Die Protestaktion auf dem Marktplatz. Foto: Tomas M. Santillan

Auf Einladung des Bergischen Naturschutzvereins und engagierter Bürger haben sich am Montagnachmittag trotz des wenig einladenden Winterwetters weit über 100 Teilnehmer am Konrad Adenauer Platz eingefunden, um gegen das von der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach geplante Kletterwald-Vorhaben zu protestieren.

Familien, Jung und Alt, Alteingesessene und Zugezogene waren gleichermaßen zahlreich vertreten. Auch Politiker waren gekommen, um sich ein Bild von der Sachlage zu machen. Die Veranstaltung, die ordnungsgemäß angemeldet war, verlief friedlich.

Eine Vielzahl von Plakaten und Transparenten war zu sehen, die in eindrucksvoller Weise die Bedenken der Anwohner und Bürger zum Ausdruck brachte. Insbesondere wurde deutlich, dass hier eine echte basisdemokratische Entwicklung von engagierten Bürgern entstand, die sich gemeinsam zu dieser Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben, um ihre Interessen in der Stadt Bergisch Gladbach besser zum Ausdruck bringen zu können.

Die Sprecher der Bürger und der Naturschutzvereine machten deutlich, dass dem Vorhaben gravierende Bürgerinteressen entgegenstehen, die bereits von einigen Hundert Bürgern u.a. per Unterschriftenliste vorgebracht wurden. Insbesondere wurden nochmals die nachfolgenden Kritikpunkte herausgestellt:

  • die Überplanung eines existierenden Naherholungsgebietes mit gewerblichem Tourismus
  • die fehlenden bzw. mangelhaften Artenschutzgutachten
  • die Beeinträchtigung der umgebenden FFH- und Naturschutzgebiete
  • die sich in der Zukunft noch weiter verschlechternde Verkehrssituation am bereits heute schon überlasteten Diepeschrather Weg etc.

Am 14. März wird das Vorhaben im Beschwerdeauschuss der Stadt Bergisch Gladbach behandelt.

Von der Bezirksregierung Köln wird ebenfalls noch eine Stellungnahme erwartet, die hoffen lässt, dass sich die Politik noch einmal in den Entscheidungsprozeß einbringt und nicht zulässt, dass die Verwaltung allzu willfährig zum Erfüllungsgehilfen eines Investors mutiert.

Weitere Informationen:

Diepeschrath

Wir engagieren uns für das Naherholungsgebiet rund um die Diepeschrather Mühle - und gegen den geplanten Kletterpark.

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