Der Bergische Löwe gehört zu den Bauwerken, die Gottfried Böhm in Bergisch Gladbach geschaffen hat. Foto: Thomas Merkenich

Die FDP-Bergisch Gladbach weist darauf hin, dass die Bürgerhaus Bergischer Löwe GmbH trotz hoher Zuschüsse von der Stadt ein sechsstelliges Defizit zu verzeichnen hat. Um die Zuschüsse zu begrenzen und das Bürgerhaus als zentralen kulturellen Treffpunkt in Bergisch Gladbach zu sichern müsse das Konzept geprüft und weiterentwickelt werden.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der FDP

Der Bergische Löwe ist seit Jahrzehnten ein zentraler kultureller Treffpunkt in Bergisch Gladbach. Konzerte, Theateraufführungen, Vereinsveranstaltungen und schulische Veranstaltungen machen das Bürgerhaus zu einem wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in unserer Stadt. Für die FDP Bergisch Gladbach steht daher fest: Der Bergische Löwe soll langfristig erhalten und gestärkt werden.

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Gleichzeitig zeigen aktuelle Berichte zur wirtschaftlichen Entwicklung der Bürgerhaus Bergischer Löwe GmbH aus Sicht der FDP einen wachsenden Handlungsbedarf. Im Jahr 2024 verzeichnete die Gesellschaft ein Defizit von rund 147.000 Euro, obwohl der Betrieb bereits heute mit erheblichen städtischen Zuschüssen unterstützt wird.

Hinweis der Redaktion: Die FDP bezieht sich auf den Jahresabschluss der Bürgerhaus Bergischer Löwe GmbH für 2024. Im Kulturausschuss war zuletzt über den Theaterbetrieb des Bergischen Löwen diskutiert worden, der nur einen Teilbereich der Aktivitäten umfasst und ein Defizit von 31.000 Euro auswies. Geschäftsführer Norbert Pfennings wies dabei auf eine Sonderbelastung hin, grundsätzlich schließe der Theaterbereich mit einer schwarzen Null ab.

„Kultur ist für unsere Stadt wichtig. Aber wir müssen ehrlich feststellen, dass dauerhafte Defizite langfristig begrenzt werden müssen“, erklärt Ausschussmitglied Marcel Huber. „Die finanziellen Spielräume der Kommunen werden in den kommenden Jahren deutlich enger. Deshalb müssen wir jetzt über eine langfristig tragfähige Lösung sprechen.“

Nach Einschätzung der Liberalen liegt die Herausforderung dabei nicht allein im kulturellen Programm. Ein großer Teil der finanziellen Belastung entsteht durch steigende Betriebs-, Personal- und Gebäudekosten des Bürgerhauses. Gleichzeitig stehen in den kommenden Jahren voraussichtlich umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Gebäude an, die zeitweise sogar Einschränkungen im Betrieb verursachen könnten.

Huber hatte das Thema deshalb im zuständigen Ausschuss angesprochen. Dort wurde deutlich gemacht, dass wirtschaftliche Steuerungsfragen im Aufsichtsrat der Gesellschaft behandelt werden. Die Freien Demokraten respektieren diese Zuständigkeit, erwarten jedoch, dass Politik und Öffentlichkeit frühzeitig über Risiken und Perspektiven informiert werden.

„Gerade weil der Bergische Löwe für viele Bürgerinnen und Bürger so wichtig ist, dürfen wir notwendige Entscheidungen nicht erst treffen, wenn der finanzielle Druck zu groß wird“, so Huber weiter. „Ein Weiter-so ohne strategische Anpassungen wäre langfristig weder für die Kultur noch für den städtischen Haushalt verantwortbar.“

Aus Sicht der Liberalen sollte nun insbesondere geprüft werden:

  • wie sich der Zuschussbedarf in den kommenden Jahren entwickelt,
  • welche wirtschaftlichen Auswirkungen mögliche Sanierungen haben,
  • und wie Auslastung sowie Nutzung des Hauses weiter verbessert werden können.

Die FDP Bergisch Gladbach spricht sich daher für ein transparentes Zukunftskonzept aus, das kulturelle Qualität sichert und gleichzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern gewährleistet.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Bergischen Löwen dauerhaft sichern – kulturell stark und finanziell stabil“, betont Ratsmitglied Dr. Alexander Engel abschließend.

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge.

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