Die Drogeriemarktkette DM will schon bald nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel verkaufen. Was auf den ersten Blick als günstige Alternative erscheint, könnte sich aber negativ auf die Gesundheit auswirken. Die Inhaber der Schloss Apotheke erläutern, welche Auswirkungen die neue Konkurrenz auf Apotheken sowie Patienten hat – und welche Rolle eine lokale Online-Apotheke aus Bergisch Gladbach spielt.

Von Astrid Baldauf und Markus Kerckhoff

Die Drogeriemarktkette DM sorgte Ende letzten Jahres mit der Ankündigung für Schlagzeilen, ab diesem Jahr auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, sogenannte OTC-Produkte (over the counter), anzubieten. Zurzeit arbeitet DM intensiv daran, die notwendigen logistischen Voraussetzungen zu schaffen, und plant, die Filialen über das tschechische Zentrallager zu beliefern.

Diese Entwicklung hat nicht nur die Börsenkurse etablierter Online-Apotheken kurzfristig unter Druck gesetzt, sondern auch bei den Apotheken vor Ort Besorgnis ausgelöst. Die Konkurrenz durch eine derart große Marktmacht stellt lokale Anbieter vor erhebliche Herausforderungen.

Drogeriemärkte und Gesundheitsprodukte – eine ernstzunehmende Konkurrenz

Gesundheitsprodukte sind schon lange ein fester Bestandteil im Sortiment der Drogeriemärkte. Von Sportsalben über Halsschmerztabletten bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln – Drogeriemarktkunden finden eine Vielzahl an Produkten, die ohne pharmazeutische Beratung verkauft werden.

Mit der Einführung von OTC-Arzneimitteln könnte ein umsatzstarkes Geschäftsfeld der Apotheken noch weiter unter Druck geraten. Die Einkaufsmacht großer Ketten wie DM ermöglicht es ihnen, Produkte zu besonders günstigen Preisen anzubieten – ein Preisdruck, dem viele lokale Apotheken nur schwer standhalten können.

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Risiken für Patienten

Doch es geht nicht nur um wirtschaftliche Aspekte. Der Verkauf von Medikamenten ohne fachliche Beratung birgt auch Risiken. Gerade Patienten, die regelmäßig mehrere Medikamente einnehmen oder komplexe Medikationspläne befolgen, könnten gefährdet sein, wenn Wechselwirkungen nicht erkannt werden.

Hinzu kommen Gefahren, wie zum Beispiel die momentan in TikTok verbreitete „Paracetamol-Challenge“, in der Jugendliche und Kinder damit konkurrieren, immer höhere Dosen von Paracetamol zu sich zu nehmen und damit ihr Leben aufs Spiel setzen. Zeitgleich, wenn wahrscheinlich auch zufällig, sind zahlreiche mengenbezogene Sonderangebote von Paracetamol in den Online-Apotheken erhältlich.

Viele lokale Apotheken hingegen beschränken die Abgabemenge von Paracetamol auf eine Packung pro Person in Zeiten, wie diesen.

Eine Vereinfachung des Bezugsweges von Arzneimitteln darf nicht nur unter dem Aspekt der Bequemlichkeit und Kostenersparnis gesehen werden. Was auf den ersten Blick als günstige Alternative erscheint, könnte sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Eine lokale Alternative: apo.de aus Bergisch Gladbach

Doch auch hier vor Ort gibt es bereits innovative Lösungen, die genau das Spektrum an Service und Leistung abbilden, welches hier prophezeit wird. Ein Beispiel ist die Online-Apotheke apo.de, die von der Schloss Apotheke in Bergisch Gladbach vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde.

Apo.de verbindet die Vorteile eines modernen Online-Shops mit den Stärken einer lokalen Apotheke:

  • Kostenloser Lieferservice: Kunden in Bergisch Gladbach können ihre Bestellung bequem nach Hause liefern lassen.
  • Selbstabholung: Wer möchte, kann die Produkte direkt in der Schloss Apotheke in Bensberg-Frankenforst abholen.
  • Eine wichtige Abgrenzung im punkto Service ist die fachkundige Beratung. Denn apo.de bietet Zugang zu geschultem pharmazeutischem Personal, das telefonisch Fragen beantwortet und bei der Auswahl der richtigen Produkte hilft.

Darüber hinaus bietet apo.de wettbewerbsfähige Preise, die häufig günstiger sind als in stationären Vor-Ort-Apotheke.

Gleichzeitig unterstützen die Kunden mit dem Kauf bei apo.de ein regionales Unternehmen. Im Gegensatz zu internationalen Anbietern wie Shop Apotheke oder DocMorris (Niederlande) bleibt das Geld so in der Region und fördert die lokale Wirtschaft.

Fazit

Die Einführung von OTC-Arzneimitteln in Drogeriemärkten könnte weitreichende Folgen für Apotheken haben – sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf die Sicherheit der Patientenversorgung. Es bleibt entscheidend, dass Verbraucher ihre Gesundheit nicht allein dem günstigsten Preis überlassen, sondern auf Fachberatung, wie sie es aus ihrer Vor-Ort-Apotheke gewohnt sind, achten.

Apo.de ist eine lohnende Alternative zu OTC-Produkten aus dem Drogeriemarkt. Und nicht zuletzt unterstützt man damit ein lokales Unternehmen, das sich für die Gesundheit und das Wohl der Menschen in Bergisch Gladbach engagiert.

Kontaktieren Sie uns gerne bei Rückfragen zu diesem und anderen Themen, die Ihre Gesundheit betreffen und bleiben Sie gesund,

Ihre Astrid Baldauf und Markus Kerckhoff mit dem Team der Schloss Apotheke


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Gender-Hinweis: Wir verwenden das generische Maskulinum. Die maskuline Form bezieht sämtliche Geschlechter mit ein. Ganz gleich welcher Herkunft, Religion oder welchen Geschlechts – bei uns steht der Mensch im Vordergrund.

Hintergrund: Die Schlossapotheke

Über 60 Mitarbeiter sind an drei Standorten in Bergisch Gladbach für die Schloss Apotheke tätig. Dazu zählen die öffentlichen Apotheken im Kaufland und in Bensberg sowie die Verwaltung, die Logistik und die Lagerhaltung an der Ernst-Reuter-Straße in Bensberg Frankenforst. Ein Schwerpunkt der Schloss Apotheke liegt auf der Impfstoffversorgung. Mit einem eigens entwickelten Logistiksystem für thermosensible Impfstoffe sorgt die Schloss Apotheke für eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette bis zum Endverbraucher. Mehr Informationen dazu finden Sie unter kühlkette.de. Darüber hinaus gehört die Online Apotheke apo.de seit über 15 Jahren zum Unternehmen und versorgt Kunden in ganz Deutschland mit Arzneimitteln.

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Markus Kerckhoff hatte die Schloss Apotheke in Bensberg vor mehr als 30 Jahren von seinem Vater übernommen und kräftig ausgebaut. Seit 2024 leitet er sie gemeinsam mit Astrid Baldauf. Die Schloss Apotheke legt besonders großen Wert auf die persönliche Beratung.

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  1. Ich selber habe an einem Härtefall-Programm ,Compassionate Use teilgenommen. Das Herz-Medikament war noch nicht zugelassen. Steht aktuell nach Zulassung unter Beobachtung.

    Da bin ich sehr verwundert das DM jetzt Apotheker spielen darf. Hört sich an wie Kinder-Post.
    Verwunderlich ist es auch was alles unter dem Begriff Nahrungsergänzung eingeworfen wird.
    Von Lebensmittel Verordnung keine Spur.
    Ich kann nur sagen Tabletten die gehören in die Apotheker Hand. Verantwortungslos das DM da einsteigen darf.
    Da bin ich gespannt wer bei DM die Beratungen macht als Fachkraft. ( Die Pillen gibt’s noch in Pink Blau aber Gelb ist gerade aus )
    Nur als Denkanstoß wer Schilddrüsen Medikamente nimmt bekommt nur beim Arzt oder Apotheker gute Erklärungen, diverse Säfte dürfen schon nicht mit Herz-Medikamenten zusammen getrunken werden.
    Jajaja DM ich kann nur drüber Lachen.

    1. DM wird weder noch nicht zugelassene Herz-Medikamente noch verschreibungspflichte Medikamente verkaufen. Die werden Sie weiterhin in der Apotheke ihrer Wahl bekommen.

      Mein Vorschlag wäre ja, dass alles was potentiell Wirkung und damit auch Nebenwirkungen hervorrufen kann, in der Apotheke verkauft werden sollte, während alles andere gerne in der Drogerie rumliegen darf. Dann müssten nur die Apotheken auch endlich mal ihr gesammeltes Schwurbelsortiment ausmisten – dann könnte ich die Beratung dort auch ernst nehmen. Aber solange in Apotheken ernsthaft geschütteltes Wasser bei echten Beschwerden angeboten wird sehe ich nicht, warum nicht auch Drogerien alles nicht-verschreibungspflichtige verkaufen sollten.

      1. Da fange ich sofort bei Aspirin an , ich glaube NICHT das bei DM jemand weiß was es für Nebenwirkungen mit div Gerinnungshemmer gibt.
        Wo wir jetzt erst bei A sind.
        Oder Vitamine als Ergänzung.
        Die Kernkompetenzen liegen im Drogeriemarkt nicht bei Medikamenten.

      2. Wenn man die Einkaufspreise und die deutschen Verkaufspreise für einfache Medikamente wie Ibuprofen und Paracetamol kennt, kann man gut nachvollziehen, dass die Apotheker diese Cash-Cow weiter melken möchten. In den Niederlanden gibt es diese Dinge zu einem Bruchteil des deutschen Preises in Drogerien zu kaufen. Von einer Gefährdung der Niederländer bei der Versorgung mit apothekenpflichtigen Medikamenten habe ich noch nichts gehört, obwohl den niederländischen Apotheken diese Cash-Cow fehlt.

        Was die Beratung angeht: mit der verkauften Paracetamolmenge einer Packung kann man sicher auch schon seine Leber nachhaltig zerstören. Zur Not gehen die Paracetamolchallenger eben in mehrere Apotheken oder schicken mehrere Käufer in die gleiche Apotheke. Oder Omas Vorrat wird geplündert. Übrigens wird man auch in der niederländischen Drogerie darauf hingewiesen, dass man gerade ein Medikament kauft und das man davon nicht zuviel einwerfen sollte.

      3. Ergänzend ist anzumerken, dass Drogerien auch alkoholische Getränke verkaufen. Es gibt auch Länder, wo die das nicht dürfen. Letzendlich ist es eine politische Frage, ob Drogerien Dinge wie Schmerzmittel und Alkohol verkaufen dürfen sollten oder eben nicht. Hier kommt es auch auf die Lobby an. Die Lobbymacht der Apotheker in Deutschland übertrifft meiner Meinung nach die Lobbymacht der Ärzte bei weitem.