Die Kirche Heilige Drei Könige in Hebborn. Foto: Thomas Merkenich

Ein außergewöhnliches Konzert bietet die Katholische Gemeinde St. Laurentius an: Zum Gedenken an die Reichspogromnacht lebt die vielfältige Musikkultur, die in vielen Synagogen herrschte, wieder auf. In der Kirche zu den Heiligen Drei Königen in Hebborn.

Das Gedenken an die ,,Reichspogromnacht“, in der am 9. November 1938 in vielen deutschen Städten Synagogen zerstört wurden, steht im Mittelpunkt des Konzerts Shalom – Kirche trifft Synagoge.  Daneben zeigt es aber auch die vielfältige Musikkultur, die in vielen Synagogen herrschte.

So gab es beispielsweise in Synagogen wie der 1866 neuerbauten Berliner Synagoge große Orgeln und im Konzert Shalom – Kirche trifft erklingt dann auch zu Beginn das ,,Präludium zur Einweihung der neuen Synagoge zu Berlin“ von Hugo Schwantzer.

,,Shalom – Kirche trifft Synagoge”
Samstag, 9. November, 19 Uhr
Hl. Drei Könige, Odenthaler Str. 259

Die Ausführenden sind:
Holger Faust-Peters, Violoncello
Kantor Helmut Voß, Orgel
Pfr. Dr. Axel Hammes, Moderation

Der Eintritt ist frei

Daneben erklingt eines der bekanntesten Werke von Max Bruch (1838 – 1920), das ,,Kol Nidrei“, das auf dem jüdischen Gebet ,,Kol Nidre“ basiert, das am Vorabend des höchsten jüdischen Feiertags, des ,,Jom Kippur“ gebetet wird.

Ein weiteres gewichtiges Werk des Programms ist die Orgelsinfonie ,,Die Jiddische“ von Andreas Willscher (*1955), die Selma Berbaum-Eisinger gewidmet ist, einer Jü­din und Lyrikerin, die 1942 mit 18 Jah­ren im KZ Mi­chai­low­ka an Ty­phus starb.              

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