Heinrich Jarczyk bei der Vernissage im Oberschlesischen Landesmuseum. Fotos: SHOS | OSLM, Langen

Das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen hat die Ausstellung „Ich habe so viel Schönes gesehen!“ eröffnet – und würdigt damit den Bergisch Gladbacher Maler und Zeichner Heinrich J. Jarczyk zu seinem 100. Geburtstag. Der Künstler ließ es sich nicht nehmen, an der Vernissage teilzunehmen.

Die Ausstellung „Ich habe so viel Schönes gesehen! – Dem Maler und Zeichner Heinrich J. Jarczyk zum 100. Geburtstag“ zeigt noch bis zum 2. März Werke aus sieben Jahrzehnten (von den 1940er Jahren bis in die 2000er Jahre) und präsentiert die gesamte Bandbreite seiner künstlerischen Ausdrucksformen – von Zeichnungen und Radierungen über Aquarelle bis hin zu Ölgemälden.

Heinrich J. Jarczyk wurde am 18. Januar 1925 in Neisse/Nysa (Oberschlesien) geboren. Er hat ein Lebenswerk geschaffen, das von wissenschaftlicher Präzision und künstlerischer Ausdruckskraft geprägt ist.

Heinrich J. Jarczyk in einem Foto von 1989. Foto: Angela Krebs

Der Künstler wuchs in einem von Literatur, Musik und Kunst geprägten Elternhaus auf. Nach dem Abitur 1943 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, doch auch während des Krieges hielt er seine Eindrücke von Landschaften und Menschen in Skizzen fest.

Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte Jarczyk Naturwissenschaften und Kunstgeschichte und promovierte 1952. Er arbeitete als Wissenschaftler an führenden Forschungsinstituten. Seit der Pensionierung 1987 wandte er sich ganz der Kunst.

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Nie gezeigte Werke: Villa Zanders würdigt Heinrich Jarczyk mit Ausstellung

Nur für kurze Zeit ist in der Villa Zanders eine bemerkenswerte Kabinettausstellung mit Werken von Heinrich Jarczyk zu sehen. Sie geben einen guten Überblick über das Schaffen des in Bergisch Gladbach lebenden Künstlers. Zu sehen sind auch Arbeiten, die in seinen über 50 Einzelausstellungen bis dato nicht präsent waren.

Heinrich J. Jarczyk lebt heute in Bergisch Gladbach. Das Kunstmuseum Villa Zanders hatte zuletzt vor fünf Jahren Jarczyk eine Ausstellung gewidmet.

Die Werkschau wurde am Sonntag mit einem festlichen Neujahrsempfang eröffnet. Die Harfenistin Konstanze Jarczyk, Tochter des Künstlers, begleitete die Vernissage musikalisch.

Momentaufnahmen von der Vernissage in Ratingen. Fotos: SHOS | OSLM, Langen

Im Museum sind derzeit zudem die große Sonderausstellung „Silberfieber. Der Tarnowitzer Bergbau – das UNESCO-Welterbe in Oberschlesien“ sowie die Sonderausstellung „Schlesisches Theater. Geschichte und Gestalten“ zu sehen. Eine besondere Kinder- und Familienausstellung trägt den Titel „Jesderkusch! Oder die verzwickte Geschichte Oberschlesiens“ und ist in Kooperation mit dem Haus für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit in Oppeln entstanden.

Das Oberschlesische Landesmuseum (Bahnhofstraße 62 in Ratingen-Hösel) trägt zur Bewahrung und Vermittlung des schlesischen Erbes bei und pflegt enge Kooperationen mit Partnern in Polen. Besondere Projekte der letzten Jahre umfassen die wissenschaftliche Tagung zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung in Oberschlesien sowie Ausstellungen wie ‚Polen oder Deutschland? Oberschlesien am Scheideweg‘ und ‚Grenzgänger. Alltag in einem geteilten Land‘.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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