Wir möchten Raum für eine offene und sachliche Debatte über lokale Themen, unsere Berichte und unsere journalistische Arbeit bieten. Damit sich möglichst viele Menschen daran beteiligen und sich dabei wohlfühlen können, gelten für unsere Kommentarspalte einige Regeln: respektvoll im Ton, klar in der Sache und fair im Umgang miteinander.

Der Grundsatz ist einfach: Bitte kommentieren Sie sachlich, respektvoll und mit Anstand. Gegenüber denjenigen, die Gegenstand der Berichterstattung sind und auch denjenigen, die mit Ihnen diskutieren. Kritik kann hart sein, sollte aber begründet werden und darf nicht verletzen.

Diese Regeln und eine klare Moderation sind kein Selbstzweck. Sondern notwendig, um alle, die sich daran beteiligen (wollen), zu schützen. Und um eine offene Debatte überhaupt zu ermöglichen.

Hier erläutern wir, was wir uns darunter vorstellen und wie wir mit Kommentaren umgehen, die nicht unseren Regeln entsprechen. Denn ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Diese Netiquette gilt für unsere Website in-gl.de sowie für unsere Auftritte auf Facebook, Instagram und LinkedIn.

Die Regeln im Detail

Ein konstruktiver Kommentar greift die Inhalte des Beitrags auf und bereichert idealerweise die Diskussion durch Argumente, eigene Erfahrungen, neue Perspektiven oder konstruktive Ansätze. Er ist relevant und bringt die Debatte voran.

Wichtig sind uns ein respektvoller, sachlicher Ton, eine verständliche Ausdrucksweise und ein Mindestmaß an sprachlicher Sorgfalt. Empathie, Humor und Toleranz sind hilfreich.

Zynismus und Ironie sind in schriftlichen Kommentaren oft nicht klar zu erkennen. Nutzen Sie diese Stilmittel vorsichtig, wenn Sie nicht Gefahr laufen wollen, missverstanden zu werden.

In der Diskussion geht es um Argumente und Inhalte – nicht um die Person der Mitdiskutierenden. Andere sollten nicht herabgewürdigt, als unmoralisch oder grundsätzlich unglaubwürdig dargestellt werden.

Nicht zugelassen werden beleidigende, diskriminierende oder diffamierende Beiträge, unbelegte strittige Tatsachenbehauptungen. Inhalte, die Persönlichkeits-, Datenschutz- oder Urheberrechte verletzen, sind ausgeschlossen.

Kommentare ohne erkennbaren Bezug zum Thema, Nonsens- oder Ping-Pong-Debatten („Nein“, „Doch“, „Nein“, …) werden gelöscht. Ebenso inhaltsleere Äußerungen ohne jegliche Darlegung der eigenen Position.

Die Frage der Anonymität

Grundsätzlich sollten Kommentare mit dem vollen Namen unterzeichnet werden. Wir wissen aber, dass es im lokalen Umfeld gute Gründe und Vorbehalte gibt, sich in die Öffentlichkeit zu stellen. Daher akzeptieren wir auch Pseudonyme oder verkürzte Namen. Wer mehrere Identitäten oder eine fremde Identität annimmt, wird blockiert.

Damit wir diese Fragen klären können, muss eine funktionierende Mailadresse hinterlegt werden. Diese Adressen sind für andere Nutzer:innen nicht sichtbar, wir behandeln sie vertraulich und nutzen sie nur für direkte Rückfragen.

Mitglieder des Stadtrats oder Inhaber von Ämtern in einer Partei werden gebeten, mit ihrem Namen zu kommentieren und ihre Verbindungen offenzulegen. Wer für einen Verein, Initiative oder Einrichtung spricht, sollte das transparent machen.

Mitglieder der Redaktion treten in der Regel unter dem Namen „Redaktion“ auf; bei persönlichen Meinungsäußerungen mit ihrem vollen Namen.

So gehen wir vor

Die Redaktion liest alle Kommentare. Sie kann einzelne unzulässige Passagen entfernen oder den Kommentar löschen.

Bei wiederholten Verstößen werden Beiträge der betreffenden Personen erst nach einer Prüfung veröffentlicht. Bei schweren Verstößen können Nutzer:innen gesperrt werden.

Wir behalten uns vor, bei einzelnen Themen die Kommentar-Möglichkeit insgesamt zu beschränken.

Wir beenden Diskussionen, wenn sie sich zu weit vom ursprünglichen Thema fortbewegt haben oder die Mehrzahl der Kommentare gegen unsere Regeln verstoßen.

So bleiben Diskussionen übersichtlicher

Wenn Sie auf einen vorhergehenden Kommentar reagieren, verwenden Sie bitte den „Antworten“-Button direkt darunter.

Absätze machen Ihre Beiträge lesbarer. Bitte nutzen Sie die Absatz-Taste jeweils zweimal.

Bitte lesen Sie Ihren Kommentar vor dem Abschicken noch einmal durch. Könnte er als Beleidigung aufgenommen werden? Ist er verständlich formuliert?

Wenn Sie Fragen oder Hinweise zu unserer Netiquette haben, schreiben Sie gerne an die redaktion@in-gl.de.

Wir hoffen auf gute Debatten. Und wünschen Ihnen viel Freude beim Verfassen Ihrer Kommentare! Ihr Georg Watzlawek und das Team

PS. Wir stehen mit dieser Haltung und Netiquette nicht allein, große und kleine Qualitätsmedien sind einer Meinung, dass Kommentarspalten zentrale Orte der öffentlichen Meinungsbildung sind – und sorgfältig moderiert werden müssen

Das Bürgerportal gehört zu den Erstunterzeichnern des „Community Kodex“, in dem sich Organisationen dazu bekennen, Verantwortung für ihre Kommentarspalten zu übernehmen. Und den dafür notwendigen Aufwand zu betreiben. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen finden Sie hier alle Informationen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

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  1. @Redaktion: vielen Dank für diesen Beitrag und die Einhaltung dieser Regeln. Das ist gut, und es sollte sich jede/r Kommentierende ab und zu wieder ins Gedächtnis rufen.

    @Olaf Swillus: ich finde Punkt 3 Ihrer Aufstellung extrem wichtig. Eine schnelle Reaktion ist oft nicht die beste.

    @Meinhardt M.: in Bezug auf die Frage nach Anonymität gilt Punkt 1 von Olaf Swillus gleichermaßen. Für alle “Anonymen” gelten die Regeln ebenso, wie für die “Nicht-Anonymen”.

    Allerseits einen schönen Tag!

  2. Manchmal gibt es gute Gründe, seinen Klarnamen nicht mehr im Internet herauszuposaunen.
    In meinem Fall hatte ich wochenlang Ärger mit grossen Versicherungen, als ich im KStA einen fehlerhaften Artikel über die steuerliche Absetzbarkeit von Versicherungsbeiträgen kommentierte und richtig stellte.
    Mein Kommentar war auch von einem befreundeten Fachanwalt für Steuerrecht geprüft und für sehr gut befunden worden.

    Ich wurde von sogenannten “Juristen” bedroht und verlor so einige Versicherungen.
    Im Nachhinein betrachtet nicht schlecht, denn viele Versicherungen braucht man auch nicht.

    Ich war früher -üblicherweise nutzte man Phantasienamen- und bin heute noch in einem Autoforum aktiv, wo es auch nur Nicknamen gibt.

    Die meisten kennen sich inzwischen. Es gibt große und kleine Treffen und Stammtische deutschlandweit, wobei jeder seinen Nick und Klarnamen auf einem Namensschild trägt.
    Hinter den meisten ” Nicknamen” habe ich auch ein Gesicht.

    Für die Masse der anonymen Mitleser und auch häufig Forentrolle in den Foren, bleibt die eigene Privatsphäre jedoch geschützt.

    Dem Betreiber der Foren ist mein Namen bekannt und ich bin jederzeit über die hinterlegte vom Betreiber geprüfte Email erreichbar.

  3. Jetzt auch mein Kommentar über das Kommentieren:

    Was mich besonders interessiert hat, ist der „Community Kodex“ ( https://www.communitykodex.de/ ) den ich vorher noch nicht kannte.

    Mich erinnert das daran, dass auch andere Regeln der Kommunikation aufgestellt haben, die oft auch „Netiquette“ genannt werden. Zum Beispiel hier:
    https://www.friedenkoeln.de/?p=17778

    === Zitat ( mit Auslassungen “…” ) ===
    „Netiquette“ für unsere Email-Verteiler …
    1. Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt! …
    2. Achte auf die richtigen EmpfängerInnen! …
    3. Erst lesen, dann denken. Noch einmal lesen, noch einmal denken – und dann erst antworten! …
    4. Teile etwas Neues mit! …
    5. Dein Text spricht für dich! …
    6. Nimm dir Zeit deine E-Mail zu schreiben! …
    7. Vernachlässige nicht die Aufmachung deines Texts! …
    8. Nimm alle mit! …
    9. Achte auf die „Betreff“-Zeile! …
    10. Dränge dich nicht in den Vordergrund! …
    11. Respektiere die Privatsphäre anderer! …
    12. Vergib’ anderen ihre Fehler! …
    === Zitat ENDE ===

    Es gibt aber einen Unterschied: Die Regeln von http://www.friedenkoeln.de der ( der Kölner DFG-VK)
    betreffen eine “interne” unmoderierte Mailingliste.
    Die Regeln des Bürgerportals betreffen ein öffentliches moderiertes Forum, dessen Beiträge öffentlich nachzulesen sind.

    Die Regel 10 der Kölner DFG-VK einzuhalten (“10. Dränge dich nicht in den Vordergrund! …”) ist mir schon immer schwer gefallen, weshalb ich mit Bezug auf Regel 10 sogar schon einmal ermahnt worden bin.

    Deshalb finde ich das Moderieren in Ordnung. Da kann dann soetwas nicht passieren, Ich werde meine FreundInnen von der Kölner DFG-VK auf diesen hervoragenden „Community Kodex“ hinweisen.

    Gruß von Olaf Swillus

  4. Schön, dass die Redaktion eindeutig die Spielregeln für die Abgabe von Kommentaren definiert und in Erinnerung ruft und den Kampf ausufernden Beiträge ansagt, wobei es zu hoffen bleibt, dass sie selbst auch nicht wieder die rosarote Brille aufsetzt.

    Nun noch eine Botschaft an die “Anonymen” bzw. unter fiktivem Namen Kommentatoren: Manchmal ist Müll dabei, aber häufig haben Sie auch recht, sehr recht sogar. Aber warum das nicht mit offenem Visier – das wäre Glaubwürdiger, da es auch etwas von Zivilcourage hat.

    >Anonyme< haben keine Stimme, das liegt in der Natur der Sache – die flöten nur.

    Und neigen zum Überziehen, persönlich zu werden und zu polimisieren. Das ist meine Erkenntnis aus einem praktiziertem Selbstversuch als Anonymer. Ich glaube, das ergeht Allen so, aber es unmerklich nicht wahrhaben will.

    1. M. ist aber auch nicht ihr richtiger Familienname, oder? Wie sieht es aus mit der Zivilcourage?

      1. Meinhardt lautet der Familienname, M. ist die Abkürzung des Vornamens.

  5. Dem Bürgerportal sei für die (eigentlich selbstverständlichen) demokratischen Regeln für faire Diskussionen größter Dank.
    Keine Toleranz den Intoleranten, den Hetzern und Rassisten.
    Deshalb sind die Kommentare im Bürgerportal (meist) fair und zum Teil (für mich) zum Teil wissenserweiternd und lehrreich. Dafür zahle ich GERNE meinen Obulus.

  6. Im übrigen bin ich der Meinung, dass das Bürgerportal in seiner Zuverlässigkeit, Informationsvielfalt und Bürgerbeteiligung zu einem Stadtklima beiträgt, welches es der Stadt selbst möglich macht, mit einem grünen Herzen zu werben. Freie Meinung zu äußern und nicht nur zu haben, ist die Basis jeder Demokratie.

    Leider sind insbesondere bei provokanten Themen die Kommentierenden, welche Pseudonyme verwenden, häufig in der Mehrzahl. Für mich sind das “Heckenschützen” und meist reagiere ich auf sie mit Schulterzucken, unabhängig von der Kommentierung. Wer nicht mit seiner Person zu seiner Meinung steht, soll diese bitte für sich behalten. Und alle, welche den Mut haben, sich mit “offenem Visier” sogar einer Konfrontationen zu stellen, gilt mein voller Respekt.

    Besonders wertvoll sind für mich tatsächlich Gegenmeinungen, nur daran kann mein Meinungsbild reifen. Verbales Schulterklopfen ist hin und wieder jedoch auch ganz schön ;O).

    Ich gehöre zu den Lesern, welche auch finananziell versuchen, den Leistungen der Redaktion, welche tagtäglich (nachtnächtlich sogar?) im Hintergrund erbracht werden, hoffentlich ausreichend gerecht zu werden.

    Trittbrettfahren war noch nie mein Ding – und was nichts kostet, taugt meist nicht viel…
    MfG Dieter Richter, Bergisch Gladbach

    1. Herr Richter, ich schätze Ihre Beiträge. Aber wir müssen hier jetzt nicht schon wieder über Klarnamen oder Pseudonym diskutieren, oder? Dazu ist doch schon alles mehrfach gesagt.
      Im übrigen schätze ich auch die Kommentare einiger unter Pseudonym Schreibenden.

  7. Vielen Dank für diese gute und ausführliche Darstellung der Kommentarregeln.
    Wäre es auch eine gute Idee, die Länge der Kommentare etwas zu begrenzen? Als regelmäßige Leserin Ihrer Beiträge und auch der Kommentare fallen mir doch einige ellenlange Kommentare auf. Das finde ich extrem nervig. Ein Kommentar ist meiner Meinung nach höchstens ein paar Sätze lang und nicht so lang wie ein Aufsatz. Mittlerweile überspringe ich die :-)

    1. Danke für die Rückmeldung. Eine Begrenzung der Kommentare ist technisch nicht möglich und wir wollen / können das nicht machen. Unsere Empfehlung: Die Kommentare kurz anlesen und dann entscheiden, ob man das wirklich alles lesen will.

      Den Appell können wir aber gerne noch aufnehmen: „Fassen Sie sich bitte kurz.“ Daran sollte man sich schon im eigenen Interesse handeln, denn die Erfahrung zeigt, dass Kommentare, die schon optisch lang wirken, nicht gelesen werden.