Die Mülheimer Straße. Foto: Thomas Merkenich

Um den Lärm entlang der am höchsten belasteten Hauptverkehrsstraßen zu reduzieren schreibt die Stadt Bergisch Gladbach ihren Lärmaktionsplan fort. In der inzwischen vierten Runde können die Bürger:innen seit heute den aktuellen Entwurf einsehen und Einwände oder Vorschläge einbringen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Die Arbeiten am Lärmaktionsplan der Runde 4 für Bergisch Gladbach gehen in die nächste Runde über: In der Zeit von Montag, den 9. Dezember 2024 bis Sonntag, den 12. Januar 2025 läuft die abschließende zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung. Während dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger den aktuellen Entwurf des Lärmaktionsplans einsehen und erneut an dessen wirkungsvoller Entwicklung aktiv mitwirken.

Mit der Aufstellung des Lärmaktionsplans setzt die Stadt Bergisch Gladbach die “EU-Umgebungslärmrichtlinie” um, die über das Bundesimmissionsschutzgesetz die Kommunen verpflichtet, Lärmminderungsplanung zu betreiben. In Bergisch Gladbach soll der Plan insbesondere zur Verbesserung der Lärmsituation entlang der am höchsten belasteten Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet beitragen.

Im Rahmen der ersten Bürgerbeteiligung im April/Mai 2024 hatten Bürgerinnen und Bürger bereits die Möglichkeit, Anregungen und Hinweise zur Verbesserung der Lärmsituation zu machen und auch Minderungsmaßnahmen zu lokalen Lärmbelastungen vorzuschlagen. Die Beteiligung erfolgte dabei über einen Online-Fragebogen (mit der Möglichkeit zur Verortung der Rückmeldungen), wie auch mittels E-Mail und auf persönlichem Weg. Insgesamt gingen 205 Beiträge von Bürgerinnen und Bürgern ein, wobei der weitaus überwiegende Anteil die Beteiligung mittels Online-Fragebogen nutzte.

Auf dieser Basis konnte eine interaktive Themenkarte erstellt werden, in der die örtliche Verteilung der je Lärmart gemeldeten Betroffenheiten lagegenau wiedergegeben ist. Über die städtische Webseite kann die Karte aufgerufen werden. Eine Zusammenfassung und erste statistische Auswertungen der Ergebnisse in Form einer Mitteilungsvorlage wurden dem Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung am 18. Juni 2024 vorgestellt (siehe auch Vorlage 0287/2024, Ratsinformationssystem Bergisch Gladbach.a  

Der aktuelle Berichtsentwurf zum Lärmaktionsplan der Runde 4, welcher der jetzt startenden zweiten Beteiligungsphase zugrunde liegt, beinhaltet sowohl die Rückmeldungen aus der ersten Beteiligungsphase, als auch daraus entwickelte Maßnahmenvorschläge.

Dieser Entwurf steht zur Einsichtnahme und erneuter öffentlicher Beteiligung in der Zeit vom 9. Dezember 2024 bis einschließlich dem 12. Januar 2025 bereit. Die Bürgerinnen und Bürger sind auch hierzu wieder herzlich eingeladen, ihre Anregungen und Kommentare beizusteuern. Diese werden dann erneut einzelfallbezogen geprüft und gegebenenfalls in die Endfassung des Lärmaktionsplanes der Runde 4 mit aufgenommen. 

Folgende Möglichkeiten zur Beteiligung stehen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung:

  • über ein Online-Formular mit interaktiver Karte
  • schriftlich an: Stadt Bergisch Gladbach – Der Bürgermeister, Fachbereich 7-36
    – Immissionsschutz, 51439 Bergisch Gladbach,
  • per E-Mail an: lap@stadt-gl.de oder
  • per Niederschrift persönlich nach vorheriger Terminvereinbarung oder telefonisch unter 02202/14-1241 oder 14-1242

Darüber hinaus liegt der Entwurf des Lärmaktionsplans in der Zeit vom 9. Dezember 2024 bis zum 12. Januar 2025 im Rathaus Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz im Raum U15a im Untergeschoss, öffentlich aus (montags bis donnerstags 8.30 bis 12.30 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr – Betriebsferien beachten!). Stellungnahmen können auch hier während der Auslegungsfrist schriftlich oder mündlich abgegeben werden.

Alle Beiträge aus der Bürgerschaft, sowie auch Stellungnahmen der ebenfalls beteiligten Träger öffentlicher Belange (z. B. benachbarte Kommunen, Behörden, Verbände) werden erneut einzelfallbezogen geprüft und fließen gegebenenfalls mit ein. Der daraus überarbeitete Lärmaktionsplan wird anschließend dem Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung zur Beratung vorgestellt. Am Ende des Verfahrens steht die Beschlussfassung durch den Stadtrat.

Weitere Informationen: Stadt Bergisch Gladbach, FB 7-36 Umweltschutz, Tel. 02202 141241.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
    Ich wohne seit 23 Jahren in der Abflugschneise des Flughafens.
    Um 4 5 Uhr morgens geht das los, dann starten die Frachtflieger, begleiten mich in meinen Träumen.
    Ich bin eher beunruhigt wenn ich da gar nix mehr höre.

    1. Dann haben Sie wohl auch schlaflose Nächte, wenn bei entsprechenden Wetterverhältnissen der Verkehr über die Querwindbahn abgewickelt wird.

  2. Frage an das SchwarmWissen:
    WO hat der Lärmaktionsplan schon mal irgendwo den (insbesondere Straßen-)Lärm VERRINGERT ? ?
    Ist das nicht (zu) teure Schaumschlägerei angesichts von immer mehr sog. „Wohnquartieren“ und damit immer MEHR PKWs (und nicht weniger)

    1. Der Lärmaktionsplan alleine verringert gar nichts – aber er ist ein zusätzliches Argument, wenn es darum geht, Tempo 30 anzuordnen, eine neue (leisere) Straßendecke aufzubringen oder Verkehrsinseln anzulegen. In der Kölner Straße wurde z.B. vor Kurzem knapp oberhalb der Straßenbahn eine Querungshilfe eingerichtet, die im letzten LAP als Maßnahme enthalten war.

    2. Wobei man sich fragen muss, welchen Einfluss die Querungshilfe haben soll.
      Vielmehr war einfach Platz durch die Linksabbiegespur in den neue Bebauung und aufgrund der neuen Anwohner Bedarf zur Querung, um zur Linie 1 zu gelangen.

      Bremsende Wirkung hat die Querung nicht.

    3. Auf einer optisch freien, breiten Straße fahren KFZ schneller. Jede Verkehrsinsel, Verschwenkung etc. trägt dazu bei, den Verkehr etwas zu entschleunigen.

      1. Da gibt es keinen Einfluss, da diese Insel auf der Linksabbiegespur ist.
        Und was den Lärm dort verursacht sind die beschleunigenden Autos, nachdem sie langsam über die Bahnschienen fahren mussten, da durch die horizontale Position in der Steigung eine ordentliche Bodenwelle entsteht.

        Also bitte keine Märchen erzählen bzgl. Insel und Lärmaktionsplan, bzw. bzw. deren positiven Effekte