Beim World Café von Terre des Hommes wurde intensiv über Rassismus und Diskriminierung gesprochen. Schülersprecher und Experten waren sich einig, dass wir mehr auf integrative Maßnahmen setzen müssen, um allen Chancen zu eröffnen. Gleichzeitig wurde klargemacht, dass Politik und Gesellschaft mehr Engagement zeigen und auch finanzielle Mittel bereitstellen müssen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Terre des Hommes 

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Beim World Café wurden vier Themen in vier Gruppen diskutiert, die Teilnehmer wechselten jeweils nach 15 Minuten zur nächsten Gruppe. Anschließend stellten die Experten die Ergebnisse vor.

Die beiden Schülersprecher vom Nicolaus Cusanus Gymnasium, Ioana Saleagan und Johannes Jülich, berichteten über die vielfältigen Ausprägungen von Rassismus, Diskriminierung und teilweise Zusammenhänge mit der Herkunft der Schüler*innen. Das NCG bietet viele Aktionen zum „Zusammenwachsen“, ohne die Vielfalt durch Assimilation zu gefährden. Die Schüler:innen sind in wesentlichem Maße selber gefordert. 

Carlos Aparicio war kurzfristig für seine Chefin Tülay Durdu, MdL, eingesprungen und fokussierte sich auf die Chancen, die junge Menschen mit Migrationshintergrund der Gesellschaft bieten. Die Zusammenarbeit mit Sportverbänden ist sehr hilfreich und die vielen positiven Beispiele müssen noch stärker kommuniziert werden.

Brigitte Opiela, stellv. Vorsitzender vom Integrationsrat Bergisch Gladbach, stellte den Zusammenhang zwischen Migration und prekärer eigener Situation heraus. Wie kanndies durch die Betroffenen durchbrochen werden? Positive Beispiele helfen und jede:r einzelne muss Verantwortung übernehmen, „einmischen statt schweigen. Dazu gehören auch Senioren, die beispielsweise als Sprachmittler:in tätig werden können oder in Gruppen mitarbeiten, die sich mit Integration beschäftigen.

Robert Wagner, ehrenamtlicher Geschäftsführer von FAIReinskultur, sieht im Sport viele Chancen, ein gemeinsames Miteinander zu erleben und voneinander zu lernen. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen muss gestärkt und Jugendliche mit Migrationshintergrund aktiv angesprochen werden.

Markus Bollen als Moderator hatte teilweise Probleme, die angeregten Diskussionen nach jeweils 15 Minuten abzubrechen und die Teilnehmenden zum nächsten Tisch zu bitten.

Fazit: es hat sich vieles in den letzten Jahren positiv entwickelt, aber wir dürfen keinesfalls nachlassen und die Politik (Bund, Land und Kommune) ist gefordert, die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

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