Während viele Menschen in den Sommerferien weilen, muss einer mit Hochdruck arbeiten: Der Modellbauer, der gegenwärtig ein kleines Abbild der künftigen Bensberg erstellt. Es soll genau zeigen wie sich die Marktgalerie ins Umfeld einfügt. Ein erstes Modell der möglichen Markgalerie gibt es bereits, und es wurde im Planungsausschuss vor den Sommerferien gezeigt.

Gegenwärtig wird an einem größeren Modell des Bensberger Zentrums gearbeitet, in welches das kleine Modell eingefügt werden soll. „Das ist ein übliches Verfahren. Dabei geht es vor allem darum, Sichtachsen und Höhenbeziehung der Entwürfe zur umliegenden Bebauung besser darzustellen“, sagte Fachbereichsleiterin Gisela Müller-Veit. Im Planungsausschuss am 19. September soll der Entwurf des Bebauungsplanes der Öffentlichkeit zur Begutachtung und Diskussion vorgestellt werden. Das Modell ist dabei ein wichtiges Instrument zur Visualisierung.

Anschließend wird es eine Informationsveranstaltung im Bensberger Ratssaal geben, auf der die Pläne noch einmal detailliert der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Alle Anregungen und Bedenken, die dort geäußert werden, werden protokolliert und den Mitgliedern des Planungsausschusses weitergeleitet.

So muss beispielsweise über die Anlieferung der Marktgalerie über die Engelbertstraße noch diskutiert werden. Das heute schon bestehende Einkaufszentrum wurde bereits über die Engelberstraße/Markt beliefert. Künftig soll die Ware für die Marktgalerie in einer Art Garage „eingehaust“ abgeladen werden. Dafür müssen die Lkw rückwärts fahren was mit einem nicht angenehmen Piepton verbunden ist. Andererseits entfällt der Lärm des Entladens, denn sobald der Lieferwagen in der Einhausung ist, werden die Tore geschlossen.

Die Verwaltung hat dem planenden Architekten gebeten, sich noch einmal mit der Aufgabe zu befassen. Dies könnten organisatorische oder bauliche Änderungen sein. Ein Beispiel für organisatorische Änderungen könnten beispielsweise Vorgaben sein, in welchem Zeitfenster angeliefert werden darf.

Das weitere Vorgehen:

  • Im Dezember soll dem Planungsausschuss die Offenlage zur Beschlusslage vorgelegt werden.
  • Bis dahin werden Gutachten zu Lärm, Verkehr und Umweltaspekten vorliegen, damit die Politiker auf Grundlage einer breiten Datenbasis entscheiden können.
  • Nach dem Beschluss zur Offenlage – er ist ebenfalls für Dezember geplant – werden die Pläne vier Wochen lang im Rathaus Bensberg ausgehängt und vorgestellt. Einwände und Anregungen, die zu diesem Zeitpunkt kommen, werden ebenfalls protokolliert und in die Abwägung der Interessen einbezogen.
  • Ziel ist, dass im März 2013 der Satzungsbeschluss vorliegt.

Das ist ehrgeizig, und alle Gruppen müssen für das Gelingen zwingend an einem Strang ziehen. Über Details muss noch gesprochen werden. Für das grundsätzliche Projekt Marktgalerie gibt es jedoch aber eine überwältigende Zustimmung.

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1 Kommentar

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  1. Dieser von der Pressestelle herausgegebene Artikel liest sich so, als sei der Neubau bereits beschlossene Sache, lediglich über “Details muss noch gesprochen werden”.
    Erst im Planungsausschuss, also im entscheidenden politischen Gremium, soll der Entwurf des Bebauungsplanes der Öffentlichkeit zur Begutachtung und Diskussion vorgestellt werden. Warum nicht bereits vorher über einen längeren Zeitraum irgendwo vor Ort, damit die Bevölkerung ausreichend Zeit hat, sich ein Bild zu machen?
    Auf “einer Informationsveranstaltung im Bensberger Ratssaal” sollen “die Pläne noch einmal detailliert der Öffentlichkeit vorgestellt werden”. Diese Art der Informationsveranstaltungen der Stadt kennen wir doch schon bereits aus der Vergangenheit, z.B. zum NCG und Kleefeld.
    Da sollen dann “Anregungen und Bedenken protokolliert werden”, um sie an die Mitglieder des Planungsausschuss weiterzuleiten. Ebenso wie nach der erst im Dezember stattfinden sollenden Offenlage sollen diese dann “in die Abwägung der Interessen einbezogen” werden, was auf Hochdutsch dann bedeutet, dass die Planung bis dahin so weit fortgeschritten ist, dass sie unter den Tischfallen, weil ja die Zeit drängt.
    Wie mensch deutlich erkennen kann, der WDR hats doch auch bereits bei seiner Befragung der Passanten gezeigt, gibt es für das Projekt doch bereits jetzt schon keine “überwältigende Zustimmung”, wie uns die Pressestelle weismachen will, auch nicht nur “Bedenken”, sondern enorme Ablehnung. Warum dann nicht jetzt schon die Bevölkerung ernst nehmen und einbeziehen in der Frage, wie es weitergehen soll mit dem “Löwen-Center”, anstatt mit einer Fortführung dieses überdimensionierten Projektes, welches das Bild Bensbergs nachhaltig weiter zerstören wird, Fakten schaffen?!?
    Demokratische Bürgerbeteiligung sieht anders aus!