Pedro und Miguel (Namen geändert) sind 12 und 9 Jahre alt und kommen aus der Krisenregion von Angola. Doch im Sommer lezten Jahres lagen die beiden netten Jungs im MKH. Nicht ohne Grund, denn die kleinen Patienten mussten dringend professionell medizinisch versorgt werden. Jetzt ist Perdro wieder im MKH, zur Nachkontrolle.

Pfleger David Offermann und Chefarzt Dr. Andreas Schmidt sind froh, dass es den beiden Jungen aus Angola wieder besser geht.

Dr. Andreas Schmidt beschreibt ihren Zustand zu Beginn der Behandlung so:

„Beide Kinder hatten damals Knochenbrüche erlitten, die aufgrund der schlechten Lebensbedingungen in ihrer Heimat nicht versorgt werden konnten und daher bei dem älteren Jungen in Fehlstellung und Verkürzung des Beines mit ausgeprägter Knochenentzündung und eitriger Fistelung endeten ohne sichere Gehfähigkeit. Bei dem kleineren Jungen lag eine ähnliche Situation am linken Unterschenkel in der Nähe des Kniegelenkes vor. Bei beiden Jungen bestand eine weitgehende Belastungsunfähigkeit der Beine mit Fehlstellung und deutlicher Verkürzung ohne Aussicht auf Heilung.” 

Aufgrund der verletzungsbedingten Krankheitsbilder beider Jungen wurden  zunächst die entzündlichen Veränderungen behandelt, dann die Fehlstellungen korregiert und schließlich die ursprüngliche Länge durch äußere Knochenspanner wieder hergestellt. Dieser Heilungs- und Behandlungsprozess dauert mehrere Monate und wird seit Mai 2011 durchgeführt , so der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Seit dem Eingriff lagen die beiden Kinder hier auf der Station 5 und wurden von den Krankenschwestern und Pflegern fürsorglich gepflegt. Mit Erfolg, weiß Renate Müller-Grünow zu berichten: „Denn es sind Riesenfortschritte zu sehen.“

Die Betreuerin vom Friedensdorf International stand, zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen den Jungen von Anfang an liebevoll zur Seite: „Wir sehen unsere Aufgabe schlichtweg darin, die kleinen Racker bei Laune zu halten.“

Denn ein Krankenhaus-Aufenthalt in einem fremden Land, nach einer so schweren OP, insbesondere bei den erforderlichen mehrfachen und großen Operationen beider Jungen ist eine große Herausforderung, für alle Beteiligten.

Täglich kümmern sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer darum, dass es ihren Schützlingen gut geht. Gemeinsame Spiele werden gespielt, kleinere Einkäufe getätigt und Wäsche zum Anziehen organisiert. Ebenso stehen regelmäßig Maniküre, Pediküre und Haare schneiden auf dem Programm. Müller-Grünow berichtet: „Dabei ist es natürlich sehr hilfreich, dass einige von uns sogar spanisch und etwas portugiesisch sprechen.“ Vor allem der Ältere von beiden habe schon sehr unter heftigem Heimweh gelitten. Und da sei es einfach gut, wenn jemand da ist , die Kinder „bespielt“ und ihnen zeigt, dass sie nicht alleine sind.

Soziales Engagement am MKH wird groß geschrieben „Wenn wir helfen können, stehen wir gerne zur Verfügung“, so Benedikt Merten, Geschäftsführer am Marien-Krankenhaus. Denn als katholisches Krankenhaus sei man sich seiner sozialen Verantwortung schließlich bewusst. So ist es selbstverständlich, dass das MKH sich immer wieder für soziale Projekte engagiert. „Wenn nicht wir, wer dann?“, so die einfache, aber überzeugende Aussage der Klinikleitung.

Weitere Informationen:

PR-Berater (Deutsche Akademie für Public Relations)

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