Georg Becker war Buchhändler und Lehrer, jetzt ist der 61-Jährige Bildhauer, der vor allem handschmeichelnde Skulpturen aus Holz macht. Besonders engagiert er sich für den Austausch mit Künstlern unserer Partnerstadt Joinville-le-Pont. Der gebürtige Trierer lebt in Hebborn.

Seine nächste Ausstellung hat Georg Becker vom 12. September bis 21. Oktober in der Apostelnkirche Essen Frohnhausen.

Die Spielregeln

Wir geben Bergisch Gladbachern, die etwas zu sagen haben, die Möglichkeit, sich, ihre Vorlieben und ihre regionale Verbundenheit anhand eines standardisierten Fragebogens darzustellen. Die Methode ist spätestens seit dem FAZ-Fragebogen bekannt – wir wenden sie auf lokale Verhältnisse an.

Nicht lange nachdenken. Kurze Fragen, kurze Antworten. Los geht’s.

Herr Becker, wie starten Sie in den Tag?
Indem ich frühstücke und dabei die Zeitung lese.

Was wollten Sie als Kind werden? Pfarrer

Und was sind Sie geworden? Buchhändler, Lehrer, Bildhauer

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein? nach Hause

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Zu Waldspaziergängen, ins Kino, in Museen

Zum Nachlesen: Alle Fragebögen 
Die Website von Georg Becker
Wollen Sie selbst den Fragenbogen beantworten?
Wenn sollen wir noch befragen? Mail an info@in-gl.de

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen? In mein Atelier

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus? Wenn ich den ganzen Tag bildhauern kann.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Kaffee; derzeit weder noch

Was ist für Sie das größte Unglück? Nicht arbeiten zu können.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist … seit 1984 mein Wohnort

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Seine reizvolle Lage im Osten von Köln mit dem vielen Grün und der Möglichkeit, die Natur zu erleben.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Nicht zu erkennen, welche Möglichkeiten die Stadt hätte und immer auf den großen Nachbarn zu schielen, ohne sich auf die Qualitäten zu besinnen, kurzum ein erhebliches Identitätsproblem.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
1. aus der Villa Zanders ein kulturelles Zentrum mit Cafe machen;
2. ein Konsortium einrichten, das ein attraktives Werbeprogramm für die Stadt in der Region macht, um sie aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken;
3. einen besseren Kontakt zu unseren europäischen Partnerstädten herstellen vor allem auch, um der Stadt ein internationales Flair zu verpassen.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… an verschiedenen Orten wohnen und arbeiten: z. B. im Frühjahr und Sommer in der Provence, im Herbst und Winter in Bergisch Gladbach.

Was war Ihre größte Leistung?
Nicht im Alltag zu resignieren, sondern immer wieder den Mut haben, neue Projekte anzupacken.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Der schlimmste Fehler ist und war, die vielen kleinen alltäglichen Fehler immer wieder zu ignorieren oder sie nicht zu erkennen und dadurch immer wieder sich selber zu behindern.

Mein großes Ziel ist es, … einmal eine große Ausstellung zu haben.

Was ist Ihre Stärke?
Die Kommunikation mit Anderen, meine Arbeit an der Skulptur immer weiter zu entwickeln.

Was ist Ihre Schwäche?
Bei Projekten mit Anderen nicht gründlich genug schauen, ob es die richtigen Partner sind.

Wie sind Sie als Chef? Ich war nie in der Situation.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
…wenn ich es gewesen wäre: der ist nicht konsequent genug.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Über die Arroganz der Politik, seit Jahrzehnten über eine konsequente Bildungsreform zu reden, sie aber nie realisiert zu haben.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Günter Grass: er ist umfassend gesehen ein genialer Zeichner, Graphiker und ein noch größerer Schriftsteller.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben
Das ist so eine Sache mit den Ratschlägen, da verlasse ich mich ungern drauf.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Immer mit dem Partner, mit Freunden, mit der Familie kommunizieren, um a) nicht zu vereinsamen und b) die eigenen Entscheidungen immer kritisch im Vorfeld zu bedenken.

Bonusfrage: Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Meine Erfahrung mit der Bergisch Gladbacher Verwaltung könnte in folgende Frage münden: Was kann eine Verwaltung tun, um das Potential ihrer Bürger und deren Bereitschaft zu einer sinnvollen und effektiven Zusammenarbeit mit den Organen der Stadt zu wecken?

W. Schmitz-Dietsch

Verleger seit 1980 (Freizeitbörse, Bergische Illustrierte, Live! Magazin) Heute Franzz, Kultur- und Stadtmagazin im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mitbegründer des iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach. In Sand geboren und wohnend. Verheiratet, drei Töchter.

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