das Patronatsfest der Pfarrei St. Laurentius hervorheben möchte, denn das ist der Ursprung der Laurentiuskirmes.

Die Messe wird am Samstag, den 10. August, um 10 Uhr in St. Laurentius gefeiert. Alle Schausteller und auch alle Gemeindemitglieder und Kirmesfreunde sind ganz herzlich hierzu eingeladen.

Nach der Messe laden die Kirche und der Schaustellerverein zu einem kleinen Frühstück vor der Kirche ein. Eine schöne Gelegenheit, die Schausteller einmal persönlich kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Um 12 Uhr eröffnen Bürgermeister Frank Stein, Landrat Stephan Santelmann, Kreisdechant Norbert Hörter und Burkhardt Unrau dann die Laurentiuskirmes auf dem Konrad-Adenauer-Platz.

Die Schausteller laden auch in 2023 wieder zu Laurentiuskirmes (Fotos: Archiv)

Fahrgeschäfte, Speisen und Getränke

Süßwarenstände locken mit duftenden Mandeln, türkischem Honig und leuchtend roten Paradiesäpfeln. Getränke- und Imbissstände sind beliebte Treffpunkte für kleine Verschnaufpausen und ein Schwätzchen unter Freunden.

Schießbuden fordern Jung und Alt zum Duell, Ringe- und Ballwerfen stellen Geschicklichkeit und Konzentration auf die Probe, Entchenangeln, Schweinchenbahn, Miniscooter, Pressluftflieger und Kinderkarussell lassen Kinderaugen leuchten und nie genug bekommen.

Farbenprächtige Buden und Fahrgeschäfte verzaubern die Kirmesbesucher, überraschen mit kleinen und großen Attraktionen und entführen Jung und Alt in die Welt der eigenen Phantasie.

Highlight Riesenrad

Das Highlight der diesjährigen Laurentiuskirmes ist erneut das Riesenrad Ostseestern, mit einem opulenten neuen Vordach, über den Wolken schweben in 38 Metern Höhe; auch ist der „Flipper“ wieder in unserer Stadt, der eine komplett neue Bemalung erhalten hat und jetzt Steamer heißt, 12 offene Kugeln rotieren auf einer flachen Scheibe, die sich in schnellen Drehungen langsam aufrichtet.

Auf dem Ring Renner das Gefühl einer kleinen Achterbahn erleben, ein tolles Fahrgefühl erwartet die ganze Familie; um die eigene Achse wirbeln im Break Dance; grenzenlose Freiheit genießen auf der Route 66, dem Autoscooter.

In schwingenden und schaukelnden Gondeln auf der Schlittenfahrt Hawaii Swing durch die Luft sausen; den Weg finden im Chrystal City, Verwirrung und Fun für Jedermann; alle tauchen gemeinsam ein in das Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

Stadt unterstützt

Auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes von Bergisch Gladbach können sich dem Kirmeszauber nicht entziehen. Sie sorgen schon seit vielen Jahren für die Auswahl und optimale Platzierung aller Kirmesgeschäfte:

Großfahrgeschäfte brauchen, aufgrund ihres Gewichts, einen besonders festen Untergrund, Schweinchenbahn und Kinderkarussell benötigen einen sicheren Platz, damit auch die kleinsten Besucher gefahrlos ihren Spaß haben können, Getränke- und Imbissstände müssen möglichst gleichmäßig über den Platz verteilt sein, damit niemand verhungert oder verdurstet auf seinem Kirmesrundgang.

So sorgen Stadtverwaltung und Schausteller seit 182 Jahren für eine bürgernahe Kirmes im Herzen unserer Stadt, zweimal im Jahr. Bergisch Gladbach ist der Tradition Kirmes eng verbunden und pflegt sie liebevoll. Das beginnt mit der Eröffnung.

Eröffnung mit Fassanstich

Kirmessamstag, den 10. August um 10 Uhr geht’s los, mit der 17. Schaustellermesse in Bergisch Gladbach, mit anschließendem Frühstück. Um 12 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung der diesjährigen Laurentiuskirmes, auf dem Konrad-Adenauer-Platz, traditionell wird das Bierfass angestochen und St. Laurentius wird es weithin mit seinem Glockengeläut verkünden. Es ist wieder Kirmes in unserer Stadt: das größte Familienfest in Bergisch Gladbach!

Kostenlos werden Fahrchips verteilt, von den Schaustellern gespendet. Ein besonderer Leckerbissen für die vielen jungen Kirmesfans. Sie wissen, es lohnt sich vorbeizuschauen: und der Schaustellerverein lädt alle Kirmesfreunde herzlich ein dabei zu sein.

Damit das Parken kein Abenteuer wird, stehen rund um den Kirmesplatz ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Feuerwerk zum Abschluss

Und dann, am Kirmesdienstag, dem 13. August, heißt es wieder: Abschied nehmen. Den versüßen uns auch in diesem Jahr wieder die Schausteller. Mit einem spektakulären Feuerwerk bedanken sie sich bei allen Kirmesfreunden, verabschieden sich von Bergisch Gladbach und freuen sich auf eine neue Saison im nächsten Jahr und alle Gladbacher freuen sich heute schon auf ihre beiden großen Kirmessen.

ist Kirmes-Fan seit Kindesbeinen und seit 20 Jahren ehrenamtlicher Geschäftsführerdes Schausstellerverbandes Bergisch Gladbach. Ein Portät über ihn finden Sie hier: https://in-gl.de/?p=81279

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  1. Von mir aus können alle Spaß haben bis sie grün im Gesicht sind. Sind es doch oft grade die Zeitgenossen, die im Leben sonst wenig Spaß haben, die das Kirmestreiben wider jeglicher Vernunft bejubeln und kritiklos konsumieren. Da will man halt keine kritischen Stimmen hören und haut kurz mal drauf. Aber nach wie vor stellt sich doch die Frage, warum nach so viel Spaß unbedingt noch eine grandiose Ferkelei in Form eines Feuerwerks stattfinden muss.

    1. Geh doch zu Twitter, da kannst du deine saure Galle absondern und bist unter deinesgleichen.

    2. Ich schlage vor, wir schaffen als erstes alle Feiertage ab (außer Aschermittwoch, Karfreitag und dem Volkstrauertag natürlich). Als nächste Maßnahme ziehen wir in unserer Freizeit nur noch im Büßergewand durch die Straßen und denken fortwährend an ernste Dinge. Und schließlich wird alles strikt verboten, was nicht ausschließlich einem nützlichen Zweck dient.

    3. Warum kann man einzelne Aspekte des für manche nahezu heiligen Brauchtums nicht mal hinterfragen, ohne dass einem mit derartiger Vehemenz unterstellt wird, komplett säuerlich spaßbefreit? Kirmes ist eben nicht für jeden das Highlight des Jahres.

      1. Weil es da nicht ums „Hinterfragen“ ging, sondern darum, dass sich jemand persönlich durch die Kirmes und ihre Begleitumstände gestört fühlte und lediglich aus der eigenen Befindlichkeit heraus das Ganze mit dürren Argumenten in Frage stellte.

    4. Schade. Eigentlich interessiert mich Kirmes nicht sonderlich – aber hätte ich gewusst, dass es dort eine “grandiose Ferkelei” gibt, wäre ich sicher hingegangen. Leider stand das nicht in der Ankündigung. Ferkel sind süüüüß!

  2. ….freuen wir uns einfach mal auf eine gute Zeit..man kann immer negative Aspekte suchen….
    “Immer das Gleiche”… “Sperrungen” … “Lautstärke”… “zu teuer”…
    Lasst uns doch, als Einwohner, einfach mal Spaß und Leben!!! in Bergisch Gladbach haben… wir sind kein Kurort,… sondern eine lebendige Stadt!…hoffe ich

    1. Genau so ist es. Manchen Leuten steigt immer die Säure in den Hals, wenn sie sehen, dass andere Spaß haben – was ist das für ein Leben?

  3. Die Kirmes (ganz egal ob zu Pfingsten oder im August) sorgt nicht bei jeder/jedem für Vergnügen.
    Die Stadtverwaltung sollte das Personal lieber für die wirklich wichtigen Aufgaben einsetzen.

    1. Gelesen und gelacht. Soll sich das Verwaltungshandeln jetzt nach einer sauertöpfischen Minderheit richten?

    2. Sie haben vergessen, den Beitrag als Ironie zu kennzeichnen.
      Und ich greife mal jemanden vor, –dann auch noch ohne Klarnamen:)

  4. Es gibt sicher viele Menschen, die Spaß an der Kirmes haben. Ich finde es aber ziemlich traurig, daß dafür die Haltestelle Markt für ca 2 x 10 Tage nicht nutzbar ist.

    1. Ja da muss man dann 100 Meter weiter zu Fuß gehen.
      Skandal.
      Daher: Kirmes absagen, damit bloß keiner mehr Spaß hat in diesem ver*n Land. Und die Stadtverwaltung soll bitte malochen und sich um die wichtigen Dinge kümmern.

      1. Ich habe lediglich die Dauer der Aufbauzeit kritisiert. An den Straßen wird um jeden Parkplatz gekämpft, der wegfällt, weil wohl so viele Menschen schlecht zu Fuß in die Geschäfte kommen, aber hier scheinen 100 Meter Fußweg nicht so wichtig zu sein.
        Spaß kann man in diesem Land auch haben, ohne einen Fuffi zur Kirmes zu tragen, kann sich auch nicht jeder leisten.

      2. Hallo Tomate,
        ich gönne Ihnen den Spaß, jetzt kommt aber das große ABER: die Aufgabe einer Kommunalverwaltung liegt vorrangig darin, Pflichtaufgaben zu erfüllen. Diese werden nicht mehr zeitnah erledigt, dass Personal fehlt. Die Organisation einer Kirmes zählt jedenfalls nicht zu dem Katalog der Pflichtaufgaben, kostet viele Stunden Arbeitskraft und Geld.
        Man darf doch sicherlich mal in Frage stellen, ob Bergisch Gladbach innerhalb von drei Monaten zweimal dieses Vergnügen organisieren, umsetzen und finanzieren muss.

      3. Ja, Babsy, da können Sie gerne verbal mit dem Fuß aufstampfen, aber es gibt nun mal verschiedene Menschen mit verschiedenen Prioritäten in dieser Stadt, und es geht nicht alles nach dem Kopf der Bedenkenträger.

        Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Stadt hier pflichtwidrig handelt und Sie von diesem Handeln betroffen sind, dann steht Ihnen jederzeit der Weg zum Verwaltungsgericht offen.

      4. Antwort auf den Kommentar von „Babsy“: Die Stadt Bergisch Gladbach ist zwar Veranstalter der beiden Kirmessen, dies führt aber nicht dazu, dass Pflichtaufgaben nicht erfüllt werden.

        Die Finanzierung der Kirmes erfolgt nicht durch die Stadt Bergisch Gladbach, sondern durch die Schausteller, die für die Teilnahme an der Kirmes Standgelder nach der Kirmesstandgebührensatzung zahlen müssen.

        Die Organisation der Kirmessen erfolgt zudem weitestgehend in ehrenamtlicher Tätigkeit durch einen Ehrenamtler, der hierfür keinerlei Obulus erhält.