Wer versteht eigentlich unter Bildung was? Was fällt Ihnen dazu ein? Was ist bei Bildung wichtig? Welche Angebote erwarten die Bürger in diesem Bereich von der Verwaltung?

Genau das würde die Stadt Bergisch Gladbach erfahren. Daher hat sie eine ungewöhnliche Umfrageaktion gestartet.Unter dem Motto „Bildung hat viele Orte“ kann jeder seine Meinung loswerden.  Dabei kann es  um Ideen, Kritik, Lob Anregungen oder Utopien gehen. Der Stadt geht es um ein Meinungsbild zu diesem Thema, das ausdrücklich nicht nur auf klassische Bildungseinrichtungen beschränkt ist. Michael Buhleier, Familienkoordinator der Stadt, der auch diese die Abfrage koordiniert, erläutert:

Das kann lebenslanges Lernen sein, Lernen in der Familie, Sportvereinen und vieles mehr. Wir erhoffen uns aber auch Hinweise, wo wir etwas verbessern können.“

Alle Beiträge werden ausgewertet – allerdings sollte wirklich nur ein Satz geschrieben werden.   Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Aktion im Stadtrat bzw. dem Schulausschuss vorgestellt werden.

Die „Sätze zur Bildung“ können auf die verschiedensten Arten bei der Stadt eingereicht werden:

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Update: Die ersten Beiträge sind inzwischen eingegangen. Aber da geht noch viel mehr!

  • Karl Feldkamp: Bildung ist mehr als jene Wissensvermittlung, die das so genannte deutsche Bildungswesen derzeit seinen Schülern und Studenten anbietet …
  • Barbara Stewen: Herzensbildung ist der Schlüssel zum Miteinander, Bildung ist das Codewort, mit dem ich am Weltgeschehen mitgestalteten kann.
  • Lydia Czeranski: Bildung ist das Fenster zum Durchblick
  • Karsten Hens:  Bildung kennt keinen Abschluss”
  • Gerd Pohl: Bildung muss zu Herzen gehen, nicht nur in den Kopf
  • Jörg Schmitter: Bildung ist, wenn uns alle – ob Jung oder Alt – viele gut ausgestattete Orte und Räume haben, ohne dass zuerst darauf geschaut wird, was es kostet, also ohne heruntergekommene Schulgebäude, ohne Toiletten in vorweltkriegsähnlichem Zustand, ohne Diskussionen, ob Theater oder Museen wichtiger sind, ohne dass man Beteiligte gegeneinander aufrechnet (Renovierung von Sportstätten aus dem allgemeinen Schuletat, etc.)
  • Georg Watzlawek: Bildung ist mehr wert
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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Bildung heisst für mich, das Kinder auch Kinder sein dürfen, auf Bäume klettern dürfen, mit dem Vater z. B. den Garten umgraben oder mit der Mutter zum Einkaufen gehen oder kochen oder meinetwegen auch die Wohnung tapezieren, weil sie dort Dinge des Alltags lernen, die sie für ihr späteres Leben benötigen und nicht nur Input über Schulen erfahren, die reine Theorien darstellen. Um es mal konkret an Beispielen zu bringen was Alltagstauglichkeit bedeutet.

  2. Ich kann zwar das Statement „Bildung zeigt sich an dem Grad der Offenheit, den man erreicht“ von mir geben. Doch frage ich mich, was die Stadt mit solchen Sätzen anfangen will. Ist sie überhaupt wirklich in der Lage, über Bildung vernünftig zu reden? Mir kommt die Aktion wie ein reiner Aktionismus vor.

  3. Bildung fängt im Idealfall in der Familie an, setzt sich fort im sozialen und kulturellen Umfeld und sollte durch Schulen und Ausbildung erweitert und gefestigt werden.