Die Lage und Perspektiven der Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis haben sich seit dem vergangenen Herbst nach eigener Einschätzung deutlich verbessert, der Konjunkturbarometer der IHK Köln für die Region befindet sich aber nach wie vor im negativen Bereich.

Die Unternehmen in Rhein-Berg Kreis bewerten ihre Lage zum Frühjahr 2025 besser, mehrheitlich jedoch weiter negativ, so das Fazit der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Köln für den Kreis. 27 Prozent der Unternehmen beurteilen demnach die aktuelle Situation als „gut“ (Vorumfrage: 20 Prozent). Eine schlechte Lage meldeten 28 Prozent (29 Prozent).

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Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich im Vergleich zur Vorumfrage deutlich verbessert, bleiben aber knapp im negativen Bereich (-3 Punkte), berichtet die IHK weiter. 17 Prozent (acht Prozent) der Unternehmen rechnen mit einer positiveren Entwicklung. 19 Prozent (31 Prozent) gehen von einer ungünstigeren Entwicklung aus.

Die Investitionsbereitschaft habe sich im Vergleich zur Vorumfrage kaum verändert. 34 Prozent der Unternehmen planen geringere Investitionen, 19 Prozent höhere.

Die Beschäftigungsabsichten haben sich hingegen etwas verbessert. Der Beschäftigungsindikator bleibt jedoch deutlich negativ. Nur zehn Prozent planen eine Erhöhung des Personalstands.

Als Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung sehen die Unternehmen an erster Stelle die Inlandsnachfrage (62 Prozent), gefolgt von den Arbeitskosten (57 Prozent) und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (51 Prozent).

Die Lage im gesamten Kammerbezirk

Auch bei den Unternehmen im gesamten Bezirk der IHK Köln sei der Abwärtstrend im Frühjahr gestoppt worden. Der Konjunkturklimaindex, der die allgemeine Stimmung in der Wirtschaft ausdrückt, habe sich leicht erholt und steige um 5,2 Punkte auf 92,9 Punkte. Der langjährige Mittelwert liegt bei 105,8 Punkten und ist damit noch ein gutes Stück entfernt.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in der Region bleibt mit -6 Punkten zum dritten Mal in Folge negativ. 29% der Unternehmen berichten von einer schlechten Lage, 21% von einer guten.

Das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik sei nach wie vor gering, nach der Bundestagswahl sei keine Aufbruchstimmung zu spüren, so die Beobachtung der IHK. Die erhofften positiven Impulse für die Konjunktur seien bislang ausgeblieben. Vor allem der Industriestandort Deutschland stehe weiterhin massiv unter Druck, da die zunehmenden Zollkonflikte den freien Welthandel gefährdeten und damit die besonders exportorientierte Industrie belasteten.

Dokumentation

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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