An der GGS Hand können sich die Erstklässler über einen Neubau freuen, der für den Unterricht und die OGS genutzt wird. Foto: Thomas Merkenich

Die Sommerferien sind vorbei, das neue Schuljahr hat am Mittwoch begonnen. Die Einschulungen an den Grundschulen folgen traditionell einen Tag später. Für 1132 Mädchen und Jungen beginnt nun der Schulalltag. Für sie alle gibt es erstmals einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. Zumindest in der Theorie.

1132 Kinder Erstklässlerinnen und Erstklässler starten am heutigen Donnerstag ihre Schullaufbahn an einer der 20 Grundschulen in Bergisch Gladbach. Das teilt die Stadt auf Nachfrage des Bürgerportals mit. Im vorherigen Schuljahr waren es 1114.

Ursprünglich waren im offiziellen Anmeldeverfahren, das Ende September endete, 1066 Kinder angemeldet worden. Auf Basis dieser Zahlen werden an den Grundschulen die Klassen gebildet. Laut Stadt sind nach Ablauf dieses Verfahrens weitere 66 Kinder hinzugekommen – aufgrund von Zuzügen oder Wiederholungen.

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Diese zusätzlichen Schüler:innen konnten demnach in den bereits gebildeten Klassen aufgenommen werden. Das heißt, es mussten keine Mehrklassen gebildet werden. Eine Mehrklasse ist die vorübergehende Einrichtung einer weiteren Klasse an einer Schule über die eigentliche Zügigkeit hinaus.

Zusätzliche Klassen

Das ist beispielsweise an der GGS Moitzfeld in diesem Jahr erneut der Fall: Die Grundschule ist eigentlich zweizügig. Aber weil die Anmeldezahlen seit mehreren Jahren die Kapazitäten überschreiten, werden jedes Mal drei Eingangsklassen gebildet. Dadurch mussten in Moitzfeld keine Kinder abgelehnt werden. Zumindest nicht bei den Grundschulen.

In Sachen OGS sieht die Sache anders aus: An der GGS Moitzfeld gab es stadtweit zuletzt den größten Mangel.

Engpässe in Schildgen, Katterbach und Bensberg

Welche Kinder keinen Platz an ihrer Wunschschule bekommen haben, kann die Stadt nach eigener Aussage nicht mitteilen. Über die Ablehnungen führe sie keine Statistik: „Kenntnis bekommen wir davon nur, wenn sich die Kinder nicht auf andere Grundschulen verteilen lassen.“ Die Verteilung erfolge über die Grundschulleitungen.

Engpässe hatte es im vergangenen Schuljahr unter anderem in den Stadtteilen Schildgen und Katterbach sowie in Bensberg gegeben. Einige Kinder mussten auf Schulen in anderen Stadtteilen ausweichen, zum Beispiel von Bensberg nach Moitzfeld.

Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz

Das nun startende Schuljahr ist das erste, in dem Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer OGS haben. Allerdings gilt dieser zunächst nur für Erstklässler:innen. Jahr für Jahr wächst der Rechtsanspruch für die weiteren Jahrgangsstufen auf, bis er im Schuljahr 2029/30 für alle Grundschulkinder gilt.

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185 OGS-Plätze fehlen – Stadt erfüllt Rechtsanspruch nicht

Ab dem kommenden Schuljahr haben Erstklässler einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung. Doch der Mangel an OGS-Plätzen in Bergisch Gladbach bleibt auf hohem Niveau. Besonders groß ist der Engpass in Moitzfeld. Hier fehlen nicht nur Dutzende Betreuungsplätze für höhere Klassen, sondern auch etliche I-Dötzchen gehen leer aus.

Im Juni hatte es laut Verwaltung noch 32 Kinder mit Rechtsanspruch gegeben, die unversorgt waren. Nun habe sich die Situation „verbessert“, so die Stadt auf Nachfrage. Ob es bereits Klagen von Eltern gibt, die leer ausgegangen sind, teilte die Stadt trotz wiederholte Nachfrage nicht mit.

In Zusammenarbeit mit den OGS-Trägern sei die Zahl der Kinder mit Rechtsanspruch, für die bislang noch kein OGS-Platz zur Verfügung steht, immerhin von 32 auf 23 reduziert werden. „Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir weiter daran, auch für diese Kinder Lösungen zu finden“, betont die Stadtverwaltung. 

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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