Christian Lindner (32) ist in Wermelskirchen aufgewachsen. Seiner rheinisch-bergischen Heimat fühlt er sich bis heute verbunden, das beweist seine Hochzeit, die kürzlich nicht etwa in Berlin stattgefunden hat, sondern in Leichlingen. 1995 den Julis beigetreten, machte er dank seines außerordentlichen Redetalentes rasch Karriere: mit 21 wurde er jüngster Abgeordneter des nordrhein-westfälischen Landtags, wo er fachlich die Themen Generationen, Familie, Integration sowie Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie verantwortete. 2005 wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender in Düsseldorf, von 2004 bis 2010 war er überdies Generalsekretär des FDP-Landesverbandes NRW. Seit der Bundestagswahl 2009 ist Christian Lindner Mitglied des Deutschen Bundestages, seit Dezember 2009 Generalsekretär der FDP.

Los geht’s. Nicht lange nachdenken, nicht weit ausholen.

Wie starten Sie in den Tag?
Mit einer Tasse Kaffee und einem Blick in die Zeitungen: Als FDP-Politiker kommt da der Kreislauf oft richtig in Fahrt…

Kommunikationsfreude ist sein Plus: Christian Lindner, Generalsekretär der FDP. Sein Wahlkreis ist der Rheinisch-Bergische Kreis.

Was wollten Sie als Kind werden?
Bald erwachsen. Als ich es dann war: Rennfahrer.

Und was sind Sie geworden?
Sozusagen Unternehmer, weil ich früher in der Wirtschaft und heute in der Politik etwas unternehme, um meine Ideen umzusetzen.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Meistens lasse ich die etwas vorschlagen, weil ich gerne neue Läden kennenlerne.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
In Berlin habe ich ein paar Italiener rund um meine Wohnung. In Bergisch Gladbach sitze ich gerne im Quirls draußen.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Zum Sport, aber ich bin eigentlich ganz gerne unter Menschen.

Lesen Sie mehr: Die Website von Christian Lindner
Christian Lindner bei Wikipedia Focus über Lindners Hochzeit mit Dagmar Rosenfeld
Die FDP im Rheinisch-Bergischen Kreis
Alle Fragebögen: 26 Fragen an ...

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
An dem ich morgens nicht weiß, was den Tag über passieren wird, weil es keine Termine und keine Verpflichtungen gibt.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Erst Wein zum guten Essen, danach einen Espresso.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Ein Schicksalsschlag in der Familie.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
in Bewegung, habe ich den Eindruck. Außerdem eine tolle Mischung: viel Natur und Kultur. Überschaubar, aber nicht provinziell.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Die habe ich gerade schon aufgezählt.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Weil ich oft durch die Stadt fahre, meine ich: der innerstädtische Verkehr zwischen Gladbach Zentrum, Bensberg und der Autobahn. Wenn man Termindruck hat, dann ist das eine echte Probe auf starke Nerven.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
erstens beste Bildung für Kinder und Jugendliche organisieren, zweites die Schulden abbezahlen und drittens dafür sorgen, dass das nicht wieder verspielt wird.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
einmal bei 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mitfahren!

Was war Ihre größte Leistung?
Ich bin immer noch stolz darauf, dass ich damals als Landtagsabgeordneter Jahre gegen die Kürzung der Gelder für die Jugendeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen gekämpft habe. Rot-Grün wollte die Gelder auf null bringen, wir haben dann nach dem Regierungswechsel 2005 zusätzliche Mittel für die offene Jugendarbeit organisiert.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
In der Rückschau habe ich aus allen etwas gelernt. Deshalb bin ich mit denen versöhnt.

Mein großes Ziel ist es, …
irgendwann einmal ein Buch zu schreiben.

Was ist Ihre Stärke?
Ich kann auch über mich lachen.

Was ist Ihre Schwäche?
Jeden Knopf drücken zu wollen.

Wie sind Sie als Chef?
Locker im Umgang, recht penibel in der Sache.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Genau dasselbe, hoffe ich.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Über Ungerechtigkeit, Vorurteile und Dummheit.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Man kann sich bei vielen etwas abschauen.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Meine Eltern.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Die preußische Beschwerdeordnung einhalten: also immer erst eine Nacht darüber schlafen.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Diesen guten Ratschlag würde ich weitergeben.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Beantworten Sie gerne Fragebögen?

W. Schmitz-Dietsch

Verleger seit 1980 (Freizeitbörse, Bergische Illustrierte, Live! Magazin) Heute Franzz, Kultur- und Stadtmagazin im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mitbegründer des iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach. In Sand geboren und wohnend. Verheiratet, drei Töchter.

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