Werden wir bald einen St. Investor’s Day feiern? Man hat den Eindruck, als solle in diesen Tagen ein neuer Heiliger installiert werden: der Heilige Investor. Man kniet vor ihm in Anbetung auf dem Boden, beweihräuchert ihn und versinkt in Dankbarkeit, wenn er sich gnädigerweise dazu herablässt, sein Geld in der eigenen Kommune anzulegen. Dabei wird vergessen, dass er einfach ein Geschäftsmann ist, der Geld anlegen will.

Leider ist es so, dass viele Kommunen pleite sind und deshalb ihre Verhandlungsbasis schwierig ist. Das ist auf eine verfehlte Bundespolitik zurückzuführen, die das Geld in die falschen Kanäle leitet, seit Jahren. Deshalb werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Und zu den Armen gehört immer mehr die Öffentliche Hand. Es wäre gut, wenn sich auch hiesige Bundespolitiker um ein Umdenken des Bundes in dieser Hinsicht bemühen würden. In einer Zeit, in der in diesem Land so viel Geld vorhanden ist wie noch nie.

Trotzdem sollten sich die Kommunen nicht ihr letztes Mitspracherecht aus der Hand nehmen lassen, vor allem wenn es um „das Eingemachte“ geht, um die Aktivposten unserer Stadt, um das, was ihre Identität ausmacht. Als Gladbacher, nicht Bensberger Bürger, mache ich mir Sorgen um den Erhalt und die Pflege dieser Aktivposten. In Bensberg sind das meines Erachtens das Schloss, das Rathaus mit den Gebäuden des Heimatmuseums und des Malerwinkels und der Blick ins Rheintal.

Weitere Informationen:
Alle Beiträge zur Marktgalerie Liebes Bensberg - bist Du noch zu retten? 
Schlankheitskur: Pläne zum 3. mal überarbeitet, Presseschau 6.11.2012 
Fahrplan für die Marktgalerie – Pressestelle der Stadtverwaltung

Dieser Blick ins Rheintal, über den sich Goethe schon begeistert äußerte, ist bekanntermaßen die Ursache für den Schlossbau gewesen und sollte nicht nur erhalten werden, sondern eine besondere Pflege finden, in Form einer Terrasse, die für alle zugänglich ist, nicht nur im Rahmen eines Restaurantbesuchs.

Warum setzen Stadtverwaltung und Rat möglichen Investoren nicht diese Vorbedingung? Weil ihr die Bedeutung dieses Aktivpostens, den man auch kultur- oder naturgeschichtliches Erbe unserer Stadt nennen könnte, nicht klar ist? So wie es auch schon beim Waatsack war und vielleicht immer noch ist. In diesem Falle hatte der Bergische Geschichtsverein sogar eine Expertise an den damaligen Bürgermeister geschrieben. Liest man das bei der Stadt nicht?

Wenn man den Pressesprecher der Stadt in der Aktuellen Stunde im WDR reden hört, muss man den Eindruck gewinnen, dass ein Einkaufszentrum, wie wichtig es auch ist, in seiner Bedeutung gleichgesetzt wird mit dem Blick in die Rheinebene und damit einem unveräußerlich (sein sollenden) Erbe unserer Stadt.

Einkaufsmöglichkeiten kommen und gehen. Der Blick ins Rheintal machte Bensberg schon vor Jahrhunderten berühmt.

In den neuen hier vorgestellten Plänen kann ich den Erhalt dieses Blicks nicht erkennen. Wie viele Bürger so vieles in Plänen nicht erkennen können. Weil diese normalen Bürgern nicht verständlich sind. Fast nie enthalten sie Legenden=Zeichenerklärungen. Was bedeuten zum Bespiel die dicken grauen Pfeile in den neu vorgestellten Plänen?

Die Pläne müssten ergänzt werden durch Kommentare, die die Knackpunkte herausarbeiten, und durch Modelle. Das wäre die Aufgabe für die Stadtverwaltung. Würde sie angemessen erfüllt, entständen vielleicht weniger Bürgerinitiativen von unzufriedenen Bürgern.

Oder ist die mangelnde Transparenz das Mittel der Stadt, um die politische Aktivierung der Bürger voranzutreiben? Dann müsste man ihr ja dankbar sein! Sonst würde sie Pläne, wie für die Umgestaltung des Stadtzentrums, nicht nur Mittwochs von 11 bis13 Uhr(!) ausstellen. Oder gibt es andere Motive für diese mangelnde Transparenz?

Liebe Kritiker von Kritik, diese mangelnde Transparenz ist oft die Ursache für nicht enden wollende Diskussionen. Und man sollte die Meinungsfreiheit nicht als ein Geschenk ansehen, für das man dankbar sein muss. Sie ist ein erkämpftes Recht. Und die Aufforderung zum positiven Denken ist leider häufig der Maulkorb der Demokratie.

Dabei kann man das Positive durch ein paar logische Taschenspielertricks im Nu in Negatives umwandeln. Kritik muss ernst genommen werden, auch wenn sie Interessen ausdrückt. Immer geht es um Interessen, manchmal von Minderheiten, manchmal die der Mehrheit. Sie sollten nur offen gezeigt werden, vor allem wenn es um Parteizugehörigkeiten geht.

Bei der Beschäftigung mit diesem Thema stieß ich übrigens auf ein weiteres Juwel von Bensberg, den alten Markt oberhalb des geplanten Einkaufszentrums. Leider wird er im Moment als Parkplatz missbraucht. Welch ein Mittelpunkt könnte dieser Platz für Bensberg werden, ein Markt sozusagen auf einer Terrasse mit weitem Blick ins Rheintal.

Bisher sind mir keine Pläne der Stadt bekannt, die das Schloss mit einem solchen wiederbelebten Markt und damit dem Raum um das Rathaus und der Fußgängerzone (?) verbinden würde. Wolkenkuckucksheim? Zumindest Teile eines solchen Plans waren in dem (kostenlosen) 1. Entwurf des Bensberger Architekten Neuendorff enthalten. Auf jeden Fall blieb in diesem auch ästhetisch ansprechenden Entwurf der Blick in die Rheinebene erhalten.

Bensberger Bürger, setzt euch ein für euren einmaligen Blick in die Rheinebene!

Noch habe ich die Hoffnung auf den Erhalt und die Pflege dieses Blicks nicht aufgegeben. Was sagen die Bensberger Bürger dazu?

Engelbert M. Müller

ist pensionierter Lehrer, Mitglied von Wort und Kunst, Verfasser von "Der letzte Lehrer"

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10 Kommentare

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  1. Wenn man sich die Zahlreichen Rückmeldungen zum Planverfahren Marktgalerie anschaut, stoßen sich viele unter anderem an den Ausmaßen des geplanten Gebäu-des.

    An den Flächen für Verkaufsräume, Gastronomie, Büro oder Wohnen wird wohl nichts mehr zu kürzen sein. Man könnte höchstens an den Stellplätzen kürzen.

    Eine gewisse Anzahlt von Stellplätzen (für Beschäftigte und evtl. Bewohner) wird die-ses Gebäude in jedem Fall vorhalten müssen. Wenn man jedoch an andere Stelle in Bensberg zentrumsnahe Stellplätze schafft, könnte man evtl. auf eine Parkebene verzichten und würde somit den Gebäudekomplex in seiner Höhe um eine Etage re-duzieren.

    Die Steinstraße bildet einen der Hauptverkehrswege durch Bensberg. Entlang der Steinstraße und somit parallel zur Schloßstraße, bietet eine sehr gute Möglichkeit mit einer geschickten Bebauung nicht nur weiter Wohn- und Büroräume, sondern auch eine große Zahl von zentrumsnahen Stellplätzen zu schaffen.

    Ein solche Bebauung an der Steinstraße hat unsere Fraktion schon wiederholt ange-regt. Die Eigentümer der angesprochenen Grundstücke sollten sich mal mit diesem Gedanken befassen.

    Dirk Steinbüchel
    Bündnis 90/Die Grünen

  2. Das Vorgehen der in der ibh (Interessengem. Bensberger Handel u. Gewerbe e.V.) zusammengeschlossenen Händler irritiert doch sehr.
    Stichwort Lobbyismus. Da ist im Bürgerportal-Beitrag der Interessengemeinschaft (“Wir wollen die Marktgalerie!”) zu lesen, “von einer gewissen Lobby” würde “alles schlechtgeredet”. Aber wer ist hier Lobby und wer Bürger? Engelbert Manfred Müller argumentiert in seinem klugen Beitrag “Bensberg, die Stadt und der Heilige Investor” dafür, den alten Markt oberhalb des geplanten Einkaufszentrums nicht länger als Parkplatz zu missbrauchen und den weiten Blick ins Rheintal als Juwel zu begreifen. Lobby ist Müller ganz gewiss nicht, denn als Gladbacher, nicht Bensberger, vertritt er kein persönliches Interesse, außer ein bürgerschaftliches. Er möchte, wie er schreibt, dass die Stadt mit ihren Aktivposten pfleglich umgeht. Ist hingegen die ibh nicht ein typischer Lobby-Verband? Laut Brockhaus ist Lobbyismus die “nicht über die Verfassung geregelte Mitwirkung … durch die Beeinflussung jener, die laut Verfassung mit der politischen Willensbildung und der Durchführung der getroffenen Entscheidungen betraut sind.” Lobbyisten sind danach “nicht so sehr einzelne Bürger des Staates, sondern vielmehr Repräsentanten bestimmter Institutionen und Organisationen (z. B. Interessenverbände, Gewerkschaften, Großunternehmen, Kirchen, Stiftungen).”
    Genauso irritierend ist die Äußerung des Vorsitzenden der Bensberger Händler, Georg Daubenbüschel, wie sie gestern (20.11.12) im Kölner Stadtanzeiger zitiert wird. Die “Gegner des Projekts hätten oftmals sehr unsachlich argumentiert. Die Befürworter dagegen versuchten sachlich zu überzeugen,” ist da zu lesen. Wie bitte? Was ich vernommen habe, war sehr sachlich. Es ging über Gebäudehöhen, Sichtachsen, Ladeverkehr, um die Verbindung von (ehemaliger) Fußgängerzone und Oberstadt, um Transparenz im Planungsprozess und die Privatisierung öffentlichen Raums.
    Ich vermisse, dass Stadtverwaltung, Politik und Händler dieses ehrliche Engagement der Bensberger für ihren Stadtteil konstruktiv aufgreifen, um auch gegenüber dem Investor das Beste für die “Bergstadt” zu erreichen.

  3. Tafelsilber unter dem Schleier der Marktgalarie?

    Generell ist der Bensberger Bürger froh, dass nun das Dasein der Bauruine im Zentrum der Stadt ein Ende haben soll. Die Bodenbeschaffenheit der Bensberger Innenstadt stellen jeden Architekten vor eine Herausforderung. Hartes Gestein, Unebenheiten, Höhenunterschiede, Sichtachsen und Aussichten – alles sind Faktoren, die eine Planung auf der Reißbrett nicht gerade leicht machen. Hinzu kommt ein uneinheitlicher Stil in der Architektur des Umfelds. All das sind Schwierigkeiten die öffentlich diskutiert werden.

    Eine andere Frage ist die welchen Beitrag die Stadt leisten will. Derzeit sieht es so aus dass hier an dieser Stelle das Tafelsilber der Stadt von den Verantwortlichen der Stadt „verscheuert“ wird, die Fußgängerzone.

    Für Investoren sind Projekte wie das Schlosscenter/ Marktgalarie immer interessant.
    Der Investor kann nur mit den Optionen arbeiten die Ihm angeboten werden und offenbar biete die Stadt nur die Option Zukauf der Fußgängerzone. Das Ergebnis sieht am Ende mangelhaft aus. Manch ein Bürger träumte den Traum von einer Widerbelebten „Altstadt“ auf dem Oberen Markt und einem modernes Stadtzentrum um die Fußgängerzone herum. Dieser Traum ist mit einem Mal ausgeträumt.

    Der Alptraum begann mit der Öffnung der Fußgängerzone und endet wohl mit dem Missbrauch der „Altstadt“ als Wendekreis. Noch ist es nicht zu spät! Noch kann der Fehler korrigiert werden!

    Traumatisiert durch den Anblick der Bauruine in den letzten Jahren sollten die Bürger hüten jeden sauren Apfel zu beißen der Ihnen hingehalten wird. Ein Oberer Markt der durch eine Parkhauszufahrt, eine weitere LKW-Zufahrt und einen Wendekreis verschandelt wird ist keine Lösung. Und das sicher auch kein Anziehungspunkt für Touristen trotz aller Lieber der sonstigen Anwohner. Doch wie sollte es besser sein?

    Die Lösung der Stadt ist augenscheinlich auf eine kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichtet. Durch den Verkauf der Fußgängerzone soll noch ein zusätzlicher Gewinn in die Stadtkasse gespült werden. Doch wenn die Stadt wirklich im Sinne der Gemeinschaft handeln würde wäre es wohl sinnvoll ein Gremium einzuberufen, welches auch die Eigentümer der unteren Abschnitts des alten Schlosscenters mit an einen Tisch setzt.

    Dies könnte unter anderem das Problem der LKW-Zufahrt lösen. Denn das ist das eigentliche Problem der Planer. Während die regierenden der Stadt immer weiter in die Breite wollen sollte eher über die Länge des Objekts nachgedacht werden.

  4. Lieber Herr Urbach,
    vorab möchte ich eines voranstellen, Ich persönlich habe nichts, aber auch gar nichts gegen Ihre Person.
    Weiter möchte ich voranstellen, ich habe auch nichts gegen ein neues Projekt und ich halte es für besser, wenn hier öffentlich diskutiert wird, damit alle die Möglichkeit haben, sich ein Bild zu machen.
    Ich denke aber, es sollten einmal Grundsatzfragen geklärt werden. Durch die Vertragsgestaltung, des damaligen Investors und des darin befindlichen Händlers, konnte es erst soweit kommen, dass das Gebäude heute leer steht. Da Händler und Investor mit einander verquickt waren, sind die Verträge so gestaltet worden, dass das Geschäft zu keinem Verlustgeschäft wird und die Stadt heute auf einer angeblichen Ruine sitzt.
    Was denkt die Stadt dagegen zu tun, damit dies nicht noch einmal geschehen kann?

    Ich denke genauso, dass es anscheinend für den Investor profitabler ist, ein neues Bauvorhaben anzugehen, als das alte Objekt instandzusetzen. Daher hat für mich das Projekt den Beigeschmack eines neuen großen Coup. Wenn man mir eines nicht erzählen kann, dann ist es die Tatsache, dass die alte Bausubstanz angeblich total verrottet ist.
    Ich wünsche mir nur, das Gl in der Gesamtheit erhalten bleibt und nicht wieder ein Fiasko, wie Manhatten entsteht, wo man besser damals auf die Bürger gehört hätte, als dem schnellen Geld hinterher zu laufen.

  5. Gelegenheit zur Diskussion gibt es auch beim Bensberger Bürgergespräch am 27.11.2012, 19.30 Uhr, Progymnasium. EInziges Thema ist die Vorstellung der Marktgalerie Pläne und die Diskussion. Veranstalter ist der CDU-Ortsverband Bensberg. Mit dabei ist Bernd de Lamboy, Architekt und Mitglied im Arbeitskreis Baukultur der Stadt Bergisch Gladdbach

  6. Die Artikel von Manfred Müller und die Kommentare dazu sprechen mir aus dem Herzen.
    Wie geht die Stadt mit ihrem historischen Erbe um ?
    Ich habe gerade eine Kulturreise mit dem Rheinisch Bergischen Kulturkreis durch Polen
    gemacht und wir waren beeindruckt, wie historisch rücksichtsvoll Städte wie Danzig,
    Posen , Thorn u.a. wieder aufgebaut und erhalten werden !
    Die Stadt Bergisch Gladbach aber verliert an allen Ecken ihr historisches Gesicht und kann
    ( außer dem Bergischen Löwen ) nichts Prägendes dagegen setzen.
    An vielen Stellen werden Wunden in die Historie gerissen .
    Ein Beispiel ist z.Z. auch an der Ecke Laurentiusstrasse/Odenthaler Strasse zu sehen :
    hier stand ein schönes , altes Fachwerk Gasthaus,das die ganze Ecke dominierte,beliebt bei allen Gladbachern wegen seiner orginellen Bergischen Kaffeetafel.
    Ende der siebziger Jahre wurde es über Nacht wegen “verkehrbehindernder Sichtachsen ”
    abgerissen. Angeblich Was geschah aber : jahrzehntelang war die Ecke eine Park- und Schmutzecke , die Balken sind verrottet und der Laurentiusberg zeigt auch hier ( wie an anderen Stellen ) seine schreiende,aufgerissene Flanke !
    Auch diese Invest-Bebauung wird jetzt ohne Rücksicht auf das Stadtbild und auf die lokale Ortslage durgezogen.
    Liebe Altbürger von Bergisch Gladbach /Bensberg, stoppt die rücksichtslosen Planungen von zugereisten Politiker und von auswärtigen Planern und Investoren .

  7. Liebe Diskutantinnen,
    liebe Diskutanten,

    das Thema würde ich sehr gerne einmal mit Ihnen persönlich besprechen – wenn ich wüsste, wer Sie sind.

    Einladung:
    Sie mailen mir unter lu@lutz-urbach.de eine Mailadresse – und wir vereinbaren ein Treffen und sprechen über alles!

    Okay?

    Beste Grüße,

    Lutz Urbach

  8. Ein wunderwunderwunderbarer Artikel, der mir mit jeder Zeile aus der Seele spricht.

    Allerdings habe ich jegliche Hoffnung auf nachhaltige Stadtplanung begraben. In 10 bis 20 Jahren wird man in Bensberg kopfschüttelnd an der neuen Marktgalerie vorbei schlendern und sich fragen, wer diese Bauruine verbrochen hat.

  9. Sowas kommt von sowas….
    Ein Politiker, der mal eben während seiner Wanderschaft durch die Städte halt in Bergisch Gladbach macht und sich zum Bürgermeister machen lässt.
    Ein Architekten- und Planungsbüro, das aus einer vollkommen anders gelegenen, strukturierten und gebauten Stadt kommt und das, guckt man sich die Projekte seines bisherigen Schaffens an, wohl auf Parkdecks mit angrenzenden Handelsflächen spezialisiert ist.
    Und ein sogar noch ausländischer Immobilienfonds, dessen Interessen ohne Rücksicht auf andere aus rein spekulativer Gewinnmaximierung bestehen.
    Käme nur eine der treibenden Kräfte in diesem unheilvollen Dreieck aus Bergisch Gladbach oder sogar aus Bensberg und hätten nur eine Spur Heimatverbundenheit sähen die Pläne und die Diskussion zu dem Thema bestimmt anders aus.
    Aber so wollen hier Personen ohne Bezug zur Heimat, deren Schönheit, Eigenart und Geschichte die Stadt nach ihrem Gusto umgestalten und lassen dabei das historische und kulturell Besondere ihren Plänen zum Opfer fallen.