Harald Henkel. Foto: Manfred Esser
Harald Henkel ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und Vorsitzender des CDU Ortsverbands Schildgen - Katterbach. Foto: Manfred Esser

Die Fraktion der CDU greift die Kritik an der Planung der Baustelle auf dem nördlichen Teil der Altenberger-Dom-Straße auf. Sie wiederholt ihre Einschätzung, dass die Pläne für den Umbau der gesamten Straße nicht die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Gewerbetreibenden berücksichtigen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der CDU

Noch bevor die eigentlichen Bauarbeiten begonnen haben, sorgt der geplante Umbau der Altenberger-Dom-Straße für massive Kritik und verursacht ohne vorherige Absprache mit Schule und Eltern unsichere Schulwege. Aus Sicht der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach offenbaren sich bereits jetzt die ersten Planungsmängel – zulasten von Anwohnern, Familien und dem lokalen Gewerbe.

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Die CDU hatte von Beginn an eine pragmatische Lösung gefordert, die die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Gewerbetreibenden berücksichtigt. Dieser Ansatz fand jedoch keine Mehrheit. Stattdessen setzten SPD und Grüne die aktuelle Planung gegen die Stimmen der CDU und gegen den ausdrücklichen Widerstand der Interessengemeinschaft Schildgen sowie des Bürgervereins für Schildgen und Katterbach durch.

Hinweis der Redaktion: Der Umbau des jetzt gestarteten 2. Abschnitts zwischen Leverkusener und Schlebuscher Straße war bereits 2022 beschlossen worden, nach einem Kompromiss zwischen den Interessen des Auto- und Radverkehrs, aber gegen CDU und AfD..

Noch deutlich heftiger umstritten war der 1. Abschnitt zwischen Kempener und Leverkusener Straße, der Entwurf war im September 2025 mit den Stimmen von Grünen, SPD, FWG und AfD beschlossen worden. Im aktuellen Straßenbauprogramm der Stadt, das bis Ende 2027 reicht, ist diese Maßnahme nicht enthalten.

Die Deckensanierung der Leverkusener Straße ist für dieses Jahr geplant.

Alle Beiträge zum Thema finden Sie unten.

Schon die Einrichtung der Baustelle macht nach Ansicht der CDU deutlich, dass zentrale Aspekte unzureichend bedacht wurden und gerechtfertigte Bedenken von Anwohnerinnen und Anwohnern trotz zahlreicher Informationsveranstaltungen nicht berücksichtigt wurden. Besonders die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner des Nittumer Weges und des Zehntwegs sei problematisch.

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Stadt plant Baustelle in Schildgen neu

Der Protest aus dem Ortsteil Nittum zeigt Wirkung: Die Stadtverwaltung plant den Ablauf des Umbaus der Altenberger-Dom-Straße im nördlichen Abschnitt noch einmal neu. Ab Montag wird zunächst nur ein Gehweg erneuert. Damit ist Zeit gewonnen, ein verträgliches Verkehrskonzept für die Zeit der einseitigen Sperrung der Hauptverkehrsstraße zu entwickeln.

Baustelle versperrt der Concordia-Schule den Weg

Überrascht wurden Grundschüler:innen und deren Eltern, als sie am Montagnachmittag den Nachhause-Weg von der Concordia-Schule über die Altenberger-Dom-Straße nehmen wollten. Der Durchgang vom Concordiaweg zur Straße war ohne weitere Vorwarnung verboten worden. Nun organisiert die Schulleitung eine Notlösung.

Hinzu kommt, dass Kinder der Concordiaschule deutlich längere und zugleich gefährlichere Schulwege in Kauf nehmen müssen, da ohne vorherige Ankündigung zwischen Schulanfang und Schulende der Weg gesperrt wurde.

Nur durch schnelles Handeln von Eltern und Schulleiter konnte die Schulwegsicherheit gewährleistet werden. Eine Aufgabe, die aus Sicht der CDU klar bei der Stadt in enger Absprache mit der Schule liegt. Es reicht nicht, von der Bedeutung von Schulwegsicherheit zu sprechen – wichtig ist die Umsetzung!  

Harald Henkel, Ratsmitglied für Schildgen und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion, findet deutliche Worte: „Das ist das Ergebnis einer Verkehrsplanung am Reißbrett. Wer die Menschen vor Ort nicht einbezieht, produziert solche Probleme.“

Nun sei die Verwaltung gefordert, die erkennbaren Schwächen zügig zu korrigieren und den weiteren Prozess aktiv zu steuern. Der bisherige Verlauf lasse bereits jetzt Zweifel an einem durchdachten Plan und frühzeitiger Abstimmung aufkommen. Dies sei aber dringend notwendig, so die CDU-Fraktion, sonst drohen im weiteren Verlauf der Bauarbeiten zusätzliche Belastungen für Anwohner, Familien und den lokalen Einzelhandel.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Tim hat schon das Richtige gesagt. Nur die ERgänzun, ich hab mich beim Straßenbau erkundigt – das war eine Eigenmächtigkeit der Firma, die die Schilder/Absperrungen aufgestellt hat

  2. Liebe CDU, könnten Sie bitte erläutern, inwiefern ein schlechtes Baustellenkonzept zwangsläufig auf ein misslungenes Verkehrskonzept zurückzuführen ist? Wenn ich zum Beispiel meine Baustelle auf dem Dach nicht richtig sichere oder dabei andere beeinträchtige, bedeutet das ja nicht automatisch, dass der gesamte Dachausbau grundsätzlich schlecht geplant ist.

    Auch möchte ich betonen, dass die IG Schildgen mit ihren 72 Mitgliedern keineswegs alle Bürgerinnen und Bürger Schildgens repräsentiert, wie Sie es offenbar annehmen. Die Mitglieder vertreten vor allem ihre eigenen, meist ökonomisch motivierten Interessen – darauf lässt zumindest die Lage ihrer Geschäfte und Büros schließen. Es gibt unter den rund 11.000 Schildgenern durchaus Menschen, die den Sachverhalt differenzierter betrachten und anderer Meinung sind. Vielleicht könnten Sie künftig auch diese Stimmen berücksichtigen.

    Übrigens, Herr Henkel: Es wäre sicher angebracht, Ihre Wahlplakate abzunehmen, da die Wahl inzwischen schon einige Zeit zurückliegt – auch wenn man bei Ihnen noch teilweise den Eindruck hat, der Wahlkampf sei nicht vorbei.

  3. Ich wohne in der Leverkusener Straße und werde der Altenberger-Dom-Straße weiter so gut es geht fern bleiben. Es ist weder zu Fuß (gerade mit kleinen Kindern), mit dem Rad noch mit den Auto angenehm sich dort aufzuhalten. Die Mehrheit scheint der Meinung zu sein, dass Parkplätze das wichtigste Kriterium eines Ortskerns zu sein scheint. Das kann ich nicht nachvollziehen, aber ich kann einfach möglichst fern bleiben und den Händlern viel Freude mit den Parkplätzen wünschen. Mein Geld bekommen sie möglichst selten.

    1. Wenn man nur noch bei Amazon und Aldi kaufen will, ist das einer der Wege dahin.

    2. Und die Leverkusener Straße selbst ist für Fußgänger*innen und Radfahrende ebenfalls gefährlich. Ich gehe dort regelmäßig den viel zu schmalen Gehweg lang und werde eng von großen LKW mit 50km/h überholt. Ist jemand mit einem Kinderwagen ebenfalls unterwegs, muss man in einer Grundstückseinfahrt, bis die andere Person passiert, ebenso bei den vielen Radfahrenden, die den Gehweg nutzen, weil sie sich auf der Straße unsicher fühlen.

  4. @Elena – für viele sind auch Radwege “unnötig” ;-)

    und Grunderwerb – einer Brachfläche, heute ein “sehr repräsentativer” Werbe- und Schotterparkplatz – für städtische Baumaßnahmen sind nicht unüblich.

    Diesen Planungsbestandteil auf Grundlage dieser “Argumente” als “nicht umsetzbar” abzuwerten finde ich spannend. Auch Geld im Haushalt wäre vorhanden gewesen, hätte es eine politische Mehrheit dafür gegeben. Der Kompromiss – um den geht es hier – sah eine Einsparmaßnahme.

    1. Nach den Ausführungen von Frau Steinkrüger kann ich also davon ausgehen, dass der Beschluss zum Umbau der ADS nicht von allen Parteien getragen worden ist. Ein Kompromiss ist im Rat der Stadt Bergisch Gladbach also nicht zustande gekommen. Daher drängt sich doch mehr und mehr die Frage auf, wer hier mit wem den Kompromiss geschlossen hat, von dem Sie immer und immer wieder reden. Wer sind die Player, die über die Ausführung der ADS einen Kompromiss geschlossen haben?

  5. Die Stadtverwaltung operiert in einem rein ideologischen Modus. Realität ist nicht gewünscht. Hauptsache, man baut Radwege. Aber was ist zu erwarten, wenn seitens der Verwaltung eine Sprecherin in einer Ratssitzung sagt, dass man die Anwohner nicht involviert, da die ja nichts beitragen könnten. Man sich ausschließlich auf den ADFC konzentriert.
    Hier hat erneut die Ideologie die Realität geschlagen. Wer auch den Nittumer Weg als Ausweichstraße für den Gesamtverkehr nutzen will, der lebt in einer Märchenwelt.

    1. Lieber Pit,
      ich war in allen Beteiligungsformaten zugegen. Betroffene und Interessierte wurden einbezogen, konnten sich umfassend informieren und sich auch kritisch sowie mit konstruktiven Ideen äußern. Ebenfalls gab es die Option für alle Bürger*innen im online Feedback-Verfahren Ihren Input zu den Planungen zu tätigen.

      Daraus resultierten in mehreren Iterationen zahlreiche Änderungen hin zur Entwurfs- bzw. Ausführungsplanung besonders im zentralen 1. Abschnitt zwischen Leverkusener und Kempener Straße.

      Die meisten Ratssitzungen zum Thema habe ich ebenfalls persönlich anwesend verfolgt und auch als aktives Mitglied des ADFC ist mir eine derartige Äußerung der Stadtverwaltung, wie Du sie erinnerst oder vielleicht auch falsch aufgefasst hast, nicht bekannt.

      “Ideologisch sind stets die anderen. Selber ist man lediglich überzeugt.”
      © Kuno Roth (*1957), Chemiker, Mentoring-Verantwortlicher und Kolumnist

      1. Die Änderungen der Planungen im Zentralen Teil der ABD waren alle den tatsächlichen Gegebenheiten geschuldet, die von den Planungsbüros vorher ignoriert worden sind. Das beschlossene Ergebnis ist in keinster Weise Ergebnis einer Diskussion zwischen den gesellschaftlichen Gruppen. Radwege statt Parkplätze, so lautet der Plan und das politische Ziel. Das man dieses Ziel hat, ist ja grundsätzlich noch nicht einmal zu kritisieren, jeder hat andere Ansichten auszuhalten. Ich aber halte das hier auf der ABD für falsch und sage das.

  6. Im nachträglichen Kritisieren ist die CDU immer ganz groß.
    Aber wer ist mitverantwortlich für den aktuellen Zustand? Ach ja, …..die CDU!

    1. Lieber Ernst M.,
      dass wir hier nachträglich kritisieren ist schlichtweg falsch. Wir haben uns als CDU die letzten Monate und Jahre sehr intensiv mit der Planung der Altenberger-Dom-Straße auseinandergesetzt und in zahlreichen Gesprächen mit allen Betroffenen und Beteiligten versucht Kompromisse zu finden. Nun wird eine Planung umgesetzt, die gegen uns beschlossen wurde und bei der leider kein Kompromiss zu erkennen ist. Das haben wir damals massiv kritisiert und wir bleiben bei unserer Sicht dazu.

      Zudem sehen wir nun – bereits vor dem Start der Baumaßnahmen – dass die Baustellenplanung ungenügend ist, zu großen Bedenken und einem unsicheren Schulweg führt und bereits korrigiert werden musste. Und das kritisieren wir hier – nicht nachträglich, sondern aktuell – mit der Forderung, dass die Verwaltung die Schwächen korrigiert und den weiteren Prozess aktiver und besser steuert.

      Vanessa Steinkrüger
      Ratsmitglied der CDU-Fraktion

      1. Mischverkehr ab Voiswinkeler bis hinter die ehemalige Tankstelle und zwei Parkbuchten bei denen der Radverkehr nicht unkritisch an parkenden Autos (Dooring) vorbei und teils vom später beginnenden Schutzstreifen (bergab) in den Mischverkehr wechseln muss und ein gemeinsamer Geh-Radweg (nur zulässig bei wenig zu erwartendem Fußgänger*innen) bergauf statt einer getrennten Führung von Fuß- und Radverkehr und der Erhalt der Linksabbiegerspur in die Voiswinkeler sind also kein Kompromiss?

        Mir scheint Sie Frau Steinkrüger, wie auch Herr Henkel, Herr Zapf (allesamt CDU Ratsmitglieder) und auch Herr Lehner (Mitglied des Bürgervereins) vergessen gerne worauf der ursprüngliche Vorschlag basierte: Einer vom KFZ Verkehr getrennten Führung des Radverkehrs auf beiden Seiten der ABD-Str. über einen separaten Radweg auf dem Hochbord und eine komfortable Anbindung ebenfalls mit eigener Führung an den Zweirichtungsradweg Schlebusch-Odenthal über einen Kreisel.

      2. Meinten Sie, Herr Funcke, mit ursprünglichem Vorschlag (von wem?) den nicht umsetzbaren Entwurf des Planungsbüros MWM aus dem Jahre 2021, der als komfortable Anbindung an den Radweg nach Schlebusch einen ansonsten unnötigen Kreisverkehr vorsah, für welchen der Stadt sowohl der Platz als auch das nötige Geld fehlten?

      3. Lieber Herr Funcke,
        nein, das ist kein Kompromiss – ein Kompromiss ist eine Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse. Eine Übereinkunft hat zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen nicht stattgefunden.
        Gerne können Sie im nachfolgenden Link nochmal nachlesen, wie genau sich der “Kompromiss” zusammensetzt: statt 50 Parkplätzen sollten laut Verwaltung 22 erhalten bleiben, auf Bestreben der Grünen dann nur noch zwei Parkbuchten. Das ist kein Kompromiss, das ist eine weitere Verschärfung der kritisierten Planung. Zählen Sie gerne die nächsten Tage mal, wie viele Autos dort stehen – diese Autos sind dann nicht weg, sie sind woanders: in den anliegenden Wohngebieten, nachdem sie Parkplatz suchend durch diese gefahren sind. Wäre zusätzlich noch die Linksabbiegerspur weggefallen, würde noch mehr Verkehr durch die Wohngebiete fahren. Letzteres ist kein Kompromiss, das ist lediglich eine Anpassung an die Realität und im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner und dient auch für die Nebenstraßen der Verkehrssicherheit.
        Diese muss bei der Umgestaltung in diesem Maße oberste Priorität haben – aber nicht mit Realitätsverlust und Wunschdenken, dass die fahrenden und stehenden Autos auf dieser Strecke sich in Luft auflösen.

        https://in-gl.de/2022/11/23/eine-vierte-variante-fuer-altenberger-dom-strasse-schildgen-bergisch-gladbach/

      4. Das klingt nach einer klassischen interessengetriebenen Inkonsistenz. Was Sie Frau Steinkrüger beschreiben, ist das Spannungsfeld zwischen der abstrakten Forderung nach Sicherheit und dem konkreten Beharren auf gewohnten Privilegien (hier: dem Parkraum direkt vor der Tür).

        “[..] Verkehrssicherheit. Diese muss bei der Umgestaltung in diesem Maße oberste Priorität haben.”

        Dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, lässt sich an drei Punkten festmachen:

        • Selektive Gefahrenwahrnehmung: Die Baustelle wird als akute, “fremdverursachte” Gefahr wahrgenommen, gegen die man protestieren kann. Das tägliche Risiko durch blockierte Sichtachsen oder fehlende Trennung der Verkehrsarten wird hingegen als “Normalzustand” akzeptiert, weil man selbst einen Nutzen (den Parkplatz) daraus zieht.

        • Instrumentalisierung von Schutzbedürftigen: Der “Schulweg” ist oft das Totschlagargument in Verkehrsdebatten. Es wirkt jedoch unglaubwürdig, wenn derselbe Schulweg durch parkende Autos und schmale Gehwege und fehlende Radwege unsicher gemacht wird, dies aber jahrelang ignoriert wurde.

        • Systemische Blockade: Wenn Parkvorgänge den ÖPNV behindern, wird das Ziel der Verkehrswende aktiv untergraben. Werden diese Plätze dennoch verteidigt, zeigt das, dass die Priorität nicht beim “reibungslosen Fluss” oder der “Sicherheit für alle” liegt, sondern beim Erhalt des Status Quo für den motorisierten Individualverkehr.

        Warum das “nicht überraschend” ist

        Die Menschen wollen sich selbst als sicherheitsbewusst und kinderfreundlich sehen. Gleichzeitig ist der Parkplatzmangel ein emotionales Stress-Thema. Um diesen Widerspruch aufzulösen, wird die Gefahr durch die Baustelle vergrößert (“eklatant”), während die Gefahr durch die Parkplätze heruntergespielt wird (“das war schon immer so”).

        Fazit: Ihre Beobachtung trifft den Kern vieler lokaler Debatten: Verkehrssicherheit wird oft nur dann als “oberste Priorität” eingefordert, wenn es nichts kostet – weder Geld noch den gewohnten Komfort. Sobald die eigene Bequemlichkeit (der Parkplatz) zur Disposition steht, wird Sicherheit plötzlich relativierbar.

        Kommentar unterstützt durch KI

      5. Das Mobilitätskonzept wurde 2016 unter Lutz Urbach (CD) verabschiedet. Aus meinem Empfinden wurde davon kaum etwas umgesetzt!

    2. @V.Steinkrüger: Jetzt komme ich gar nicht mehr mit.
      “Nun wird eine Planung umgesetzt, die gegen uns beschlossen wurde”
      Ist das nicht immer so in einer Demokratie, dass nicht immer alle einer Meinung sind und man auch schon mal überstimmt wird?
      Deswegen sollte eine Partei bzw. diejenigen, die sich dieser ideologisch zugehörig fühlen, nicht die beleidigten Leberwürste spielen und versuchen, die Befürworter (anders Denkenden) bei jeder sich bietenden Gelegenheit (hier Schulkinder/verunglückte bzw. geänderte Baustellenplanung) so heftig und scheinbar begründet, wie Sie u.a. es tun, an den Pranger zu stellen. Das spaltet!

      Und dass Sie oder die CDU sich “die letzten Monate und Jahre sehr intensiv mit der Planung der Altenberger-Dom-Straße auseinandergesetzt” haben, beeindruckt alleine leider nicht. Das haben SPD, Grüne, FWG ebenso getan, und ich vermute, diese, schon allein aus deren ideologischen Gründen, noch viel ernsthafter, intensiver und, wie ich finde, viel umsichtiger und wohlwollender allen Verkehrsteilnehmern gegenüber als die CDU.

      1. Liebe Ulla,
        das tut mir leid, ich wollte Sie natürlich nicht abhängen. Genau, in einer Demokratie wird man auch mal überstimmt und keiner sollte dabei ein schlechter Verlierer sein. Ganz ehrlich: Man könnte gar nicht in der Politik aktiv sein, wenn man sich jede Entscheidung gegen die eigene Meinung zu Herzen nimmt.
        Wir sind gewählte Vertreter im Rat für Schildgen und Katterbach (Demokratie) und setzen uns für unseren Ort ein, hier in diesem Fall für die Anwohnerinnen und Anwohner, sowie die betroffenen Schülerinnen und Schüler. Einen Fehler der Verwaltung anzumahnen und darauf zu bestehen, dass in Zukunft eine bessere Planung der Baustelle in Absprache mit den Beteiligten stattfinden soll sehe ich als meine Aufgabe.

        Ich möchte Sie auch nicht wie von Ihnen geschrieben damit beeindrucken, dass wir uns intensiv damit beschäftigt haben, ich wollte damit der Aussage von Ernst widersprechen, dass wir erst nachträglich kritisieren. Ihre Interpretation der Intensität der Einbringung hier in Schildgen lasse ich dahingestellt. Kommen Sie doch gerne zu den nächsten Gesprächen mit IG, Bürgerverein und Anwohnern dazu, dann können Sie sich einen Eindruck verschaffen, statt unzutreffende Behauptungen aufzustellen.

      2. Liebe Frau Steinkrüger, vielen Dank für die Einladung :-) Aber ich habe kein Intresse, mir die Anwohnerallüren in Schildgen, die sich vermutlich auch nicht von denen in anderen Stadtteilen in B-GL unterscheiden, anzuhören oder zu versuchen, deren Anspruchsdenken ernst zu nehmen (Stichwort: wildes Annwohnerparken auf den/allen öffentlichen Straßen).

        Ich vertrete nun mal die Meinung, dass in jede öffentliche Straße auch ein Fussgänger- und (notgedrungen, damit da keiner parkt) ein farblich markierter Radweg gehört.

        Danke trotzdem, mit freundlichen Grüssen

  7. Wenn sich in den Köpfen der Verkehrsteilnehmer nichts ändert, werden auch die Verkehrsprobleme nicht geringer werden. Das betrifft deren alle, und das heißt Auto gegen Rad gegen Handel gegen Fuß. Das Problem der ADS wird nie zur Zufriedenheit auch nur Weniger gelöst werden. Wenn eine Gruppe jubelt, wettert die andere. Nur eine Umgehungsstraße oder die Schließung der Ausfahrt Leverkusen der A3 wären zielführend gewesen. Es ist ebenso konterkarierend, wenn eine Gruppe gegen die andere gehetzt wird, wie das gerne in der Verkehrsplanung der Verantwortlichen macht.

    Die erneute Absetzung eines Termins für den Beginn des Umbaus und die Sperrung eines Weges für Schülerinnen und Schüler zu ihrer Schule machen deutlich, dass vieles in den Köpfen der Planer Mumpitz ist!

  8. Dass in diesem Bericht von einem Kompromiss zwischen Radfahrern und Autointeressen gesprochen wird, wundert mich. Es würde mich brennend interessieren, welche Automobilisten hier zusammen mit den Radlern einen Kompromiss ausgehandelt haben und worin das Nachgeben der Radfahrer bestand.

    1. Der Kompromiss liegt darin, dass schon in der Planung nur das absolute Minimum der aktuellen Anforderungen an Radwege berücksichtig wurde, zum Teil werden sogar Mindestbreiten unterschritten wurden. Die Alteberger-Dom-Straße wird eine vom motorisierten Individualverkehr dominierte Straße bleiben, die zukünftig etwas mehr an Sicherheit für Radfahrende und etwas mehr Raum für Fußgänger*innen bieten wird.

      Wahrscheinlich wäre es klüger gewesen, mit einer deutlich moderneren, weitergehenden Planung in die Diskussion zu gehen und sich dann mehr Abstriche abverhandeln zu lassen. Mehr Gegenwind als jetzt (von den üblichen Verdächtigen) hätte es dann auch nicht gegeben.

      1. Das Minimum ist geplant worden, weil einfach der Platz auf der ABD es nicht anders hergibt. Das ist kein Kompromiss sondern Anerkennung der Realität.

      2. Hätte man alle Parkplätze, also auch die nun zur Ausführung kommenden zwei Parkbuchten und den separaten Linksabbieger in die Voiswinkeler wie im ursprünglichen Entwurf entfernt und den Kreisverkehr an der Schlebuscher beibehalten wären beidseitige, getrennte Hochbordradwege möglich gewesen.

      3. @ Christoph Lehner

        Man gebe mir eine Karte und einen Stift und ich male die schönsten Einbahnstraßenregelungen mit eigenen Spuren für den Umweltverbund und vom “ruhenden” Verkehr befreiten Fußwegen auf die Altenberger-Dom-Straße, die Leverkusener und Schlebuscher Straße sowie diversen “Schleichwege” durch die Wohngebiete. Es wäre sehr viel mehr möglich, als man so gemeinhin denken würde und der Witz ist: Es würde sogar funktionieren.

      4. Das waren utopische Vorschläge, die dann nicht weiter verfolgt wurden. Aber wie Sebastian schon richtig sagt: den „Kompromiss“, den haben die Planer mit sich selbst geschlossen, ohne lästige andere Meinungen.

  9. Parkplätze und lediglich die Sanierung im Bestand – so die “pragmatische” Idee der CDU seinerzeit – helfen keinem außer parkenden Autos zu Lasten des Geh- und Rad- und Schulverkehrs und der Verkehrssicherheit im Allgemeinen.

    Ideen und Lösungen zur konkreten Problematik der Baustelleneinrichtung völlige Fehlanzeige. Man behauptet bei der Gelegenheit lieber einmal mehr, dass die Planung in Summe (mit neuem breitem Geh-/Radweg auf der Westseite, barrierefreien Einmündungen und Bushaltestellen und der Sanierung von Gehwegen und Fahrbahn mit markiertem Schutzstreifen bergab und neuen Straßenbäumen, etc.) die Interessen der Schildgener nicht erfüllt. Leider nicht wirklich überraschend. :-(

    1. Guten Tag Michael Funke,
      als Fahrradfahrer kann ich die grundsätzliche Idee hinter der Planung durchaus nachvollziehen.

      Der chaotische Beginn der Baumaßnahmen zeigt jedoch genau das, was die CDU von Anfang an kritisiert hat: Die Betroffenen wurden nicht ernsthaft in die Planung einbezogen.

      Selbstverständlich bin ich dabei parteiisch, aber Sie werden mir hoffentlich zustimmen, dass man Harald Henkel nicht vorwerfen kann sich nicht umfassend bei dieser Thematik eingebracht zu haben. Es sind nur andere Ideen als die Ihren.

      Ich hoffe, dass die Baustelle zügig, erfolgreich und ohne weitere Probleme abgeschlossen werden kann.
      Viel mehr hoffe ich, dass wir uns nicht weiter spalten lassen, sondern langfristig ein noch lebenswerteres Schildgen haben.

      Schönen Gruß
      Friedrich Zapf
      CDU Stadtrat Katterbach-West

      1. Ich kann als Verkehrsteilnehmender ganz allgemein die Idee hinter der Planung nachvollziehen. Für alle Mobilitätsformen und auch mobil Eingeschränkte. Der Radverkehr ist lediglich einer der Nutznießer.

        Ich werfe Herrn Henkel vor, dass er seine bzw. die Ideen der CDU als alleingültig für die Bürger*innen in Schildgen versucht zu deklarieren. Aber weder die IG, noch der Bürgerverein, noch das Direktmandat kann für sich reklamieren, für mehr als 11.000 Einwohnende in Schildgen und Katterbach sprechen zu können.

        Und ich werfe ihm vor, dass er keine – nicht jetzt und nicht in der Vergangenheit – Chance ungenutzt liegen gelassen hat, die Kritik oder gar Spaltung weiter zu treiben, anstatt sich nun mit dem in einem sehr komplexen und langwierigen Prozess ausgehandelten Kompromiss in diesem wie auch im zentralen Abschnitt anzufreunden.

        Und dabei geht es mir nicht um die berechtigte Kritik an der sehr schlecht gelaufenen Kommunikation zur Baustelleneinrichtung.

        Ich war in allen Beteiligungsformaten zugegen. Betroffene wurden einbezogen und konnten sich äußern. Daraus resultierten z.B. auch zahlreiche Änderungen hin zur Entwurfsplanung.

        Lieber Friedrich, ich wünsche viel Erfolg bei Deinem (wir waren doch per Du) weiteren Engagement und begrüße Deine Vorsätze, welche der CDU Bergisch Gladbach und der Fraktion im Stadtrat hoffentlich gut tun.

      2. Lieber Michael,
        bzgl. des “du” hast du natürlich vollkommen recht.
        Ich bin nur grds. kein Fan von dieser indirekten Form der Kommunikation über Foren etc. und wollte dir nicht zu nahe treten.

        Was das Vorgehen der Stadt, die Rolle der CDU im Allgemeinen und Harald Henkel im Speziellen angeht bin ich weiterhin anderer Meinung.

        Aber ich freue mich auf das nächste Treffen und einen Austausch von guten Argumenten.

        Bis dahin alles Gute
        Friedrich
        CDU Stadtrat Katterbach-West

      3. Wenn Michael Funke hier von Kompromiss spricht: Ich kann ihn nicht erkennen. Wo hat denn die Planung Abstriche bei den Radwegen gemacht, die nicht zwangsläufig durch die beengten Gegebenheiten notwendig waren? Das Primat bei der Planung waren die Radwege und der Abbau von Parkplätzen, genau so, wie es im Parteiprogramm der Grünen steht. Und spalten tun ja immer nur die anderen. Man selbst ist ausgewogen und objektiv.