Eine erste Skizze der Stadtplaner, wie die „Stadtkante“ an der Gohrsmühle von den alten Stadthäusern bis zum Driescher Kreisel gestaltet und an das Zanders-Gelände gegenüber angedockt werden könnte.

Der Stadtplanungs- und Entwicklungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag vor allem an der Zukunft der alten Stadthäuser im Rahmen der Neuordnung der Innenstadt abgearbeitet. Und an der Frage, was Naturschutz, Hochwasserprävention und Landwirtschaft miteinander zu tun haben. Einmal gelang ein Kompromiss, einmal nicht. Weitere Themen: Das Strategische Entwicklungskonzept für Gronau, die Erweiterung des EVK durch ein Seniorenheim, der Grüne Mobilhof und ein Dialog mit den Architekten der Stadt.

Wir fassen die Debatten und Ergebnisse in diesem Ad-hoc-Protokoll knapp zusammen, die Links verweisen auf die Originalunterlagen im Ratsinformationssystem und auf die frühere Berichterstattung.

Für den Abriss der alten Stadthäuser hat die CDU im Stadtplanungsausschuss (STPLA) erneut plädiert und auf einen Beschluss von 2016 gepocht. Nach längerer Diskussion votierte der Ausschuss einstimmig für die von der Stadt vorgeschlagenen Leitideen für die Innenstadt, inklusive eines neuen Gutachtens zum Erhalt der Stadthäuser und ergänzt um einen anschließenden städtebaulichen Wettbewerb für die gesamte Bebauung der Gohrsmühle. Ratsinfosystem, Hintergrund

Die Ausweitung von Naturschutzgebieten und Aufforstungen an den Oberläufen von Bächen zum Schutz vor Starkregen hat die Stadt im Rahmen einer Stellungnahme zum Landschaftsplan Südkreis vorgeschlagen. Das kritisierte die CDU im STPLA scharf; die Stadt gehe über Interessen von Landwirten hinweg, drücke den Wert privater und städtischer Wälder und schränke Optionen der Stadt ein. Ob Aufforstungen bei Starkregen wirkten, sei wissenschaftlich nicht belegt.

Grüne und SPD hielten entgegen, dass für Anrainer der Bachunterläufe dringend etwas getan werden müsse. Die Stadt bestätigte, dass der Kreis zugesichert habe, nichts ohne Zustimmung der Eigentümer zu unternehmen. Am Ende stimmte der Ausschuss mit den Stimmen von Grünen, SPD, FWG und AfD gegen CDU und FDP dem Vorschlag der Stadt knapp zu. Ratsinfosystem

Bei der Bürgerbeteiligung in Gronau sind 350 Eingaben eingegangen, von denen rund 20 als konkrete Maßnahmen in Stadtentwicklungskonzept Gronau eingehen könnten, berichtete die Stadt im STPLA. Ein Zwischenstand soll am 9.10. bei einer Ergebniswerkstatt vorgestellt werden. Die SPD forderte Zeitplan und Priorisierung für die Umsetzung, um Erwartungen der Bürger:innen nicht zu enttäuschen. Für die CDU bleibt die Mülheimer Straße eine Durchgangsstraße, durchgehend Tempo 30 mache daher keinen Sinn. Stadt GL, Ratsinfosystem

Für die Erweiterung des EVK durch eine Senioreneinrichtung an der oberen Hauptstraße und für den Mobilhof in Moitzfeld stellte die Stadt die nächsten Verfahrensschritte im STPLA zur Abstimmung, bei beiden Projekten stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Ratsinfosystem

Einen Dialog mit den Architekten der Stadt und dem Gestaltungsbeirat hat die Stadtverwaltung gestartet, um die Kommunikation zu verbessern und für eine bessere Baukultur zu sorgen, berichtete der Beigeordnete Ragnar Migenda im STPLA am Rande der Vorstellung des Jahresberichts des Beirats. Ratsinfosystem

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.